Laufen
Fit durch Jogging
Joggen ist der Sport, der weltweit begeistert, bewegt, sogar Schritt für Schritt gesünder macht. Hier schildern drei Frauen, was sie motiviert – und wie sie die ersten Hürden nahmen.
Wenn Ann-Charlotte Lange morgens im Büro ihren Rechner hochfährt und dabei einen Hauch Glückseligkeit ausstrahlt, liegt das nicht etwa daran, dass sie frisch verliebt ist. Nein, die 40-jährige Hamburgerin hat ein jederzeit verfügbares, dauerhaftes Rezept für das Hochgefühl: „Ich starte mit einem Lauf um die Alster in den Tag. Diese Dreiviertelstunde Bewegung pustet mir den Kopf frei: Vögel zwitschern, Rhododendren blühen am Wegesrand, die ersten Ruderer gleiten übers Wasser, und manchmal kitzeln Sonnenstrahlen meine Wangen. Dieses großartige Gefühl, schon vor der Arbeit etwas getan zu haben, schenkt mir Gelassenheit für den ganzen Tag.“
Dreimal die Woche schnürt die Betriebswirtin ihre Joggingschuhe. Anfangs als Ausgleich zur Schreibtischhockerei, bald, weil sie gesundheitliche Veränderungen spürte: „Freunde nehmen jede Grippe mit, ich habe im Winter höchstens einen Schnupfen.“ Auch Mediziner raten zu Ausdauertraining, um das Immunsystem zu stärken: Es kurbelt die Produktion weißer Blutkörperchen an, die Viren abwehren. Ann-Charlotte Lange hat zudem erblich bedingt einen hohen Cholesterin-Spiegel. Laufen wurde ihr vom Hausarzt empfohlen. Weil es Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Gefäße stärkt.
Aktuelle Studien zeigen auch, dass Joggen das Risiko für Brustkrebs und andere Krebsarten senkt. Wofür das aktivierte Immunsystem sorgt, aber auch hormonelle Veränderungen durch den Sport, wie ein niedrigerer Östrogenspiegel. Selbst zur Osteoporose-Vorbeugung eignet sich Joggen. Alles gute Argumente – doch überzeugen die auch bei Niesel regen? In dem Fall hört die Hamburger Läuferin Soul per Kopfhörer. „Der Sauerstoff-Kick wirkt bei Wind und Wetter. Und feuchte Luft ist auch gut für den Teint!“
Der Wellness-Gedanke bewegt viele Frauen zum Laufen. Denn kaum eine Sportart verbrennt so viele Kalorien wie Joggen, trainiert obendrein Beine und Po. Auch Bankkauffrau Sonja Schlüter startete vor acht Jahren, „weil nach der Geburt des zweiten Kindes die Jeansnähte zu platzen drohten“. Drei Minuten joggen, drei gehen, joggen, gehen – behutsam steigerte die heute 36-jährige ihr Fitnesspensum. „Laufen ließ sich gut in den Tagesablauf einbauen und machte von Anfang an Spaß.“



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