So wohnen Sie sich glücklich Einrichtungstipps

Schon ein Wasserhahn kann so aufheiternd sein wie ein Sonnentag – wenn wir seine Form lieben. Wohnpsychologen verraten, worauf es beim Zuhause-Gefühl ankommt. Und warum Trends dabei keine Rolle spielen

Einrichtungstipps Einrichtungstipps © Regina Gerken

Den ganzen Tag über prasseln Eindrücke auf uns ein. Manche sind anregend, viele anstrengend. Irgendwo müssen wir sie sortieren, uns sammeln, runterkommen. Das eigene Zuhause als geschützter Raum für die Seele wird immer wichtiger. Experten der verschiedensten Disziplinen – Psychologen, Designer, Philosophen – sind sich einig: Wie wir uns fühlen, hängt in großem Maße davon ab, wie wir wohnen.

Doch so wie Beziehungen zwischen Menschen durch schleichende Missstimmungen in Schieflage geraten, kann auch das Verhältnis zu unserem Zuhause gestört sein – und damit unsere allgemeine Stimmungslage. „Die eigene Wohnung wirkt sich mindestens so stark auf unser Wohlbefinden aus wie das Wetter“, sagt der Philosoph Alain de Botton, Autor des Buches „Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein“. Jonathan Adler, Designer aus New York, formuliert es drastischer: „Eine Wohnung kann wie eine Dosis Antidepressiva sein!“

Der Münchner Wohnpsychologe Uwe Linke rät daher dringend, sich mit dem eigenen Stil auseinanderzusetzen, um so mehr Wohlgefühl zu erzeugen: „Wenn uns eine Wohnung nicht entspricht, dann kostet das viel Energie und löst Spannungen aus.“ Wohnen denn viele Menschen falsch? „Ja, denn die meisten haben kein Konzept, wie sie ihre Wünsche, zum Beispiel nach Ruhe, Geborgenheit, Platz, mit den vorhan - denen Möglichkeiten zusammenbringen“, so Linke. „Viele stellen die Dinge von Umzug zu Umzug wieder genauso auf wie gehabt und sind nicht bereit, etwas wegzuwerfen oder umzugestalten.“ Dabei kann jeder mit wenigen, aber entscheidenden Veränderungen sein Glück selbst in die Hände nehmen. FÜR SIE hat fünf entscheidende Tipps und Schritte zusammengestellt.

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