DIY für den Garten

Tipps: Kompost richtig anlegen

Nach dem Sommer sind wieder viele Blätter und Äste geschnitten worden. Den Abfall müssen Sie aber nicht in den Hausmüll werfen. Wenn Sie einen Komposthaufen im Garten anlegen, haben Sie nicht nur einen guten Platz für die Reste vom Schnitt, sondern auch fruchtbare neue Erde für das nächste Jahr.

Kompost wird mit Küchenabfällen aufgefüllt Tipps: Kompost richtig anlegen © I Love Images/Corbis

Der richtige Platz für den Kompost

Damit Ihr Kompost auch gut vor sich hin rotten kann, ist die Lage des Komposthaufens ausschlaggebend. Feuchtigkeit und Temperatur spielen eine große Rolle. Wenn der Kompost zu sehr in der Sonne steht, trocknet er zu schnell aus. Außerdem hindern zu große Temperaturschwankungen im Inneren eine effektiven Verrottung. Genauso behindert ständiger Schatten den Prozess. Suchen Sie also für Ihren Komposthaufen am besten einen Platz im Halbschatten. Bestenfalls sollte dieser Platz windgeschützt sein, unter Bäumen oder Hecken.

Der Kompostbehälter

Beim Ansetzten des Komposts gibt es viele Möglichkeiten. Die billigste Art und Weise ist die sogenannte „Miete“. Hier schütten Sie den Haufen einfach auf. Eine Einfassung aus Holz hilft Platz zu sparen. Befüllen Sie den Haufen bis er voll ist und decken Sie alles mit Stroh und Grasschnitt ab. Ein Schnellkomposter oder Thermokomposter tut das, was sein Name sagt. Er unterstützt das schnelle Verrotten des Abfalls. Eindeutieger Nachteil ist, dass durch die wenige Belüftung schnell Fäulnis auftritt, besonders dann, wenn Sie viel feuchte Küchenabfälle einfüllen. Zudem kann kein Regen hineingelangen, sodass Sie trockenes Material notfalls gießen müssen. Ein großer Vorteil dieser Behälter ist, dass Ratten und Mäuse keine Chance haben, in den Kompost einzudringen.

Grundsätzlich gilt: Sie brauchen mindestens zwei Behälter. In einem findet der Verrottungsprozess statt. Hier kann der Kompost ruhen. In den zweiten Behälter können Sie frische Abfälle einfüllen.

Das Kompostmaterial

Balkon

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Im Herbst sollten Sie Ihr gesammeltes Grünzeug aus dem Sommer mit neuem, zerkleinerten Material zu einem offenliegenden Komposthaufen aufsetzen. Mischen Sie etwa drei Prozent fertigen Kompost bei. Dieser enthält alle notwendigen Mikroorganismen, um die Rotte in Gang zu setzten. Zudem schütten Sie etwa zehn Kilogramm Gesteinsmehl und Hüttenkalk dazu. Das Gesteinsmehl verhindert die Geruchsbildung und reichert Kompost mit Mineralien an. Der Kalk bindet bei der Rottung organische Säuren. Als unterste Lage füllen Sie eine bis zu 20 cm dicke Schicht an grobem Material, z.B. kleine Zweige, auf. Darauf kommen Garten- oder Küchenabfälle. Sie sollten das Material vor der Kompostierung zerkleinern.

Unser Tipp: Je kleiner das Material, desto schneller verrottet es.

Nach dem Ansetzten des Haufens wird sich der Kompost auf 50 bis 60 °C erwärmen. Dadurch werden Krankheitskeime vernichtet. Sobald die Temperatur im Mietenkern abgekühlt ist, sollten Sie das Äußere nach innen umlagern. Bedecken Sie danach wieder alles mit Stroh. Nach einem halben bis einem Jahr sollte Ihr Kompost als Dünger verwendbar sein. Nach einem bis zwei Jahren entsteht Gartenerde.

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Unser Tipp: Nicht zu viel Laub auf den Kompost! Der Kompost sollte maximal 20 Prozent Laub enthalten. Das Laub mancher Bäume verrottet sehr langsam (Eichen, Platanen oder Walnussbäume). Sie sollten die Blätter zerkleinern, bevor Sie diese auf den Kompost geben. Gleiches gilt für frischen Rasenschnitt. Rasen enthält viel Wasser und mangels Sauerstoff kann das Gemisch leicht faulen.

Kompost aus Haus- und Gartenabfällen

Grundsätzlich sind fast alle organischen Abfälle aus Küche und Garten für Ihren Kompost geeignet. Gemüse, Tee- und Kaffeesatz, Obst, Eierschalen. Nicht geeignet ist Fleisch! Dieses lockt Ratten an. Auch Knochen, chemisch behandelte Obstschalen, samentragende Kräuter, kranke Pflanzenteile sollten lieber im Müll entsorgt werden.

 
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Autor:
Julia Rosicki