Buchtipps
Spannende Krimis
Ob auf der Couch, im Bett oder in der Bahn - ein Krimi lässt einen Zeit und Raum vergessen und fesselt den Leser in eine andere Welt. Wir zeigen unsere Lieblings-Krimis.
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Was für ein aufregendes Leben! Kristina Ohlsson hat für die Polizei gearbeitet und war Terrorismusexpertin. Jetzt schreibt die Schwedin auch noch Krimis, und in ihrer Heimat ist sie deshalb schon ein Star. In ihrem Debüt geht es um ein Kind, das am helllichten Tag aus einem Zug verschwindet. Obwohl es jede Menge Zeugen gibt, hat niemand etwas beobachtet. Die Mutter ist verzweifelt, nur die Schuhe sind zurück geblieben. Und die Polizei tappt erst einmal völlig im Dunkeln – aber dann kommen die Ermittler einem Familiendrama auf die Spur. Wir haben es schon am Anfang gesagt: Diese Ohlsson ist echt eine spannende Frau!
Kristina Ohlsson: Aschenputtel, Limes, 480 S., 19,99 Euro
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In Silvia Roths Debüt „Der Beutegänger“ haben Winnie Heller und Hendrik Verhoeven in Wiesbaden einen Ritualmörder zur Strecke gebracht. Nun jagt das Ermittlerduo erneut einen fiesen Psychopathen: Es ist ein Serienvergewaltiger, der Frauen in ihren Wohnungen überfällt und Angst und Schrecken verbreitet. Doch dann wird er vom Ehemann eines Opfers überrascht und tötet den Zeugen – so sieht es zumindest aus. Aber die beiden Polizisten merken schnell, dass der Fall viel komplizierter ist. Klasse! Sylvia Roth hat mit Heller und Verhoeven ein spannendes Polizistenpaar mit Ecken und Kanten erfunden. Und ihre dramatische Story ist nicht bloß leblose Action, sondern besitzt auch jede Menge Zwischentöne – kann man nur empfehlen!
Silvia Roth: Hitzschlag, Hoffmann und Campe, 432 S., 19.99 Euro
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Die Krimiautorin Sharon Bolton war früher mal Schauspielerin. Aber mit ihrem vierten Thriller ist die sympathische Engländerin auf dem besten Weg vom Geheimtipp zum Star. In ihrem neuen Hit geht es um die junge Polizistin DC Lacey Flint, die ein schreckliches Erlebnis hat: Mitten auf der Straße ist eine schwer verletzte Frau in ihren Armen gestorben. Jemand muss mehrfach auf die Tote eingestochen haben – und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Aber wer war der Täter? Auf Seite 276 glaubt man, ihn zu kennen. Aber dann kommen noch über 200 Seiten, und wir folgen einer Ermittlerin durch die Abgründe der menschlichen Psyche und in ihre eigene dunkle Vergangenheit. Ein guter Krimi muss eben immer einen unerwarteten Dreh parat haben, und diese Story überrascht selbst Profis!
Sharon Bolton: Dunkle Gebete, Manhattan, 512 S., 14,99 Euro
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Sie landet mit ihren Büchern seit Jahren auf den Bestsellerlisten: Charlotte Link ist mit psychologischen Spannungsromanen berühmt geworden. In ihrem neuen Werk inszeniert sie einen ganz besonders trickreichen Fall um einen mysteriösen Mann: Er scheint harmlos und schwärmt heimlich für seine Nachbarin Gillian. Die ahnt nichts von ihrem Verehrer – bis vier Morde geschehen und die Polizei fieberhaft nach einem gefährlichen Psychopathen und Frauenhasser fahndet. Toll, wie Charlotte Link wieder Spannung mit Niveau mixt und nebenbei unser Herz für schüchterne Männer öffnet.
Charlotte Link: Der Beobachter, Blanvalet, 656 S., 9,99 Euro
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Der Held ist Polizist und Zauberlehrling, das Buch ist ein wunderbarer Mix aus englischer Krimitradition und Fantasy: Als Peter Grant in einem Mordfall ermitteln soll, macht er die Bekanntschaft mit Polizeiinspektor Nightingale: Er ist der letzte Zauberer Englands und leitet die Polizeiabteilung für extrem ungewöhnliche Vorfälle. Gemeinsam versuchen die beiden, einem Killer auf die Spur zu kommen, der anscheinend ebenfalls über magische Mächte verfügt. Und Peter Grant stellt fest, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, von denen ihm auf der Polizeischule niemand etwas verraten hat.
Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London, DTV, 480 S., 9,95 Euro
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Ihre nüchterne, eindringliche Art zu schreiben, hat mit normalen Krimis wenig zu tun. Trotzdem wurde Andrea Maria Schenkels Debüt „Tannöd“ zu einem Riesenerfolg: Sie hatte darin eindrucksvoll einen historischen Kriminalfall nacherzählt. Für ihren neuen Krimi ist sie wieder in den Akten der Polizei fündig geworden: 1944 ist Familie Zauner ein Außenseiter in ihrem Dorf im Bayrischen Wald: Der Vater war zeitweise inhaftiert, die Tochter Afra ist verschwunden. Als sie schwanger zurückkehrt, nimmt das Drama seinen Lauf: Eines Tages liegt Afra tot im Haus. Beklemmend und superdramatisch!
Andrea Maria Schenkel: Finsterrau, Hoffmann und Campe, 144 S., 16, 99 Euro
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Unter dem Pseudonym Nicci French schreibt das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French seit vielen Jahren großartige Spannungsromane. Nun hat das Erfolgsduo eine neue Heldin erfunden: die sympathische Therapeutin Frieda Klein. Als in London ein fünfjähriger Junge verschwindet, hat sie einen ihrer Patienten im Verdacht. Doch die Polizei schenkt ihr anfangs keinen Glauben – bis sich herausstellt, dass es Parallelen zu einem 20-Jahre-alten Entführungsfall gibt. Psychologisch klug und voller interessanter Wendungen – diese Geschichte legt man nicht wieder aus der Hand.
Nicci French, Blauer Montag, C. Bertelsmann, 480 S., 14,99 Euro














