Neue Diät-Methoden

Mit Montignac zur Traumfigur

Schlank und fit ohne nerviges Kalorienzählen, das verspricht die Montignac Methode. Mit viel Gemüse, Fisch und Fleisch zur Bikinifigur. So funktioniert abnehmen nach Michel Montignac.

Schlanke Frau mit viel zu weiter Hose Mit Montignac zur Traumfigur © Strauss/Curtis/Masterfile/Corbis

Ohne Hungern zur Traumfigur – und das trotz wenig Zeit und Alltagsstress? Mit diesem Versprechen sorgte der französische Autor Michel Montignac Anfang der 90er Jahre für Aufsehen. Seine Montignac-Methode ist keine Diät im herkömmlichen Sinne, sondern setzt auf eine langfristige Umstellung der Ernährung ohne lästiges Kalorienzählen.

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Was steckt dahinter?

Bei der Montignac-Methode dreht sich alles um den Insulin- und Blutzuckerspiegel. Sobald wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt, damit diese daraus Energie gewinnen können. Solange die Zellen ausreichend mit Zucker versorgt sind, greifen sie nicht auf Fett zurück, das ebenfalls Energie liefert. Ziel der Montignac Methode ist es deshalb den Insulin- und Blutzuckerspiegel niedrig zu halten, damit Fettpölsterchen schmelzen.

Schokolade erlaubt

Nach der Montignac-Methode kommt es darauf am, die richtige Menge und die richtige Kombination von Kohlenhydraten zu essen. Dafür werden Lebensmittel mit dem „glykämischen Index“ bewertet, abgekürzt „GI“ oder „Glyx“. Dieser gibt an, wie sehr ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel steigen lässt. Anhand des Glyx bewertet Montignac Lebensmittel und teilt sie in „sehr gut“, „gut“ und „schlecht“ ein. Sehr gute Kohlenhydrate haben einen Glyx unter 35. Dazu zählen viele Gemüsesorten wie Karotten oder Tomaten, aber auch Milchprodukte und dunkle Schokolade. Bei guten Kohlenhydraten liegt der Glyx zwischen 35 und 50. Haferflocken zum Beispiel haben einen Glyx von 40, genau wie viele Vollkornprodukte. Zu den schlechten Kohlenhydraten mit einem Glyx über 50 gehören Lebensmittel wie Kartoffeln, weißer Reis und Limonade.

Dos and Dont’s

Glyx unter 35

Diese Lebensmittel zählen mit einem Glyx unter 35 zu den sehr guten Kohlenhydrate-Spendern:

  • Rohe Karotten
  • Äpfel
  • Birnen
  • Aprikosen
  • Erdbeeren
  • Grüne Linsen
  • Milchprodukte
  • Dunkle Schokolade mit über 70 Prozent Kakaoanteil
  • die meisten Gemüsesorten
Vor allem um die sehr guten Kohlenhydrate zu verwerten, braucht der Körper viel Zeit und Energie. Deswegen bleibt der Insulinspiegel niedrig und Fett kann abgebaut werden. Die schlechten Kohlenhydrate dagegen lassen den Blutzucker- und Insulinspiegel in die Höhe schnellen und sollen deswegen gänzlich vom Speiseplan verschwinden. Fleisch, Fisch und fettarme Milchprodukte sind als wichtige Eiweißlieferanten erlaubt.

Die Montignac-Methode sieht höchstens drei Mahlzeiten am Tag vor: ein reichhaltiges Frühstück zum Beispiel mit ungesüßten Haferflocken, ein normales Mittagessen mit Fisch oder Fleisch und ein leichtes Abendessen etwa eine Gemüsesuppe. Wie groß die Portionen dabei sein sollen, schreibt die Montignac-Methode nicht vor.

Die Diät-Phase

Das Montignac-Prinzip besteht aus zwei Phasen. Die erste Phase ist die eigentliche Diät, bei der schlechte Kohlenhydrate verboten sind und Kohlenhydrate mit einem Glyx zwischen 35 und 50 nicht mit Fett kombiniert werden dürfen. Dabei möglichst gesättigte Fettsäuren vermieden. So sollen die Pfunde am schnellsten purzeln. Die Diät-Phase dauert unterschiedlich lange. Sie endet, sobald Sie Ihr Wunschgewicht erreicht haben.

Die Traumfigur halten

In der zweiten Phase geht es darum, das Wunschgewicht zu halten. Jetzt sind auch mal kleine Ausrutscher mit Pellkartoffeln oder Kuchen erlaubt, allerdings sollten Sie weiterhin überwiegend Lebensmittel mit niedrigem Glyx zu sich nehmen. Viele leckere Rezepte helfen dabei, die Montignac Methode in den Alltag zu integrieren und auch mal ohne schlechtes Gewissen zu naschen, zum Beispiel mit Zitronencreme oder Apfelkuchen, die statt mit herkömmlichem Zucker mit Fruchtzucker zubereitet wurden. Die zweite Phase ist zeitlich nicht begrenzt, sondern als dauerhafte Ernährungsmethode gedacht.

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