Rhododendren und Azaleen Mein Garten: Rhododendron

Er ist pflegeleicht und braucht kaum Sonne. Doch wenn der große Auftritt des Rhododendrons kommt, beeindruckt er uns mit seinen leuchtenden Blütendolden

Rhododendron Mein Garten: Rhododendron © Igor Grochev - iStockphoto

Die längste Zeit des Jahres verhalten Rhododendren sich eher unauffällig: tragen ein schlichtes, immergrünes Kleid, geben sich mit einem Schattenplatz zufrieden. Und machen Gärtnern wenig Arbeit, weil sie kaum ein Blatt verlieren. Kann es sein, dass so ein genügsames Gewächs die Anlagen zum Star hat? Oh ja! Das zeigt sich im späten Frühjahr, oft Anfang Mai. Denn dann werfen sich die Rhododendren in eine prächtige Blütenrobe: beeindrucken mit schweren Dolden in tiefdunklem Rot oder leuchtendem Pink. Imponieren mit strahlendem Gelb, Lila und Orange. Manche Sorten schmücken sich sogar mit Blüten im Leoparden-Look. Kein Wunder, dass die trompetenförmigen Kelche der Staude geradezu tropisches Flair in deutsche Gärten zaubern.Und dass neue Züchtungen auf prominente Namen wie Marianne von Weizsäcker, Christiane Herzog oder Eva Luise Köhler getauft wurden – von den First Ladys persönlich.

Rhododendren sind überall in der Welt zu Hause. An windumtosten Küsten fühlen sie sich ebenso wohl wie im kargen tibetischen Hochgebirge auf 4000 Metern. Einige Sorten – insgesamt gibt es mehr als 1000 – wachsen bei extremer Hitze im brasilianischen Regenwald, andere überstehen auch Eiseskälte im äußersten Norden Kanadas und im Kaukasus. Auch in den Alpen gedeihen die Überlebenskünstler selbst dort, wo kein Baum mehr steht, und schützen den Boden vor Erdrutschen und Lawinen.

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Autor:
Silvia Tyburski