Ernährung

So gesund ist Vollkorn wirklich

Vollkorn ist gesund. Aber wieso eigentlich? Wir klären auf und geben Tipps, in welchem Maße Vollkornprodukte zu einer ausgewogenen Ernährung dazu gehören.

Vollkorn - So gesund ist Vollkorn wirklich So gesund ist Vollkorn wirklich © Thinkstock

Das Comeback von Vollkorn ist dem wachsenden Bewusstsein für gesunde und ausgewogene Ernährung zu verdanken. Heutzutage findet man Vollkorn nicht nur in Reformhäusern, sondern auch in allen Supermärkten.

Was ist Vollkorn?

Getreidesamen bestehen aus einer äußeren Schicht, dem Keimling, sowie dem Inneren. Dabei sind die äußere Schicht und der Keimling besonders reich an wichtigen Nährstoffen. Weißbrot wird vor allem aus dem Inneren des Kerns gemacht, dem Mehlkörper, der so gut wie keine Vitalstoffe enthält. Vollkornbrot enthält dagegen alle Schichten des Korns, denn wie der Name schon sagt wird das ganze Korn verarbeitet. Um als Vollkorn zu gelten, muss ein Lebensmittel zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl bestehen. Es gibt Vollkornnudeln, Volkornbrot, Vollkornbrötchen, Vollkornkekse, Volkornreis usw.

Vollkorn erkennen

Vollkorn ist aber oft nicht so leicht zu erkennen, wie man denkt. Häufig wird Melasse oder Zuckerkulör verwendet, damit das Produkt gesünder aussieht. Die Farbe sagt also nichts über das Produkt aus und auch der Vermahlungsgrad nicht. Vollkorn kann sehr fein gemahlen werden, aber auch grobkörnig sein.

Was in so einer Situation helfen kann, ist der Name. Wenn Vollkorn draufsteht, dann steckt es auch drin. Das Produkt muss immer ordnungsgemäß beschriftet sein. Ein Blick auf die Zutatenliste kann auch helfen. Beim Bäcker kommt das natürlich nicht in Frage, da sollte einfach nachgefragt werden.

Der Gesundheitsfaktor bei Vollkorn

In Vollkornprodukten sind wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, deshalb ist Vollkorn auch so gesund. Zum einen befinden sich Vitamine und Mineralstoffe in diesen Produkten, die im Körper wichtige Funktionen erfüllen. Zum anderen Ballaststoffe, die im verarbeitetem Weißmehl so gut wie gar nicht enthalten sind. Zusätzlich sorgen die Ballaststoffe für ein länger anhaltenderes Sättigungsgefühl als bei Weißbrot, fördern die Verdauung und rufen ein erhöhtes Stuhlvolumen hervor. Wer jedoch viel Vollkornprodukte zu sich nimmt, sollte auch viel trinken, da sonst die Gefahr von Verstopfungen besteht. In manchen Fällen kann Vollkorn auch schwer verdaulich sein, das liegt dann aber an der Ernährungsweise. Da Ballaststoffe pflanzliche Fasern sind, die vom Körper kaum zur Energiegewinnung gebraucht werden, werden sie grundsätzlich wieder ausgeschieden.

Für eine ausgewogene Ernährung sind Ballaststoffe mehr als notwendig! Somit sollten dem Körper mehrmals täglich Getreideprodukte zugeführt werden, die aus vollen Korn hergestellt werden. Vollkorn hat positive gesundheitliche Effekte und kann Diabetes vorbeugen, weil es den Blutzuckerspiegel für viele Stunden auf einem Niveau hält. Außerdem werden Gefäße geschützt.

Vollkornprodukte machen schlank

Vollkornprodukte sind zwar kalorienreicher im Vergleich zu Light-Produkten, aber helfen trotzdem leichter beim Abnehmen. Menschen, die Vollkornprodukte wählen, zeigen weniger Bauchfett auf, als Weißbrotfans. Das untersuchten Forscher der amerikanischen Tufts University. Wenn man am Wochenende mal ein Weizenbrötchen isst, ist das nicht weiter schlimm. Man sollte nur im Kopf behalten, dass Vollkornbrot natürlich grundsätzlich besser als Weißbrot ist, da es mehr Vitalstoffe enthält und länger satt macht. Der Vorteil bei Weißbrot ist, dass es länger frisch bleibt als Vollkornbrot.