Natürliche Pflege
Naturwirkstoffe für die Schönheit
Die Forschung entlockt den Pflanzen immer wieder neue Wirkstoffe. Hier die größten Talente, die uns jünger und frischer aussehen lassen.
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Angelika wird in der Kräutermedizin Engelwurz genannt und mit Ginseng verglichen. Die Extrakte der Wurzeln sind für ihre belebende, entgiftende Wirkung bekannt. Im 10. Jahrhundert brachten die Wikinger sie nach Mitteleuropa, bald darauf sorgte Angelika (übersetzt „Engel“) in Klostergärten für Furore. Die Benediktiner stuften sie als wichtigstes Heilkraut ein, glaubten, sie könne sogar die Pest bekämpfen. Auch in Magenlikören ist Angelika schon lange aktiv, in Cremes kommt sie jetzt groß raus. Sie soll das Feuchtigkeits-Netzwerk der Haut aktivieren und dem Teint so jugendliche Frische verleihen (in der „Angélique“-Serie von L’Occitane).
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Edelweiß steht wegen seiner Seltenheit unter Naturschutz. Aber in kontrolliert biologischen Alpengärten, 1400 Meter über dem Meeresspiegel, wächst es wieder wie wild. Erst vor acht Jahren ist es einem Schweizer Labor gelungen, einen Extrakt aus den samtigen Blüten zu ziehen. Jetzt zeigt die Überlebenskünst - lerin, der weder Kälte noch extreme UV-Strahlung zusetzen, im Cremetiegel ihr Können. Sie schützt die Haut vor schädlichen Umwelt einflüssen und kann dadurch den Alterungsprozess bremsen (in den Serien von Artemis, Fèrmes de Marie, Athanor).
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Buchenknospen regen die Zellaktivität an, sollen die Hautstruktur stärken und so die Oberfläche glätten. Der für die Kosmetik neu entdeckte Wirkstoff kommt aus der Gemmotherapie (griech. „gemmo“ = Knospe). Sie nutzt für die Herstellung von Arzneien nur die heilenden Kräfte junger Pflanzentriebe und Knospen. Jetzt beweisen die Knospen der Buche ihr Können auch in Seren und Cremes. Denn in ihrem Extrakt schlummert die gebündelte Energie des Frühlings, was sie auch zu Anti-Aging-Talenten macht (z. B. in der „Naturalift“-Serie von Melvita).
FÜR SIE EMPFIEHLT
Achten Sie beim Kauf von Naturkosmetik auf die Gütesiegel BDIH, Eco Cert, Eco Control und NaTrue. Sie alle garantieren Bio-Qualität, den Verzicht auf Parabene, Silikone so wie synthetische Farb- und Konservierungsstoffe.
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Holunder inspirierte die Gebrüder Grimm zu „Frau Holle“ – wegen der weißen sternförmigen Blüten. Im wahren Leben besänftigen diese mit den in ihnen enthaltenen Vitaminen A, B, Flavonoiden und Bitterstoffen irritierte Mischhaut. Sie soll durch den Extrakt wieder ins Gleichgewicht kommen und klarer aussehen (in der Serie „Phyto-Balance“ von i+m).
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Kletten verhaken sich beim Spazierengehen gern in Haaren und Kleidern. Aber auch die Menschen hängen seit Langem an ihnen. Hildegard von Bingen bereitete aus ihren Samen einen Wein gegen Nierensteine und mischte aus den Blättern einen mittelalterlichen Detox-Tee. Männer massierten das Öl der Klettenwurzel gegen Haarausfall in die Kopfhaut. Nun wurden die Früchte auch für die Anti-Aging-Pflege entdeckt. Das zu den Phyto-Östrogenen zählende Arctiin beschleunigt den Erneuerungsprozess von Kollagen, die Haut gewinnt an Dichte und Spannkraft (in „DermoDensifyer“ von Eucerin, „pure & natural Anti-Falten Gesichtspflege“ von Nivea).
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Petersilie mag unglamourös klingen, dabei bringt das Kraut den Teint zum Strahlen. Durch Vitamin A und C regt es den Zellstoffwechsel an, Augenschatten und Pigmentflecken sollen so verblassen (in „Aromaessence White“ von Décleor, „Concentré Zone Regard“ von Sisley).
Quitte gehört zu den ältesten Obstarten der Erde. Ursprünglich kommt sie aus Vorderasien. Ihre gesunde Wirkung, unter anderem als Hustenlöser und Magenfreund, sprach sich schnell herum, und so fand die Frucht den Weg nach Mitteleuropa. Hier schätzten die Damen ihren Sirup auch als Haarfestiger, und der Tee aus ihren Samen beruhigte bei Schlaflosigkeit. Die Kosmetik nutzt heute das Quittenwachs. Es umhüllt die Haut mit einem feinen Film und schützt sie wirkungsvoll vor äußeren Einflüssen (z. B. in „Gesichtscreme Quitte“ von Dr. Hauschka und „Quitten Feuchtigkeits-Maske“ von Charlotte Meentzen).
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Zaubernuss ist vielen bekannter unter dem Namen Hamamelis. Sie hilft gut bei unreiner Haut dank ihrer Gerbstoffe, die den Talgfluss reduzieren. Andere innere Werte sind die stärksten natürlichen Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren. Die äußere Power der haselnussartigen Büsche ist auch nicht ohne. Im Sommer schleudern sie ihre harten Kapseln mit den Samen bis zu zehn Meter weit – und können so für blaue Flecken sorgen. („Bio Zaubernuss“ von Logona, „Linie F“ von Susanne Kaufmann).
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Trauben sind die ultimativen Beauty-Talente. Fast jeder Teil von ihnen ist im Tiegel ein Gewinn: Ihre Kerne stecken voller Procyanidin, das die Zellen noch effektiver schützt als Vitamin E. Und die Schale enthält den gefeierten Pflanzenstoff Resveratrol, der das Leben der Hautzellen nachweislich verlängert und zu den wirksamsten Anti-Age-Wirkstoffen zählt (z. B. in allen Serien von Caudalie, in „Skin Ergetic“ von Biotherm).

















