Aufräum-Tipps Endlich Ordnung!

Weil wir manchmal echt zu faul zum Suchen sind, haben wir Andrea Kaden um Rat gefragt. Sie kennt die wirksamsten Tricks, um Schränke und Schubladen in den Griff zu kriegen. Chaos-Killer mit System-Garantie!

Endlich Ordnung! © istockphoto

So viele Schuhe – aber wo ist bloß die fehlende Abendsandale, die das Outfit heute Abend perfekt machen soll? Wer sich jetzt wiedererkennt, gehört wahrscheinlich nicht gerade zu den geborenen Ordnungsfanatikern. Unordentlichkeit ist zwar ein verzeihlicher Charakterzug, kann aber auch echt nerven – und kostet wertvolle Lebenszeit, die wir auf der Suche nach dem Kellerschlüssel, der EC-Karte oder der Küchenschere verplempern. Wer genug hat vom ewigen Suchen, dem helfen Profis wie Andrea Kaden (44), deren Firma „Zeitgewinn Hamburg“ auf perfekte Büro organisation spezialisiert ist. Uns hat sie verraten, wie auch zu Hause alles seinen Platz findet!

Auf dem Schreibtisch

Vor der Ordnung steht die Entscheidung: Was will ich behalten, was kann weg? Denn damit das Aufräumen dauerhaft Erfolg hat, müssen Sie zunächst dafür sorgen, dass ab sofort alles seinen sinnvollen Platz hat. Denn: „Liegt erst mal etwas herum, kommt immer mehr dazu“, weiß die Expertin. Damit der Schreibtisch nicht unter Papierbergen verschwindet, ist es sinnvoll, die Post in drei Kategorien zu unterteilen: Erledigen (z. B. Rechnungen), Abheften (z. B. Kontoauszüge), lesen (z. B.: die neue FÜR SIE). Richtig Spaß macht die Ordnung, wenn Sie sich dafür schönes Zubehör gönnen: hübsche Ordner oder einen besonders edlen Locher.

Auf der Flurkommode

Beobachten Sie sich doch mal ganz bewusst, wenn Sie nach Hause kommen – was tun Sie zuerst? Und was brauchen Sie sinnvollerweise, um nicht alles einfach da fallen zu lassen, wo Platz ist? Aus dieser Überlegung leiten sich Ideen für den Flur ab: z. B. ein Schlüsselbrett, ein Haken für die Handtasche, ein Regal für Schuhe, ein Sammelkörbchen für Kassenbons oder Rabattcoupons, Zettel und Stift gleich neben dem Anrufbeantworter. „Es ist wie mit guten Vorsätzen“, weiß Andrea Kaden. „Der erste Schritt ist leicht, schwierig ist es durchzuhalten!“ Übrigens: Ihren Klienten hängt die Expertin manchmal ein Bild eines tipptopp aufgeräumten Zimmers an die Pinnwand – als kleine Motivationshilfe.

In der Küchenschublade

Wahrscheinlich findet man sie in jeder Küche: die Schublade für die Dinge, die nirgendwo sonst einen Platz haben – Gummibänder, Ceranfeldkratzer, abgebrochene Bleistifte, ausgerissene Rezepte und ein buntes Plastikding, von dem man nicht mehr weiß, wozu es dient. Auch hier steht erst mal eine Entscheidung an: Was davon brauchen Sie wirklich? Was wandert in den Müll? Was überlebt, kommt wieder in die Schublade – die jetzt aber in verschiedene Fächer unterteilt ist (z. B. mit Modulen für Besteck, Ikea). Entwerfen Sie eine grobe Ordnung – „nicht zu kleinteilig, sonst müssen Sie zu lange überlegen, was wohin kommt“, rät Andrea Kaden. Und wenn sich das Chaos kleine Bereiche Ihres Zuhauses zurückerobert – nicht aufgeben! „Ordnung ist wie Sport“, so die Expertin: „Man muss zuerst trainieren, um richtig gut zu sein!“

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