Der Traum vom Baby Letzte Chance: Künstliche Befruchtung?

Für viele Paare geht der Kinderwunsch auf natürliche Weise leider nicht in Erfüllung und eine künstliche Befruchtung bietet oft die letzte Chance auf ein Baby. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung es gibt, und was auf alle Fälle zu beachten ist, damit der Traum vom Baby endlich wahr wird.

Frau zeigt ihren Schwangerschaftstest - Finden Sie hier Antworten auf 5 Fragen zur künstlichen Befruchtung Letzte Chance: Künstliche Befruchtung? © dolgachov/iStock

Der richtige Partner ist gefunden und das einzige, was dem Liebesglück noch fehlt, ist ein Baby. Doch nach einer langen Phase des Probierens will es einfach nicht funktionieren und Frust kommt auf. Gründe für das Ausbleiben einer Befruchtung gibt es viele. Ob die Frau oder der Mann körperlich nicht in der Lage ist, ein Kind zu zeugen, kann der Arzt herausfinden. Doch ganz egal woran es liegt, gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts und ein starker Zusammenhalt ist mehr gefragt denn je. Gemeinsam begibt man sich auf die Suche nach einer alternativen Befruchtungsmethode und stößt auf die erfolgsversprechenden Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung, die bereits viele Paare zuvor zu Eltern machten.

Die Entscheidung für eine künstliche Befruchtung ist keine leichte: Eine emotionale Zeit gespickt mit neuen Gefühlen und Ängsten, liegt vor jedem Paar, das sich dafür entscheidet. Obendrein scheint die Thematik der künstlichen Befruchtung sehr umfangreich und kompliziert zu sein. Wissenschaftlich gesehen ist die künstliche Befruchtung ein medizinischer Eingriff zur Herbeiführung einer Schwangerschaft - klingt eigentlich ganz simpel, aber da steckt noch viel mehr dahinter. Um etwas Klarheit zu schaffen, klären wir hier die 5 wichtigsten Fragen zur künstlichen Befruchtung.

1. Wie funktioniert die künstliche Befruchtung mit IVF?

IVF steht für In-vitro-Fertilisation. Wie der Name schon vermuten lässt, erfolgt diese Art der Befruchtung in einem Gefäß im Labor. Vor der Behandlung werden der Frau Medikamente verschrieben, die den Körper dazu veranlassen, mehr Eizellen zu produzieren als üblicherweise. Sind genügend Eizellen reif, werden sie der Frau entnommen. Dann spendet der Mann sein Sperma. Ist er körperlich nicht in der Lage zu ejakulieren, werden die Spermien direkt aus dem Hoden entnommen. Im Reagenzglas treffen dann Eizellen und Spermien aufeinander, wobei die Spermien den Weg zur Eizelle allein finden.

2. Wir funktioniert die künstliche Befruchtung mit ICSI?

ICSI steht für intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Diese Methode der künstlichen Befruchtung ist der In-vitro-Fertilisations-Methode sehr ähnlich.

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Der einzige Unterschied besteht darin, dass das Sperma direkt in die Eizelle gespritzt wird und nicht erst den "richtigen Weg" suchen muss. Es kommt oft vor, dass Spermien gemindert bewegungsfähig oder einfach nicht fit genug sind, um das Ziel zu erreichen. Durch die Injektion des Spermas in die Eizelle wird gewährleistet, dass die Spermien auch wirklich dort ankommen, wo sie hingehören. Dieser Vorgang geschieht in einer Petrischale im Labor.  

3.  Was passiert bei der Insemination?

Die Insemination ist die gängiste Form der künstlichen Befruchtung und wird direkt im Unterus der Frau durchgeführt. Währen der Insemination werden der Frau die Spemien direkt in die Eizelle gespritzt. Den Eingriff kriegt sie bei vollem Bewusstsein mit.

4. Welche Voraussetzungen müssen für eine künstliche Befruchtung erfüllt sein?

Deutschland, insbesondere die Krankenkassen, nehmen die Voraussetzungen für eine künstliche Befruchtung sehr ernst. So müssen Mann und Frau verheiratet sein - sind sie es nicht, brauchen sie eine Bescheinigung der Ethikkommission der Ärztekammer und bekommen keine finanzielle Bezuschussung der gesetzlichen Krankenkassen. Außerdem darf der Frau nur das Sperma des eigenen Mannes injiziert werden, schwerwiegende Krankheiten sollten ausgeschlossen werden, und die Frau darf zum Zeitpunkt der Befruchtung nicht älter als 40 Jahre alt, der Mann nicht älter als 50 Jahre alt, und beide nicht jünger als 25 Jahre alt sein.

5. Welche Risiken gibt es?

Während der Hormontherapie zur Stimulierung der Eizellen kann es bei der Frau zu Stimmungsschwankungen kommen. Außerdem kommt es oft vor, dass sich Übelkeit als Nebenwirkung einstellt. Besonders unangenehm wird es, wenn die Frau Atemnot bekommt und über Schmerzen im Bauch klagt. Sind die Nebenwirkungen nicht mehr tragbar, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Auch ein operativer Eingriff birgt immer Risiken, denen man sich bewusst sein sollte. Nicht außer Acht zu lassen, ist die seelische Belastung und die Angst zu versagen: In der Partnerschaft, auf der Arbeit und auch im persönlichen Umfeld kann es zu Anspannungen kommen. Während der Behandlung kann die Frau 24 Stunden am Tag Gefühls-Achterbahn fahren und selbst, wenn die künstliche Befruchtung funktioniert hat, ist nicht klar, ob das Kind gesund auf die Welt kommt - es muss mit einer Fehlgeburt gerechnet werden.

Last but not least stellt ein Eingriff auch eine finanzielle Belastung dar, gerade, wenn es beim ersten Mal nicht gleich geklappt hat und man auf einen zweiten Versuch hofft.

Tipp für alle Paare:

Haben Sie sich für eine künstliche Befruchtung entschieden, sollte unbedingt über einen Plan B nachgedacht werden. Es ist es wichtig, alle möglichen Szenarien zu durchdenken (was wäre, wenn...). Schmieden Sie Pläne für das Leben nach einer misglückten Befruchtung. Auf diese Weise bleiben Sie der Realität nah, fühlen sich stark und erhöhen mit einer positiven Einstellung die Chancen auf eine komplikationsfreie Befruchtung und Schwangerschaft.

 
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