Beauty
Das schmeckt Haut & Haar
Ein strahlender Teint, weniger Falten, festeres Bindegewebe – wer sich für die richtigen Lebensmittel entscheidet, kann den Alterungsprozess gezielt austricksen
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ANTI-AGE-TALENT
Dem gehaltvollen Gemüse haben die Asiatinnen ihren glatten Teint zu verdanken
Ob als Sprossen, Bohnen, Tofu oder Drink – Soja steckt voller Phytoöstrogene wie Genistein, die durch ihre hormonähnliche Wirkung den Alterungsprozess ausbremsen. Hochwertiges Protein, einer der wichtigsten Bausteine des Körpers, stärkt gleichzeitig die Bindegewebsfasern. Die vielen ungesättigten Fettsäuren im Soja senken den Cholesterinspiegel und tragen dazu bei, dass sich Arterien nicht verengen. Die bessere Durchblutung kommt auch der Nährstoffversorgung der Haut zugute. Achtung: Rohe Sprossen kann der Körper nicht verwerten, deshalb immer erst blanchieren.
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SCHUTZ-GENIES
Lykopin, der rote Tomatenfarbstoff, ermöglicht eine Fülle von Abwehr- und Reparaturarbeiten
Vor allem ist er ein superstarkes Antioxidans, das die Entstehung freier Radikale, die sich durch Umweltgifte oder UV-Strahlen bilden, wirkungsvoll hemmt. Freie Radikale greifen die Zellen permanent an, schädigen sie, lassen sie absterben. Die Folge: Unsere Haut altert viel zu früh. Wer die volle Anti-Age-Wirkung des Lykopins genießen will, sollte regelmäßig Speisen mit Tomatenmark, -soße, -suppe, Ketchup & Co. zu sich nehmen. Darin ist die Konzentration höher als in frischen Tomaten, weil erst durch die Erhitzung die Zellhüllen aufbrechen und den Turbostoff freisetzen.
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FIGURWUNDER
Das Gemüse aus dem Meer kurbelt Durchblutung und Fettstoffwechsel an
Algen enthalten mehr Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente als jedes andere Naturprodukt. Die filtern sie für ihr Wachstum aus dem Wasser und lagern sie ein. So ausgestattet, können sie sich gegen eine Vielzahl von schädlichen Einflüssen wehren. Diese Power kommt auch unserem Organismus zugute. In Japan beispielsweise leben die Menschen weltweit am längsten. Hier steht die Wasserpflanze täglich auf dem Speiseplan, egal ob als Miso-Suppe, Würzpaste oder Hülle für Sushi. Erwiesen ist, dass Algen nicht nur das Immunsystem stärken und den Kreislauf regulieren. Sie bringen den Körper in Bestform und straffen die Haut, weil sie Zellen und Bindegewebsfasern regenerieren. Ihr hoher Jodgehalt regt den gesamten Stoffwechsel, also auch den der Fettzellen an. Das sorgt für eine bessere Mikrozirkulation, entgiftet und entschlackt.
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FITMACHER
Magnesium und Vitamin C liefern neue Power, Kalium entwässert
Nur 13 Kalorien auf 100 Gramm Fruchtfleisch – das ist Rekord im Obstregal. Beim Abnehmen hilft neben Kalium vor allem das eiweißspaltende Enzym Papain. Es regt den Stoffwechsel an, macht die Papaya zum Verdauungshelfer. Sogar nach einer schweren Mahlzeit unterstützt die Frucht als Dessert genossen die Darmarbeit. Außerdem ist im Fleisch fast keine Fruchtsäure vorhanden, was sie besonders magenfreundlich macht. Vom Power-Vitamin C enthalten Papayas 84 Milligramm pro 100 Gramm – mehr als Orange oder Kiwi.
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SLIM-FRUCHT
Ideale Alternative bei Heißhunger auf Süßes – und das mit Sattmacher-Effekt
Wenn der Blutzuckerspiegel sinkt, nicht zum Schokoriegel greifen, sondern zur Feige. Egal ob frisch oder getrocknet. Sie beruhigt durch viel Magnesium, liefert viele Kohlenhydrate für das Gehirn und reichlich Ballaststoffe, die wirksam den Hunger vertreiben. Außerdem beugen Feigen der Übersäuerung des Körpers vor, zum Beispiel bei zu viel Fleisch. Eine große Portion verdauungsfördernder Enzyme sorgt für eine gute Entschlackung. Schon im Altertum waren Feigen zusammen mit Oliven, Weintrauben und Weizen das wichtigste Nahrungsmittel und wurden sogar als Heilfrucht angesehen. Weil sie während ihrer Wachstumsphase viel Sonne tanken, stecken die kalorienarmen Früchte voller Vitalstoffe: 11 Vitamine, 14 Mineralstoffe, 14 Aminosäuren. Tipp: morgens in Müsli oder Joghurt schnippeln.
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KRAFTPAKETE
Sie spenden der Haut Fett von innen und vertreiben so die Trockenheit
Nicht Dickmacher wie Schweinshaxe oder Butter versorgen die Haut optimal mit geschmeidig haltendem Lipid (Hautfett), sondern Linolsäure. Walnüsse sind eine perfekte Quelle dafür. Die ungesättigte Fettsäure stärkt die Kittsubstanz der Haut, die Ceramidschicht, und stabilisiert den Zellaufbau. Schuppige Haut wird geschmeidiger, das gilt auch für die Kopfhaut. Zusätzlich reguliert die Fettsäure den Cholesterinspiegel, schützt die Arterien vor Verkalkung, und der hohe Gehalt an Vitamin E macht die Hautbarriere widerstandsfähiger. Wie gesund Walnüsse sind, beweist eine aktuelle Studie der Harvard- Universität: Wer über längere Zeit täglich fünf Walnüsse isst, verringert das Herzinfarkt- Risiko und verlängert sein Leben um bis zu fünf Jahre. Zu viel sollte man jedoch nicht davon knabbern: 100 Gramm Nüsse liefern rund 700 Kalorien.
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ZELLSCHÜTZER
Ob UVStrahlen oder Umweltgifte – die Beeren wehren sie wirksam ab
Verantwortlich dafür ist der sekundäre Pflanzenstoff Resveratrol. Wie Forscher jetzt herausgefunden haben, mindert er im Zusammenspiel mit weiteren effizienten Inhaltsstoffen der Trauben (Phenole, B-Vitamine, Folsäure) Zellschädigungen, er hemmt Entzündungen und stärkt die Immunabwehr. Dabei steckt in roten Trauben entschieden mehr von dem Jungmacher als in hellen, egal ob man die frische Frucht genießt oder ein Glas Rotwein trinkt. Wer keinen Wein mag: Auch roter Traubensaft enthält Resveratrol.
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STARKMACHER
Die richtigen Kohlenhydrate – ein Jungbrunnen für Haut, Haare, Nägel
Hautfeind Nummer eins sind Kohlenhydrate mit hohem glykämischem Index wie Weißmehlprodukte oder Süßigkeiten. Sie gehen sofort ins Blut und bewirken in der Bauchspeicheldrüse einen starken Insulinausstoß. Das treibt im Zusammenspiel mit Zucker den Zellstoffwechsel an, zellschädigende, entzündungsfördernde Stoffe zu produzieren. Mit Vollkornprodukten kann man gegensteuern. Sie enthalten wertvolle Ballaststoffe, Mineralien wie Eisen, Zink, Kupfer und viel B-Vitamine wie Biotin, das wichtig ist für kräftiges, glänzendes Haar und starke Nägel. Einkaufstipp: Sauerteig ist die bessere Basis eines Vollkornbrotes als Hefeteig. Denn das Vollkornmehl enthält Phytin – eine Substanz, die Mineralstoffe bindet, sodass der Körper sie schlechter aufnehmen kann. Beim Sauerteig wird das Phytin von Enzymen abgebaut.







Quelle: Für Sie, Ausgabe 07/2009