Schröpfen - Saugnäpfe mit Heilwirkung

Eine uralte Therapieform wird gerade wiederentdeckt: wie Schröpfen hilft und wann man es anwendet

Saugnäpfe schröpfen Schröpfen - Saugnäpfe mit Heilwirkung © Hannes Eichinger - Fotolia

Das Wort „Schröpfen“ signalisiert eine gewisse Brachialität. Doch wenn man sieht, wie solch eine Behandlung vor sich geht, ist man schnell beruhigt. Denn es wirkt eher gemütlich als brutal: Während der Patient mit nacktem Oberkörper bäuchlings auf einer Liege entspannt, hält der Therapeut ein Glasgefäß kurz über eine offene Flamme. Dann setzt er dem Patienten das Gefäß auf den Rücken. Die Flamme hat die Luft im Glas erwärmt und ausgedehnt, beim Aufsetzen auf den Rücken zieht sich die Luft wieder zusammen. Durch diesen Unterdruck entsteht ein Vakuum – das Glas saugt sich an der Haut fest. Dieses sogenannte „Feuerschröpfen“ ist eine traditionelle chinesische Methode, mit der man Muskelverspannungen lösen und zahlreiche Beschwerden lindern kann.

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