Balkon und Garten

Neue Gartentrends für 2015

Die Trends der Gartensaison 2015: Priorität hat nicht mehr besonders viel und ausgiebige Gartenarbeit, sondern Relaxen. Wer hätte das gedacht!

Frau liest und entspannt in der Hängematte im Garten Neue Gartentrends für 2015 © Kris Ubach and Quim Roser/cultura/Corbis

Zeig mir deinen Garten und ich sage dir, wer du bist: Wenn es um das eigene Grün geht, hat jeder seine ganz eigene Vorstellung. Der Trend im Jahr 2015 geht jedoch in eine ganz neue Richtung, viel Deko und aufwendige Pflege sind nicht mehr so wichtig. Gärtnern ist zwar in, aber nur ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“. Die Farben werden schlicht gehalten, es wird sparsamer gepflanzt. Moderne, zurückhaltend gestaltete Grünanlagen wirken aufgeräumt, und das allerwichtigste bei diesem Trend ist: Der Garten sollte wenig Arbeit machen! Viele nutzen ihren Garten als alternativen Urlaubsort und deswegen größtenteils auch als ein Ort der Entspannung. Das Auge soll auch entspannen können, deswegen ist es wichtig, die Gartengestaltung nicht ganz hintüber fallen zu lassen.

Daraus lässt sich schließen, dass Naturgärten absolut im Trend sind. Aber auch Bio-Gärten sind gern gesehen. Da der Trend immer weiter zu einem gesunden Lifestyle geht, bauen viele Gartenbesitzer einen Obst- oder Gemüsegarten an. Für viele ist das selbst angebaute Gemüse und Obst nicht nur gesund, sondern auch ein Hobby. Auch Grillen ist und bleibt ein absoluter Gartentrend. Es ist nicht nur superlecker, sondern auch gesellig und man kann auf Kochen in der Küche bei viel zu heißen Temperaturen verzichten.

Mehr entspannen und relaxen

Um sich im eigenen Garten richtig entspannen zu können, muss man sich natürlich richtig wohlfühlen. Eine Leseecke, eine Gartenliege oder ein Strandkorb dienen zum vollständigen Loslassen des Alltags. Da viele ihren Garten im Sommer wie einen kleinen Urlaubsort betrachten, kann auch Sand oder Kies das richtige Ambiente schaffen. Auch gefragt in dieser Saison sind Installationen mit Wasser. Viele Gärten verfügen über einen Teich, einen Brunnen oder Wasserspiele. Besonders schön ist es, wenn sich die Sonne an der Wasseroberfläche spiegelt. Diese Schlichtheit gibt dem Garten eine schlichte, aber sehr elegante Ausstrahlung. Gartenarbeit ist in dieser Saison zweitrangig, denn erste Priorität hat definitiv, den Ausgleich zum Job zu finden und sich nach der Arbeit oder am Wochenende einfach fallen zu lassen und zu relaxen. 

Pflanzen

Ganz nach dem Motto „Entspannung“ wird es auch mit den Pflanzen ruhig gehalten. Es wird weniger und schlichter gepflanzt. Total im Trend sind weiße Blumen, und was nicht mehr dazu passt, kommt weg. Dieses Jahr zeigt der Garten Minimalismus statt Blütenpracht. Statt Blumen wachsen verschiedene Gräser in den Beeten. Sie sind leicht zu pflegen und robust. Dank der immer größer werdenden Nachfrage gibt es in den Baumärkten eine wachsende Auswahl der verschiedenen Gräser. Wer doch zu Blumen greift, sollte die Knollenbegonie oder Herzblattlilien bevorzugen. Diese Arten sind total im Kommen, haben aber sehr pflegeintensive Stauden. Immer mehr Gärten präsentieren Blumen in Gefäßen, wie beispielsweise Zwiebelpflanzen. Diese können auch auf dem Balkon stehen. Wer Blumen in Töpfen bevorzugt, sollte sich nach großen Blumentöpfen in Marmor- und Granitoptik umsehen. Die sind total angesagt! Außerdem hat niemand mehr Lust, Bäume ewig wachsen zu sehen und lässt deswegen schon groß gewachsene Pflanzen einfach in den Garten setzen. Generell gilt es, dieses Jahr klare Linien aufzuzeigen. Beet und die Wegsteine haben beispielsweise die gleiche Farbe.

Möbel

Da viele ihren Garten als Erweiterung des Wohnbereichs betrachten, sind in diesem Jahr in den Gärten Sitzgruppen und Gartenstühle zu finden, die auf den ersten Blick eher nach Inneneinreichtung als nach Garten aussehen. Regiestühle sind ganz vorne mit dabei. Die Retrostühle bestehen aber nicht mehr aus Kiefernholz, sondern aus wetterfesten Hölzern oder leichten Metallen und Kunstfaserbespannungen. Robuste Gartenmöbel können somit auch schon an angenehmen Herbsttagen nach draußen gestellt werden und bis zum Sommerende im Garten stehen, ohne dass man sie danach wegschmeißen muss. 

Farben

Da dieses Jahr alles schlicht gehalten wird, sind Materialien wie Naturstein, Holz und Metall ganz vorne mit dabei. Auch die Farben werden neutral gehalten. Erdtöne, Grau in allen Schattierungen, Metallicfarben, Weiß und Schwarz sind der letzte Schrei. Wer trotz Trends seinen Garten lieber in bunten Farben hat, sollte auf Lila zurückgreifen. Diese Farbe ist dieses Jahr groß im Kommen.

Technik

Auch der Garten bleibt nicht verschont von der Technisierung. Absolut im Trend dieses Jahr ist der automatische Rasenmäher-Roboter. So kann man selbst Faulenzen, während das Gerät den Rasen schert. So ein Roboter ist ab ca. 1000 Euro im Handel erhältlich. Da das Thema Wasser in diesem Jahr im Garten eine große Rolle spielt, werden immer mehr Bewässerungssysteme eingesetzt. Mittlerweile gibt es sogar schon Sensoren für das Beet, die sich mit dem Smartphone verbinden lassen und sich melden, wenn die Pflanzen Dünger brauchen.

So kann der Sommer kommen!

 
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