Balkon und Garten

Kartoffeln pflanzen

Kartoffeln sind eine der beliebtesten Speisepflanzen der Deutschen. Aus dem eigenen Garten schmecken die leckeren Erdäpfel aber noch besser! Mit unseren Tipps fällt das Anpflanzen und Ernten gar nicht schwer.

Korb mit Kartoffeln aus dem eigenen Garten Kartoffeln pflanzen © Image Source/Corbis

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Kartoffeln sind das ganze Jahr über in deutschen Supermärkten erhältlich und heiß begehrt. Wenn auch Sie zu den Liebhabern der Knolle zählen und zudem einen eigenen Garten haben, sollte im Frühjahr selbst Kartoffeln pflanzen.

Vom eigenen Beet schmecken Kartoffeln nicht nur besser, sondern sind auch frei von Schädlingsbekämpfungsmitteln und anderen Stoffen. Am häufigsten wird die Frühkartoffel angebaut. Bevor Sie beginnen, sollten Sie sicher stellen, dass Ihr Boden locker und reich an Humus ist. Andernfalls können Sie mit einer Harke, einem Kultivator, einem Grubber oder ähnlichen Gartenwerkzeugen nachhelfen.

Kartoffeln anbauen

Anfang März können Sie die Pflanzkartoffeln in einer Kiste mit Komposterde an einem dunklen Ort wie dem Keller für ca. sechs Wochen vorkeimen lassen. Die Umgebungstemperatur sollte maximal 15 °C betragen, und vorhandene Keime müssen vorher rausgedreht werden. Ab April kommen die Knollen dann nach draußen. Temperaturen zwischen 15 und 22 °C sind optimal für die Kartoffel-Knollen. Über 30 °C können den Erdäpfeln schaden. Die Frühkartoffeln werden Anfang April eingesetzt, der Rest Ende April. Dafür wird eine Grube auf einer freien Gartenfläche oder dem ausgewählten Beet ausgehoben und gereifter Kompost hinein gegeben. Die entsprechende Knolle wird dann ca. 10 cm tief in das Beet eingesetzt. Der Pflanzabstand sollte hierbei ca. 30 cm betragen. Bei mehreren Knollen sollten Sie auch einen Reihenabstand von 70 cm einhalten. Das Loch muss anschließend mit Erde wieder geschlossen und etwas festgeklopft werden. Sobald die ersten Triebe zu sehen sind, ist es Zeit, das Unkraut drumherum zu jäten und den Boden erneut zu lagern. Wenn das Kraut seit zwei Wochen abgestorben ist, ist es Zeit für die Kartoffelernte.

Pflege und Düngung

Schon im Herbst sollte der bepflanzbare Boden vorbereitet und mit Mist gedüngt werden. Im Frühjahr kommt Kompost ins Beet. Auch eine Magnesiumdüngung wird bei Kartoffelbeeten empfohlen, da die Böden häufig einen übermäßigen Kaliumgehalt besitzen. Wenn das Kartoffelgrün sichtbar ist, sollte mit dem Anhäufeln begonnen werden. Der Boden wird dadurch gelockert, was für die Knollenbildung von Vorteil ist. Bis die Pflanzen zu blühen beginnen oder eine Höhe von 30 cm erreicht haben, sollte das Beet ca. alle 2 Wochen angehäufelt werden.

Ernte und Vermehrung

Damit sich die Kartoffeln vermehren, bietet es sich an, Tochterknollen zu pflanzen. Dafür werden die Pflanzkartoffeln und die Seite mit den meisten Augen nach oben zeigend in eine flache Kiste gelegt. Die Kiste sollte auch wieder bei 15 °C gelagert werden. Diesmal aber nicht an einem dunklen Ort. Es ist wichtig, dass die Kartoffeln Licht abbekommen.

Eine leckere Rezeptideen mit Kartoffeln finden Sie hier >>

Die Ernte beginnt Anfang Juni. Wenn die Pflanzen blühen, können die ersten Frühkartoffeln geerntet werden. Dafür eine Grabegabel benutzen, um die Kartoffeln nicht zu beschädigen.

Pflanzenkrankheiten

Nach der Kartoffelernte sollte eine vierjährige Anbaupause auf dem gleichen Boden stattfinden. Damit kann dem Risiko, dass die Kartoffeln von Schädlingen befallen werden, vorgebeugt werden. Dieser Befall ist für das Gemüse sehr gefährlich. Häufige Krankheiten sind Kraut- und Knollenfäule, die eintreten können, wenn das Wetter sehr feucht und warm ist. Auch Blattläuse sind fatal! Wenn man einen Gemüsegarten angebaut hat, sollten auch Tomaten und Kartoffeln weit voneinander entfernt angebaut werden, um einen Befall von Pilzkrankheiten zu vermeiden. Erreger der Braunfäule an Tomaten sind der gleiche, der bei Kartoffeln zur Kraut- und Knollenfäule führt.

Tipps für den Anbau eines eigenen Gemüsegartens finden Sie hier>>

 
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