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Shred-Diät: In 6 Wochen 2 Größen weniger

Mit seinem revolutionären Stoffwechsel-Konzept, der Shred-Diät, erlöste der Mediziner Dr. Ian Smith Millionen von Amerikanern von ihren Problem-Kilos.

Diät Shared Shred-Diät: In 6 Wochen 2 Größen weniger © kyoshino/ iStock/ Thinkstock

Shred, das heißt schreddern, zerkleinern. Und geschreddert werden sollen die hartnäckigen Pölsterchen an Bauch, Beinen und Po. Vor einem Jahr erschien in den USA das Buch von Ian Smith und stand schon wenige Wochen später auf der Bestseller-Liste der „New York Times“. Seitdem gilt der 44-jährige Mediziner als der Figur-Experte. Er gibt regelmäßig Tipps in der Radio-Show „HealthWatch“, ist Co-Moderator der Medizin-Sendung „The Doctors“ und wurde von Präsident Barack Obama in den amerikanischen Gesundheitsrat berufen.

Ian Smith in 6 Wochen 2 Größen weniger Diät

Fit & gesund ist seine Mission: Dr. Ian Smith. 

Dabei entstand der Bestseller eigentlich durch Zufall. Eine Freundin erzählte Dr. Ian Smith von ihrem Diät-Frust. Die letzten Kilos wollten einfach nicht verschwinden, egal, was sie tat. Smith studierte die Ernährungs- und Bewegungstagebücher seiner Freundin und kam zu dem Schluss: Noch mehr Sport und noch weniger Kalorien – das würde nichts bringen. Etwas Neues musste her! Auf Basis aktueller Studien entwickelte er sein Stoffwechsel-Konzept, das eines der größten Probleme beim Abnehmen löst. Irgendwann passt sich der Stoffwechsel nämlich an die veränderte Kalorienzufuhr an, und es tut sich nichts mehr auf der Waage.

Nachdem der Plan bei Dr. Smith’ Freundin tatsächlich funktionierte, testete der Experte sein neues Programm mit Tausenden von Freiwilligen – indem er ihnen Tipps und Vorschläge als Kurznachrichten via Twitter schickte. Die erste „Social-Media-Diät“ war geboren. In dieser Testphase nahmen die Teilnehmer im Schnitt zehn Kilo in sechs Wochen ab. Das heißt umgerechnet in Kleidergrößen: Von 42 auf 38 – und das ist tatsächlich machbar. „Shred funktioniert wirklich“, twitterte eine Frau namens Sheri. „In fünf Wochen habe ich 20 Pfund abgenommen und hatte kein bisschen Hunger. Im Gegenteil: Manchmal habe ich es nicht geschafft, alles aufzuessen.“ Und die 54-jährige Beverly hat sogar noch mehr erreicht: „Ich habe im August angefangen, und jetzt im Dezember bin ich 45 Pfund leichter“, freut sie sich.

Was das Geheimis dieses Plans ist und wie er funktioniert – darüber hat FÜR SIE-Foodchefin und Ökotrophologin Brigitte Kesenheimer exklusiv mit Dr. Ian Smith gesprochen:

Kalorienarmes Essen und Sport – das raten die meisten anderen Programme auch. Was ist neu an Ihrer Shred-Diät?

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Es gibt zwei innovative Prinzipien: Das erste sind die Ess-Abstände. Bei Shred gibt es alle drei bis vier Stunden eine Mahlzeit. Denn einige neue Studien haben gezeigt, dass kleinere, aber regelmäßige Portionen beim Abnehmen helfen. Das zweite Prinzip ist das „Stoffwechsel-Training“. Unser Stoffwechsel reagiert ähnlich wie unsere Muskeln im Fitness-Studio. Wenn man immer mit demselben Gewicht und derselben Zahl an Wiederholungen trainiert, langweilt sich der Muskel. Es tut sich nichts mehr, er braucht neue Reize. Genauso ist es mit unserem Stoffwechsel! Unsere Mahlzeiten sollten ständig wechseln, um ihn in Schwung zu halten. Das heißt: kein Essen oder Getränk zweimal am Tag. Und am nächsten Tag sollte wenigstens die Reihenfolge der Gerichte eine andere sein. Außerdem steht jede der sechs Wochen unter einem anderen Motto.

Wenn wir siebenmal am Tag essen, dann schütten wir doch ständig das Dickmacher-Hormon Insulin aus …

Ja, aber nur in kleinen Mengen. Und das bringt neuen Untersuchungen zufolge mehr für die Figur als starke Schwankungen. Mit vier kleinen Mahlzeiten plus drei Snacks können wir das Insulin im grünen Bereich halten, sodass der Körper auf Fettabbau programmiert wird. Essen wir dagegen zwei große Mahlzeiten mit derselben Kalorienzahl, entstehen riesige Insulin-Wellen. Die Folge: Der Körper schaltet auf „Fett speichern“.

Wie sieht denn so ein Tagesplan aus?

In Woche eins gibt es morgens zum Beispiel ein Eiweiß-Gemüse-Omelett oder Haferflocken mit fettarmer Milch. Plus frisches Obst. Zum Lunch genießt man ein Vollkorn-Sandwich mit Tomate, Salat, Käse und Hühnchen. Dazu: frisches Gemüse. Der Nachmittags-Imbiss kann ein Smoothie oder eine Suppe sein, dazu ein Glas Milch. Abends isst man einen Salat mit Geflügel, Fisch oder Tofu. Dazu kommen dann die Snacks wie 100 g Hüttenkäse mit 100 g Obst, 14 Mandeln oder eine große Möhre.

Suppen und Smoothies gibt’s ja täglich. Wieso ist Flüssignahrung so wichtig?

Der hohe Wasseranteil füllt den Magen mit wenige Kalorien. Vor allem heiße Suppen essen wir langsam und genüsslich – so spüren wir den Satt-Effekt besser. Außerdem kann man gleich eine größere Portion davon machen und sie im Kühlschrank oder Gefrierfach aufbewahren. Und sie sind perfekt zum Mitnehmen ins Büro, auf Reisen oder für den Besuch bei Freunden.

Pro Tag sind drei Snacks erlaubt. Kann ich die auch in Form eines Desserts an die Mahlzeiten anhängen?

Davon rate ich ab. Ich weiß, gerade süße Kleinigkeiten verleiten dazu. Snacks sind für mich aber Brücken zwischen den Mahlzeiten, sie stoppen Heißhunger und halten das Insulin konstant. Deshalb sollten sie nicht Teil der Mahlzeiten sein.

Beim Sport hätte ich so meine Probleme. Fünfmal pro Woche – so viel Zeit habe ich nicht. Was soll ich tun?

Regelmäßige Bewegung gehört zum Abnehmen dazu! Und Bewegung heißt ja nicht immer gleich Sport. Wenn die Zeit knapp ist, einfach mal freiwillig Schnee schnippen oder ordentlich Frühjahrsputz machen. Das sind ebenfalls Workouts. Sonst eher auf Ausdauertraining setzen! Also: Walking, Joggen, Schwimmen, Trampolinspringen, Radfahren, im Fitness-Studio Crosstrainer oder Stepper, Zumba und Aerobic. Das alles bringt unsere Muskeln in Schwung – und sie sind unsere wichtigsten Kalorienverbrenner.

Insgesamt gibt es bei Shred aber ganz schön viele Regeln …

Ja, aber weil die sechs Wochen komplett durchgeplant sind, macht das Programm das Abnehmen besonders leicht. Außerdem gibt es viele Tauschmöglichkeiten. Durch die Regeln lernt man übrigens für später ein neues, gesundes Essverhalten.

 

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