Gesunde Ernährung

Gutes Fett, böses Fett

Ungesättigte Fettsäuren sind lebenswichtig, gesättigte schaden der Gesundheit. Doch worin steckt was? Und ist die Formel wirklich so simpel? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Verschiedene Speiseöle Gutes Fett, böses Fett © FikMik/iStock

Dass Fett nicht immer ungesund ist, hat sich mittlerweile wohl herumgesprochen. Mehr noch: Der menschliche Körper benötigt Fett, um bestimmte Vitamine und Mineralstoffe überhaupt verarbeiten zu können. Manche Fette sind sogar lebensnotwendig. Prominentestes Beispiel sind hier vermutlich die Omega-3-Fettsäuren, ohne die unser Herz langfristig nicht funktionieren würde. Doch worin ist Omega 3 enthalten und welche Lebensmittel enthalten tendenziell schädliche Fettsäuren? Bei uns bekommen Sie Antworten.

Fette sind unverzichtbar

"Fette bilden mit Proteinen und Kohlenhydraten die drei Grundnährstoffe", sagt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung. Zu den Aufgaben der Fette gehöre dabei der Schutz gegen Kälte ebenso wie die Energiegewinnung. Deshalb kann kein Mensch vollständig auf Fett verzichten. Für die Erkenntnis, dass Lachs gesünder ist als Schweinebraten und Olivenöl bessere Fette enthält als Kartoffelchips, muss man kein Ernährungsexperte sein. Hinter dieser Differenzierung, die die meisten Menschen schon intuitiv richtig machen würden, steckt der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Bei der TLC-Diät sind ungesättigte Fettsäuren Pflichtprogramm.

Auch bei Diäten kommt es auf den Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren an. Wir haben die Top 10 der Diäten für Sie zusammengestellt>>

Für die gesunde Ernährung ist es unerlässlich, zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren zu unterscheiden. Die gesättigten, schlechten Fette stecken in rotem Fleisch, Milchprodukten, Fast Food, salzigem Knabberzeug, Tiefkühlpizza, Keksen und Süßigkeiten. Diese Lebensmittel können bei übermäßigem Verzehr aufgrund ihres hohen Fettgehalts Gefäßerkrankungen verursachen. Ungesättigte Fettsäuren produziert der Körper zum Teil selbst, nämlich die einfach ungesättigten Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren muss jeder Mensch über die Nahrung aufnehmen. Sie stecken in fettreichen Fischen wie Lachs, Makrele und Hering sowie in Avocados, Rapsöl, Soja, Leinsamen und verschiedenen Nüssen, vor allem Walnüssen.

60 bis 80 Gramm Fett pro Tag

Der Körper brauche ungesättigte Fettsäuren für einen aktiven Stoffwechsel, erläutert Dr. Wolfgang Reuter. "Die Verdauungsenzyme können die mehrfach ungesättigten Fettsäuren besser aufspalten und leichter verwerten. Deshalb müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen." Auch für die gesättigten Fettsäuren gilt: Hundertprozentig verzichten kann niemand auf sie. Das ist aber auch gar nicht notwendig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt als Leitfaden für eine gesunde Ernährung 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte dabei bei 16 Gramm (Frauen) bzw. 19 Gramm (Männer) liegen. Ganz auf Fett zu verzichten ist also auch keine Lösung.

Wenn Sie abnehmen möchten oder gar eine Diät planen, sollten Sie sich genauestens über gesättigte und ungesättigte Fettsäuren informieren. Hier finden Sie weitere Informationen, Tipps und Rezepte mit den gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren>>

 
Autor:
Oliver Wasse