Signale des Körpers 6 Anzeichen einer bevorstehenden Geburt

Zum Ende der Schwangerschaft wird es für viele Paare spannend: Wann kommt denn nun das Baby? Wer auf seinen Körper hört, der kann die Anzeichen einer bevorstehenden Geburt richtig deuten.

Eine hochschwangere Frau hält ihren Bauch. Sie erkennt erste Anzeichen einer bevorstehenden Geburt. 6 Anzeichen einer bevorstehenden Geburt © FocusInClose/iStock

Neun Monate tragen Sie jetzt schon Ihr Baby in Ihrem Bauch - neun lange Monate, in denen das Kind im Mutterleib ordentlich gewachsen ist. Zum Glück rückt der Geburtstermin immer näher und die körperlichen Beschwerden, wie beispielsweise Rückenschmerzen, werden schon bald vergessen sein. Doch gerade beim ersten Kind fragen sich viele Frauen, wie lange es noch dauern wird, bis zur Geburt und ob es erste Anzeichen gibt, die eindeutig sagen: "Achtung, bald geht's los!". 

Erkennen Sie anhand dieser sechs Anzeichen einer bevorstehenden Geburt, wann es Zeit wird, ins Krankenhaus zu fahren und in welcher Situation Abwarten lohnenswert ist. Egal in welcher Phase Sie sich gerade befinden, gehen Sie die Dinge mit Ruhe an und üben Sie so wenig Stress wie möglich auf sich und das Baby aus. 

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Anzeichen der bevorstehenden Geburt

1. Große Unlust macht sich breit 

Sie haben Ihre Schwangerschaft in vollen Zügen genossen, finden aber, dass es jetzt langsam an der Zeit ist, den kleinen Mitbewohner aus seiner engen Behausung zu befreien? Sie haben keine Lust mehr, schwanger zu sein und freuen sich darauf, Ihren Körper bald wieder ganz für sich allein zu haben? Und obendrein verursacht jede noch so kleine Bewegung des Kindes höllische Schmerzen? Dann können wir Sie beruhigen. Diese allgemeine Unlust und der Platzmangel im Bauch sind die ersten Anzeichen der bevorstehenden Geburt. Statt zu fluchen, genießen Sie lieber die letzten Tage der Schwangerschaft und retten sich in Vorfreude. 

2. Schlaf- und Appetitlosigkeit 

Klar, man kann sich Gemütlicheres vorstellen als mit einer dicken Kugel vorm Bauch ins Bett zu hüpfen - geschweige denn durchzuschlafen. Neben dem körperlichen Handycap hört auch der Kopf einfach nicht auf zu grübeln: Wie wird die Geburt verlaufen? Ist das Kind gesund? Was, wenn ich mein Baby nicht liebe? Fragen über Fragen - da bleibt kaum Zeit für Schlaf. Auch der Appetit nimmt sich in den letzten Tagen der Schwangerschaft zurück. Der Körper bereitet sich auf die bevorstehenden Anstrengungen vor und kann eines dabei ganz und gar nicht gebrauchen: den Verzehr großer Mahlzeiten, deren Verdauung übermäßig viel Energie frisst. 

3. Der Magen und der Darm spielen verrückt 

Ungefähr eine Woche vor der Geburt fängt der Verdauungstrakt an zu rebellieren. Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall sind unangenehme Anzeichen, die den fiesen Wehenhormonen zu schulden sind. Der Hormonspiegel der Frau fährt zwar während der gesamten Schwangerschaft Achterbahn, doch gerade zum Ende hin wird es noch einmal unangenehm. Die Produktion der Wehenhormone ist allerdings sehr wichtig für den Fortschritt der Geburt und fördert die Entwicklung der Wehen. Da hilft es, einfach cool zu bleiben und immer in der Nähe einer Toilette zu verweilen. 

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4. Das Einschießen der Vormilch

Nicht nur der Bauch hat in der Schwangerschaft an Umfang gewonnen, auch die Brüste sind einige Wochen vor der Geburt groß und fest. Die Milchproduktion läuft auf Hochtouren, denn das Neugeborene wird sich nach Geburt erst einmal stärken müssen. Die Generalprobe ist geglückt, sobald einige Tage vor der Geburt vereinzelt gelbliche Tropfen Muttermilch aus der Brustwarze hervorgehen. Die sogenannte Vormilch ist ein sicheres Zeichen dafür, dass das Baby sehr bald das Licht der Welt erblicken wird. 

5. Senkwehen bringen die Geburt in Schwung 

Schwangere Frauen fürchten sich oft vor den Schmerzen der Wehen. Damit der Schmerz der Wehen nicht plötzlich von Null auf Hundert ansteigt, hat die Natur vorgesorgt: Bevor die ersten Wehen einsetzen, sorgen sogenannte Senkwehen ab der 36. Schwangerschaftswoche dafür, dass sich das Baby dreht und sein Köpfchen tief in das Becken sinkt. Ein eindeutigeres Vorzeichen als Senkwehen gibt es nicht. Also tief durchatmen und schon mal mental auf echte Wehen vorbereiten. 

6. Blasensprung und los geht's! 

Sobald die Fruchtblase platzt, können Sie mit sehr großer Sicherheit davon ausgehen, dass Ihr Baby in den nächsten 24 bis 48 Stunden auf die Welt kommen wird und Sie und Ihr Partner endlich Eltern werden. Auch wenn der Muttermund nach dem Blasensprung oft einige Zentimeter geöffnet ist, heißt es, Ruhe bewahren: Setzen die ersten heftigeren Wehen in einem Abstand von acht bis zehn Minuten ein, ist das das Zeichen dafür, sich langsam anzuziehen und dann ab ins Krankenhaus. Wer sich für eine Hausgeburt entschieden hat, der informiert die Hebamme. 

Lieber einmal mehr als zu wenig: Vorzeitige Wehen, ein vorzeitiger Blasensprung oder andere Komplikationen sind werdenden Müttern oft ein Grauß. Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas mit Ihnen und dem Baby nicht stimmt, ist ein Anruf beim Gynäkologen oder auf der Geburtsstation nie verkehrt. 

 
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