Unterschiedliche Techniken

Handarbeiten kennenlernen

Sie wurden von der DIY-Bewegung angesteckt und möchten Ihre eigenen Decken, Accessoires und Spielzeuge herstellen? Gar kein Problem: Wir stellen Ihnen die Techniken Weben, Occhi und Klöppeln vor, erklären die Grundbewegungen und geben hilfreiche Tipps.

Hände mit Handarbeitsprojekt Handarbeiten kennenlernen © golfcphoto/iStock

Weben

Wer schon mal selbst gewebt hat, weiß: Diese Form der Handarbeit ist fast schon meditativ. Geeignet ist diese Technik bereits für Kinder im Grundschulalter, dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Ihr Handarbeitsstück kann einfarbig, gestreift oder kunterbunt werden. Zum Weben benötigen Sie am Anfang nur einen kleinen Holzwebrahmen, dessen Maße bei circa 40 x 30 Zentimetern liegen und den Sie online günstig erwerben können. Bei den meisten Angeboten ist auch die weitere Ausrüstung, wie Webschiffchen, ein Kamm und sogar Wolle enthalten. Aus der entstandenen Wollfläche kann mit ein paar Nähstichen eine kleine Handtasche, ein Teppich für das Puppenhaus oder ein Puppen-Kissen entstehen. Unser Tipp: Zum Einspannen der Längsfäden bietet ein festes Häkelgarn noch mehr Stabilität als Wolle.

So wird gewebt

  1. Zunächst müssen die Längsfäden in den Webrahmen eingespannt werden. Dazu können Sie einen farblich möglichst neutralen Wollfaden oder Häkelgarn nutzen.
  2. Sobald das Grundgerüst steht, können die Webarbeiten schon starten: Befestigen Sie einen Wollfaden an der Webnadel (oder für Kinder an einem Holz-Webschiffchen) und führen Sie diese unter dem ersten Längsfaden entlang, über dem zweiten Faden, unter dem dritten, über dem vierten und fahren Sie mit dieser Auf-und-Ab-Bewegung fort, bis Sie die Längsfäden einmal passiert haben.
  3. Der Wollfaden wird anschließend fest angezogen, die Webnadel wieder angesetzt und in entgegengesetzter Bewegung als zuvor durch die Längsfäden geführt. Sobald ein paar Reihen entstanden sind, kann man die gewebten Fäden mit einem Kamm zusammenschieben.
  4. Wenn der Webrahmen komplett mit Wolle bewebt ist, können die Längsfäden ausgespannt werden.

Occhi

Occhi ist eine wenig bekannte Technik zum Herstellen von Spitze. Wer nun sagt, das sei zu schwierig und außerdem zu altbacken, der täuscht sich gewaltig. Occhi freut sich vor allem in der DIY-Bewegung wachsender Beliebtheit! Die besonders filigrane und verspielte Spitze, die mithilfe der Occhi-Technik entsteht, lässt sich nicht nur zu Deckchen, Untersetzern und Spitzenkragen verarbeiten. Durch Occhi entstehen moderne Ohrringe, Armbänder und exklusive Halsketten. Dabei benötigen Sie für diese Handarbeitstechnik gar nicht viel: Garnschiffchen, eine Häkelnadel und Garn. Erfahren Sie hier alles über die Occhi-Technik und vor allem, wie diese funktioniert.

Klöppeln

Beim Klöppeln handelt es sich um die klassische Variante, Spitze herzustellen. Dabei werden mehrere Fäden mithilfe von Klöppelhölzern miteinander verflochten. Für diese Technik benötigen Sie einige Werkzeuge mehr als bei der Occhi-Handarbeit: ein Klöppelkissen, mehrere Klöppel (circa zwölf), Garn, Stecknadeln und eine Schere.

Grundmuster beim Klöppeln:

  1. Anleitung: Gemütliches Hundebett
    hundebett

    Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein tolles Hundebett ganz einfach selber nähen.

    Zunächst muss das Garn auf die Klöppel aufgewickelt werden. Dazu halten Sie den Klöppel in der linken Hand und wickeln das Garn nach rechts auf den Klöppel auf. Am anderen Ende des Fadens muss ebenfalls ein Klöppel angebracht, das andere Ende des Garns also auch auf einen Klöppel gewickelt werden. Das Garn wird mit einer Schlaufe an jedem Klöppel gesichert.
  2. Legen Sie das Klöppelkissen auf einen Tisch und stecken Sie in der Mitte eine Stecknadel hinein. Zwei Klöppelpaare werden über diese Nadel gehängt, sodass rechts und links vor Ihnen jeweils zwei Klöppel liegen.
  3. Nun werden die mittleren Klöppel miteinander überkreuzt, also der zweite Klöppel von links über den zweiten Klöppel von rechts gelegt.
  4. Danach werden die nebeneinander liegenden Klöppel gedreht, der Klöppel ganz rechts außen wird also über den zweiten Klöppel von rechts gelegt und der zweite Klöppel von links über den Klöppel ganz links außen.
  5. Wird diese Bewegung fortlaufend gemacht, entsteht ein sogenannter Flechter. Nach mehreren der oben beschriebenen Ausführungen wird eine Nadel unter das bereits geflochtene Muster gesteckt, um diesem Halt zu geben.