Sehschwächen behandeln Augen-Laser

Immer mehr Menschen lassen Sehschwächen weglasern. Hier erfahren Sie, wann ein solcher Eingriff Sinn macht und wann es besser ist, darauf zu verzichten

Brille Augen-Laser © iStockphoto - Gene Chutka

Beginnt für Sie der Morgen mit der Suche nach der Brille oder dem Griff nach den Kontaktlinsen? Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland geht es ebenso. Viele liebäugeln mit der Idee, ihre Augen lasern zu lassen. Der Eingriff dauert pro Auge etwa zehn Minuten und kostet 2000 bis 2500 Euro (nur wenige private Krankenkassen zahlen). Nutzen und Risiken sind sorgfältig abzuwägen. Wir fragten Professor Chris Patrick Lohmann, Direktor der Augenklinik der TU München.

Wie werden Augen gelasert?
Der Chirurg betäubt das Auge mit Augentropfen. Mit einem rotierenden Messer (LASIK) oder einem Laser (Femto-LASIK) schneidet er eine hauchdünne Scheibe der Hornhaut ab. Sie wird nicht völlig abgetrennt, nur weggeklappt. Ein Kaltlicht- Laser trägt die Hornhaut ab, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Am Schluss wird der Hornhautdeckel aufgelegt. Er saugt sich fest, muss nicht genäht werden.

Ist das Prinzip bei allen Fehlsichtigkeiten gleich?
Bei Kurzsichtigkeit werden die Millimeter- Bruchteile, um die das Auge zu stark gewölbt ist, weggelasert. Bei Weitsichtigkeit wird eine stärkere Vorwölbung modelliert. Bei Hornhautverkrümmung wird die Oberfläche geglättet.

Bis zu welcher Dioptrienzahl wird der Laser eingesetzt?
Man behandelt Kurzsichtigkeit bis minus 8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis zu plus 3 und Stabsichtigkeit bis zu plus 5. Aber das sind nur Anhaltspunkte – es kommt auf die individuelle Beschaffenheit an, etwa Hornhautdicke, Hornhautkrümmung oder Pupillengröße.

Kann man auch stärkere Fehlsichtigkeiten korrigieren?
Starke Kurz- oder Weitsichtigkeit kann man durchaus lasern. Dann muss man aber zusätzlich Kunstlinsen implantieren.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Gesundheit>>

1 2
 
Schlagworte:
Autor:
Uta König