Ernährung

Tipps gegen Heißhunger auf Salziges

Es tritt nach dem Essen oder einfach zwischendurch auf, das fiese und fast unbändige Verlangen nach Salzigem. Viele verschiedene Ursachen führen dazu, dass wir regelmäßig zu salzigen Leckereien greifen und deshalb mit lästigen Kilos kämpfen müssen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie den Heißhungerattacken den Kampf ansagen.

Heißhunger Frau isst Burger Tipps gegen Heißhunger auf Salziges © iStock/Thinkstock

Jeder kennt das Gefühl des Heißhungers. Es äußert sich dadurch, dass man kaum gegen die Begierde nach Salzigem ankämpfen kann. Das dringende Bedürfnis ist ein vom Körper gesendetes Signal, das Auskunft darüber gibt, dass Nährstoffe fehlen. Um schweren Folgen vorzubeugen, fordert sich der Körper das ein, was er braucht. Manchmal aber werden die körperlichen Sensoren durch viele Zusatzstoffe in unserer Nahrung gestört.

Ursachen des Heißhungers

Heisshunger

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Im Gegensatz zum Heißhunger auf Süßes, der sich auf einen sinkenden Blutzuckerspiegel zurückführen lässt, rührt der salzige Heißhunger von einem erhöhten Bedarf an Elektrolyten. Insbesondere nach starkem Schwitzen müssen dem Körper neue Elektrolyte zugeführt werden, da wichtige Salze verloren gehen. Es gibt verschiedene Ursachen, die den Heißhunger auslösen. Lange Essenspausen, viele Zwischenmahlzeiten, körperliche und geistige Anstrengung sowie Schlafmangel sind oft der Beginn dieser Attacken. Aber auch psychische Belastungen wie Stress, Migräne und Medikamente oder eine schlecht laufende Diät können dem Körper so zusetzen, dass er nach Salzigem verlangt.

Weitere psychologische Aspekte haben ihre Finger mit im Spiel. Denn gewöhnt man seinen Körper an die regelmäßige Zufuhr an salzigen Leckereien als Belohnung, so wird der Körper auch nachfolgend nach der Zufuhr verlangen. Neben diesen veränderbaren Ursachen können Heißhungerattacken aber auch auf Erkrankungen oder schwere Krankheiten wie Diabetes, eine Schilddrüsenüberfunktion oder Essstörungen hinweisen. Sind die Heißhungerattacken nicht durch Krankheiten begründet, so können diese kleinen Tipps und Tricks helfen, der salzigen Befriedigung den Kampf anzusagen.

Maßnahmen gegen den Heißhunger

Diese Tipps können Ihnen helfen, Ihren Heißhunger auf Salziges zu bändigen:

Eine ausgewogene Ernährung
Schnell abbaubare Kohlenhydrate (z.B. Traubenzucker, Honig, weißer Zucker, Weißmehlprodukte, Kartoffeln) führen zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und einem entsprechend schnellen Verbrauch durch den Körper. Das Ergebnis ist ein schnell wiederkehrender Hunger, da die Energie schnell verbraucht ist. Achten Sie deshalb auf die Nahrungsaufnahme von kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Sie sorgen für ein langsames Ansteigen des Blutzuckerspiegels und halten somit länger vor.

Regelmäßiges Essen
Ein häufiger Fehler, vor allem bei Diäten, sind lange Essenspausen. Einfach das Frühstück oder andere Mahlzeiten auszulassen, sorgt nicht wie gewünscht für eingesparte Kalorien, sondern vorrangig für einen niedrigen Blutzuckerspiegel. Fressattacken oder Unterzuckerung sind die Folge und bedeuten für den Körper viel Stress. Richten Sie sich deshalb feste Esszeiten ein, in denen Sie hochwertige Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu sich nehmen.

Zeit nehmen
Essen sollte Genuss bedeuten und nicht nur als Bedürfnisbefriedigung gelten. Erst nach zehn bis 15 Minuten stellt sich ein Sättigungsgefühl ein. Deshalb sollten Sie lange kauen, um nicht nur den Genussmoment zu empfinden, sondern auch um das Greifen in die Chipstüte zu vermeiden.

Heißhunger austricksen
Hier eine Erdnuss, dort einen Cracker. Viele Zwischenmahlzeiten sorgen eigentlich für ein konstantes Aufrechterhalten des Blutzuckerspiegels. Naschereien mit wenig Gehalt sorgen allerdings für eine Achterbahnfahrt im Körper. Greifen Sie deshalb zur gesunden Alternative und wählen Sie kohlenhydratreiche Lebensmittel zum Knabbern. So können Sie die Heißhungerattacken stoppen.

Stress vermeiden
Heißhunger kann sich auch auf psychische Gründe zurückführen lassen. Schlafmangel, Diäten oder Stress sollte deshalb vermieden werden. Auch die Langeweile führt uns häufig in die Küche, in der wir dann beherzt zugreifen. Statt sich der Kühlschrank-Plünderei hinzugeben, sorgen Sie also mit Beschäftigung dafür, dass die Esserei aus Langeweile keine Chance hat.

Mit der Gewohnheit brechen
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Deshalb stellt er sich bei der regelmäßigen Zufuhr von salzigen Naschereien darauf ein. Stellt man die kleinen Belohnungen ein, an die sich der Körper schon gewöhnt hat, so wird dieser danach verlangen. Natürlich darf weiterhin genascht werden. Versuchen Sie aber, dies nicht zum Ritual werden zu lassen.

Glutamat
Besonders beliebt in Südostasien, wird der Geschmacksverstärker mittlerweile auch häufig bei uns eingesetzt. Haben Sie sich schon einmal darüber gewundert, weshalb es so schwer fällt aufzuhören, wenn Sie erst einmal mit der Chipstüte angefangen haben? Schuld daran ist der Geschmacksstoff, der in höherer Dosierung das Sättigungsgefühl lahmlegt und zudem ein hohes Suchtpotenzial hat.

 
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Autor:
Tatjana Raphael