Ernährung

Gute Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind für den Körper lebensnotwendig, doch zu viel ist nicht gut. Es gilt, zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten zu unterscheiden.

Kohlenhydra - Unterschied: Gute und schlechte Kohlenhydrate Gute Kohlenhydrate © iStock/egal

Fett, Salz, Kohlenhydrate - all das ist für den Körper überlebensnotwendig, zugleich aber in großen Mengen schädlich. Bei Fetten gilt es zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren zu unterscheiden. Ähnlich verhält es sich mit den Kohlenhydraten, denn auch bei den Kohlenhydraten lässt sich zwischen "Gut" und "Böse" unterscheiden. Süßes Gebäck und Kekse zählen zur zweiten Gruppe, während Pasta und Vollkornbrot gesunde Kohlenhydrate enthalten.

Low Carb-Diäten

In den 1970er Jahren gab es einen großen Hype um die sogenannten Low Carb-Diäten. Ärzte wie Robert Atkins identifizierten die Kohlenhydrate als den wichtigsten Akteur in der Ernährung eines Menschen. Je weniger Kohlenhydrate der Körper aufnimmt, umso leichter gelingt das Abnehmen, hieß es deshalb. Zunächst klingt das plausibel, denn Kohlenhydrate bestehen aus verschiedenen Zuckerarten. Diese werden im Körper für die Energiegewinnung umgewandelt. Bestandteil der Atkins-Diät ist es, auf Kohlenhydrate weitestgehend zu verzichten, damit der Körper zur Energiegewinnung auf seine Fettreserven zurückgreift. So soll der Fettanteil des Körpers reduziert werden.

Energie braucht der Mensch

Gute Kohlenhydrate

Grüne Gemüsesorten, wie Spinat
Nüssen, wie Walnüssen & Pistazien
Obst, wie Bananen & Weintrauben
Vollkorn-Nudeln und -Reis & Kartoffeln
Bohnen, Bulgur & Hirse
Vollkornbrot & Haferflocken
Soja-Produkte

Was Atkins und Co. nicht bedacht haben: Kohlenhydrate sind für den menschlichen Körper von sehr großer Bedeutung. Insbesondere Menschen, die Sport treiben, brauchen viele Kohlenhydrate, um ihren Energiehaushalt im Gleichgewicht zu halten. Aber auch die weniger Sportlichen brauchen Energie, denn Energie verbraucht der Körper sogar im Schlaf.
Anders gesagt: Reis, Brot und Kartoffeln geben dem Körper Kraft. Selbst hartes Training kann keinen Muskelaufbau bewirken, wenn Kohlenhydrate fehlen. Trotzdem gibt es zum einen leere Kohlenhydrate und zum anderen solche, die viel gute Energie beinhalten.Leere Kohlenhydrate sind beispielsweise in Weißbrot, weißem Reis und hellen Nudeln enthalten. Lebensmittel, die Zucker oder Weißmehl enthalten, werden auch Appetitfallen genannt. Denn sie geben dem Körper schlechte Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel ansteigen und gleich darauf steil abfallen lassen. Daraus resultiert ein gesteigerter Appetit. Wer abnehmen oder sein Gewicht halten möchte, sollte also darauf achten, nicht zu viele dieser leeren Kohlenhydrate aufzunehmen.

Frisch gekocht statt fix und fertig

Schlechte Kohlenhydrate

Raffinierter Zucker: Schoki, Süßes
Weißmehl: Kuchen, Brötchen, Weißbrot
Weizenprodukte: Pizza, Pasta

Gute Kohlenhydrate schlummern dagegen in Vollkornprodukten und Naturreis. Wer sich selbst regelmäßig mit frisch Gekochtem etwas Gutes tut und dabei auf Fertiggerichte und Fast Food weitestgehend verzichtet, nimmt diese positive Energie auf.
Hier gilt: Wer wenig isst, was "fix und fertig" auf den Tisch kommt, wird sich auch seltener "fix und fertig" fühlen. Stattdessen fühlen Sie sich kraftvoll und gesund. Schlanksein und Kohlenhydrate sind kein Widerspruch, nur auf die Dosierung kommt es an. Übrigens: Auch viele Gemüsesorten enthalten gute Kohlenhydrate. Hoch dosiert sind diese in Blumenkohl, Dicken Bohnen, Kichererbsen, Möhren, Sojabohnen und Knoblauch enthalten.

 
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