5:2-Diät

Diät-Tagebuch: So funktioniert die Teilzeit-Diät

5 Tage schlemmen, 2 Tage Diät halten. Klingt für viele nach der perfekten Möglichkeit endlich abzunehmen. Wie sich die 5:2-Diät in der Praxis umsetzen lässt, lesen Sie im Erfahrungsbericht von Julia aus der FÜR SIE Redaktion.

Lebensmitteluhr Diät-Tagebuch: So funktioniert die Teilzeit-Diät © Blend Images/Corbis

Julia testet die Teilzeit-Diät

Tag 1: Langsamer Start

Julia testete die 5:2-Diät

Julia liebt das frische Gemüse aus der Pfanne

Ich bin hochmotiviert aber entscheide mich trotzdem, nicht gleich mit einem 500-Kalorien-Tag einzusteigen, sondern langsam anzufangen. Zum Frühstück gibt es normales Müsli und Kaffee mit Milch, mittags Salat, abends Gemüse mit Hühnerbrustfilet. Kein Hungergefühl und die Erkenntnis: 2000 Kalorien reichen völlig aus! Wichtig: vier Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten. Während ich sonst unbewusst irgendwelche Snacks gegessen habe, gibt es jetzt wirklich nur zu den Mahlzeiten etwas.

Hungergefühl: Null. Stimmung: gut. Bewegung: keine

Tag 2: Ernährungsumstellum im Job-Alltag - schwierig

Der zweite genussvolle Tag: Dieses Mal mit der Herausforderung, einen Lunch-Termin beim Italiener zu haben und dann auch noch ein Date zum Abendessen. Schon ein bisschen schwieriger, über den Tag nur 2.000 Kalorien zu essen. Zumal ich bei Restaurant-Besuchen keine Kontrolle über die verarbeiteten Lebensmittel habe. So geht’s: Mittags Salat mit Essig und Öl zum Selbermixen. So habe ich es selbst in der Hand. Abends entscheide ich mich für pure Sachen, ohne “Sättigungsbeilagen” mit Kartoffeln und Sauce. Also einfach ein Stück mageres Fleisch, dazu nehme ich Spinat. Das Brot sieht zwar verlockend aus – aber ich widerstehe…

Hungergefühl: kaum. Stimmung: immer noch gut. Bewegung: 45 Minuten Jogging

Tag 3: Der erste Fastentag schlägt ordentlich zu

Rezept für Gemüse-Curry mit Kokos

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Mein erster Fastentag… Damit ich wenigstens einmal heute etwas “Richtiges” essen darf, lass ich das Frühstück ausfallen und esse mittags nur einen Apfel. Dafür trinke ich literweise Tee und Wasser. Ab 15 Uhr geht es stetig bergab: Mit meiner Laune & Wohlbefinden. Ich friere, kann mich nicht konzentrieren und bin sehr müde. Um 18 Uhr dann endlich die Erlösung. Ein großer Teller gedünstetes Gemüse. Nicht wirklich sättigend und auch kein echter Genuss. Bin froh, als der Tag vorbei ist.

Hungergefühl: Bis mittags ok, dann sehr stark. Stimmung: im Keller. Bewegung: keine

Tag 4: Volle Kraft voraus!

Heute ist wieder ein guter Tag. Ich habe Lust und Zeit, neue Rezepte auszuprobieren und mich für den gestrigen Quäl-Tag zu belohnen. Aus dem Buch “Die 5:2-Diät” probiere ich das “Putensteak mit Avocado-Salat“. Abends gibt es eine “Thai-Gemüse-Suppe” mit 500 Kalorien und dazu ein Glas Rotwein.

Hungergefühl: keines. Stimmung: sehr gut! Bewegung: 1 Stunde Fitness

Tag 5: Das Zaubermittel gegen schlechte Laune: Gemüse-Tee

Die Waage motiviert mich! Schon 1,2 Kilo weniger und somit entscheide ich mich spontan für meinen zweiten Fastentag in dieser Woche. Bis nachmittags esse ich ein paar Karotten, die pro 100 Gramm nur 28 Kalorien haben. Auch dieses Mal sinkt die Laune, aber ich bin gewappnet: Gemüse-Tee! Der schmeckt zwar gewöhnungsbedürftig, stillt aber zumindest den schlimmsten Hunger und wärmt schön von innen. Zum Abendessen dämpfe ich eine große Portion Brokkoli und beträufle ihn mit Olivenöl und Sojasauce, als Topping gibt es Sesamsamen und Parmesan. Ein leckeres Essen – auch für fastenfreie Tage.

Hungergefühl: mäßig. Stimmung: motiviert! Bewegung: 50 Minuten Jogging

Tag 6: Kleine Sünden sind erlaubt

Ich habe schlecht geschlafen und wache mit Kopfschmerzen auf. Fasten ist nichts für mich. Meine Motivation ist heute im Keller. Da nützen auch die “Super 500 Kalorien”-Rezepte aus dem Buch nichts… Zum Frühstück gibt es ein Marmeladen-Brötchen und jede Menge Glücksgefühle. Und das trägt mich durch den Tag. Mittags esse ich beim Italiener Salat mit Oliven und Schafskäse, abends Fischfilet und wieder Spinat. Heutiges Fazit: 2000 Kalorien geschafft – trotz kleiner Sünden.

Hungergefühl: keines. Stimmung: mies. Bewegung: keine

Tag 7 und Tag 8: Routine schleicht sich ein

Nach der schlechten Erfahrung des letzten Fastentages bleibe ich meiner Linie der vorherigen Tage treu und fahre gut damit: Zu den Mahlzeiten esse ich ausgewogene Mischkost - zum Beispiel ein Gemüse-Curry mit Kokos. Dazwischen halte ich fünf Stunden Esspause.

Hungergefühl: Keines. Stimmung: gut. Bewegung: 1 Stunde Gartenarbeit

Tag 9: Mittags statt abends richtig essen

Der nächste schlimme Fastentag. Dieses Mal habe ich eine neue Strategie: Ich esse morgens nur einen Apfel aber dafür mittags eine “richtige” Mahlzeit. Das Stück Zanderfilet mit einem kleinen grünen Salat mit Essig und Öl hat 420 Kalorien. Das heißt zwar, dass es mehr heute nicht gibt, aber am Abend habe ich keine Termine und kann es mir mit meinem Tee auf dem Sofa gemütlich machen. Fazit: Mit dieser Methode fällt mir ein Fastentag gar nicht so schwer. Spaß bringt es zwar nicht, aber für mich ist es deutlich leichter, abends auf Essen zu verzichten als den ganzen Tag zu darben.

Hungergefühl: mäßig. Stimmung: ganz gut. Bewegung: keine

Tag 10: Pure Glücksgefühle

Hurra – die Waage zeigt 2,6 Kilo weniger an. Da gibt es nach dem Sport als Belohnung eine große Schale Müsli mit Orange und Banane (da ich keine Milchprodukte vertrage, mit Haselnuss-Milch). Heute bin ich mittags mit Geschäftsfreunden zum Essen verabredet. Da will ich natürlich nichts von meiner Diät verraten und esse einen Ceasar-Salad mit Hähnchenbrust-Filet und nehme auch zwei Scheiben Weißbrot dazu. Abends habe ich wieder einen Termin im Restaurant und entscheide mich für ein Stück Fleisch mit Gemüse.

Hungergefühl: keines. Stimmung: bombig. Bewegung: 45 Minuten Jogging

Tag 11: Noch ein letztes Mal fasten

Der letzte der vier Fastentage. Je eher desto besser. Also schiebe ich ihn heute dazwischen. Ich habe zwar viele Termine aber keinen um die Mittags- oder Abendzeit, also hält sich die Versuchung in Grenzen. Bis mittags esse ich drei Reiswaffeln, dann einen Tomatensalat. Alles gut, bis nachmittags unsere “Kitchen Girls” ihre wunderbaren Käsekuchen zum Probieren auf den Konferenztisch stellen. Der Duft zieht durch den Flur, bis in mein Büro… Aber ich bleibe standhaft und lass meine Tür zu.

Hungergefühl: ok. Stimmung: ok. Bewegung: keine

Tag 12: Pasta! Basta!

Meinen Magen kann ich offensichtlich nicht lange überlisten, ich wache mit einem Bärenhunger auf und frühstücke zum zweiten Mal in der zweiwöchigen Diät richtig, also mit Brötchen (1 ½ Stück!), Marmelade und Kasseler. Ich hatte geglaubt, danach gibt meine Mitte Ruhe. Aber von wegen! Nur ein paar Stunden später rumort es schon wieder vor Hunger. Pasta! Der Gedanke an Nudeln setzt sich in mir fest und ich gebe ihm nach. Spaghetti mit frischen Tomaten, Oliven, Parmesan und viel Basilikum gehören vermutlich nicht zur 5:2-Diät, aber sie machen sehr satt und ausgesprochen froh. Abends habe ich nur ein bisschen schlechtes Gewissen und esse eine Scheibe Knäckebrot mit Tomate und Schnittlauch.

Hungergefühl: nur vor dem Essen. Stimmung: sehr gut! Bewegung: keine

Tag 13 und 14: Endspurt

Die beiden letzten Tage sind unspektakulär. Zum Frühstück gibt es an beiden Tagen Müsli, mittags Salat (einmal mit Thunfisch, einmal mit etwas gekochtem Schinken). Abends esse ich an beiden Tagen Linsensuppe (eine Tasse rote Linsen, 400 Gramm frische Tomaten, Frühlingszwiebeln, Brühe und 200 Gramm Kokosmilch püriert).

Hungergefühl: Nein. Stimmung: ok. Bewegung: einmal 30 Minuten Jogging

Fazit: Top!

Die Teilzeit-Diät funktioniert tatsächlich! Die Fastentage mit 500 Kalorien sind zwar wirklich hart und nicht unbedingt gesellschaftstauglich. Aber ich konnte mir alles frei einteilen und habe an den anderen Tagen fast normal essen dürfen. Allerdings war ich bis auf wenige Ausnahmen so diszipliniert an den fastenfreien Tagen, dass ich insgesamt 3,5 Kilo abgenommen habe. Der Hunger war nur an den Fastentagen sehr stark. Wichtig ist: genügend Zeit zwischen den Mahlzeiten lassen. Dadurch habe ich das unkontrollierte Essen (hier einen Snack, da ein Stück Kuchen, Schokolade) im Griff gehabt. Für mich ist diese Diät großartig, und ich werde sie bei nächster Gelegenheit wieder machen.

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