Abnehmen

Auf der Suche nach dem Schlank-Code

Warum einige Diäten funktionieren und andere nicht, gab der Wissenschaft bislang große Rätsel auf.

Dauerhaft abnehmen - Leckere und einfache Rezepte um dauerhaft abzunehmen Auf der Suche nach dem Schlank-Code © Thinkstock

Tipps zum Abnehmen
Frau abnehmen

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"Weshalb nehme ich nicht ab?" ist die wahrscheinlich meistgestellte Frage während (und nach) einer Diät. Bisher orientieren sich Essempfehlungen an unserem Alter, unserer sportlichen Betätigung und dem Geschlecht. Doch das allein scheint nicht die Lösung zu sein! Schließlich reagieren wir ja auch alle anders auf herumsausende Pollen, nervigen Lärm oder Sonnenstrahlen. Kein Wunder also, dass eine Freundin auf Low Carb am Abend schwört, während die andere mit Frühstücks-Verzicht abnimmt. Hoffnung macht ein noch junges Forschungsgebiet, die Nutrigenomik. Der Begriff leitet sich ab von Nutrition (Ernährung) und Genom (das sind alle unsere vererbten Zellinformationen). In aufwendiger Detektivarbeit versucht die Wissenschaft zu ermitteln, wie wir unsere Gene am besten „füttern“, um gesund und schlank zu werden beziehungsweise zu bleiben. Die Forscher konzentrieren sich dabei auf die Gene, von denen es unterschiedliche Varianten gibt. Denn sie sind für unterschiedliche Stoffwechselreaktionen auf bestimmte Nährstoffe verantwortlich. Übrigens: Eine der bekanntesten Folgen einer Veränderung im genetischen Bauplan ist die weitverbreitete Laktoseunverträglichkeit.

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Gute Gene, schlechte Gene?

Ein kurzer Überblick, woran die Ernährungsforschung heute intensiv arbeitet – und was wir aus dem aktuellen Wissensstand ableiten können.

Bauplans des Körpers

Unsere Erbsubstanz (das sogenannte Genom) ist wie ein Bauplan, nach dem unsere Körperzellen arbeiten. Bei zwei Menschen gleichen Geschlechts stimmt der Bauplan zu 99,9 % überein. Die Winzigkeit von 0,1 % sorgt also für all die Unterschiede. Erst die komplette Entschlüsselung unseres Genoms vor 13 Jahren macht die heutige Ernährungsforschung möglich.

EU-Projekt Food4me

1200 Männer und Frauen nehmen an der von der EU geförderten Studie teil. Sie untersucht, wie Verbraucher auf personalisierte Ernährung reagieren. Nach der Auswertung ihrer Blut- und Speichelproben erhielten die Testpersonen personalisierte Ess-Empfehlungen. In etwa 6 Monaten sollen die Ergebnisse präsentiert werden.

Gewichtiges Duo

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Einfluss auf unsere Figur können unter anderem Veränderungen an zwei Genen haben: Das derzeit wichtigste ist das FTO-Gen, das im Gehirn unser Hunger- und Sättigungsgefühl steuert. Bei einem Defekt löst es stärkeren Appetit aus. Das zweite bedeutende ist das CD36-Gen. Menschen mit einer untypischen Variante lieben fettreiches Essen – und nehmen deshalb eher zu.

Diät der Zukunft

In einem sind sich die Forscher einig: Mit der Entschlüsselung unseres individuellen Bauplans haben wir keine Wunderformel in der Hand, mit der wir Kilos wegzaubern. Wir verstehen aber bald vielleicht besser, warum beim einen Low Carb oder Low Fat besser wirkt als beim anderen. Und tun uns dann in Zukunft vielleicht leichter mit der Auswahl der zu uns perfekt passenden Diät.

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Autor:
Kathrin Halfwassen