Umstyling: Vorher/Nachher Typberatung und Stilberatung: Neue Figur, neuer Look

Erst hat Annette ihre Ernährung umgestellt, statt Größe 42 trägt sie jetzt 36. Der zweite Schritt: Ihr Styling soll modischer werden

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Sie sieht das Foto auf dem Laptop im Vorbeigehen, stutzt – und lacht. „Das bin doch nicht ich, das ist viel zu perfekt!“ Annette kann kaum glauben, wie sehr Make-up und ein anderes Outfit sie verändert haben. Vom FÜR SIE-Team hatte sie sich Tipps gewünscht, wie sie frischer, jünger, trendiger aussehen könnte. Kein Problem bei Annettes Top-Figur. Vor eineinhalb Jahren hatte die 38-Jährige ihre Ernährung umgestellt. Mit Erfolg: „Früher trug ich Größe 42. Jetzt passe ich in 36, tanze Ballett, Modern Dance und fühle mich richtig wohl. Nur was mir steht, weiß ich nicht“, erzählt sie.

Im Job trägt die Produktmanagerin Jacken, Tops und Hosen. „Blazer sind oft langweilig, und an einen Rock habe ich mich nur einmal gewagt“, gesteht Annette. Sie wünscht sich einen femininen Look – und ist gespannt auf die Ideen der Profis.  Annettes Styling: „Das auffälligste Teil in meinem Schrank ist ein quietschroter Cordblazer. Den trage ich auch im Büro.“ Von anderen kräftigen Farben hat sie bisher die Finger gelassen, genau wie von Kleidern. Sie besitzt nur ein schwarzes – fürs Theater. „Das ist schade, denn Annette hat eine schmale Taille, schöne Beine und kann elegante Mode sehr gut tragen“, findet die Stylistin. Von ihrem Vorschlag, einem grauen Etuikleid im Glencheck-Muster, ist Annette begeistert. „Vor allem mit dem gelben Gürtel gefällt es mir super. Das ist mein Outfit! Im Laden hätte ich diese Kombination nie ausprobiert.“

Auch nach einer violetten Jacke will sie demnächst Ausschau halten. Von Kleidung in Pastelltönen und Beige rät die Stylistin dagegen ab: „Frauen mit heller Haut wirken darin schnell blass. Kühle, kräftige Farben wie Violett, Aubergine oder Petrol bringen Annettes Persönlichkeit viel besser zur Geltung.“ Die Frisur: Abschneiden lassen möchte Annette ihre Haare auf keinen Fall. „Ich bin so stolz, dass sie endlich wieder lang sind, und zum Tanzen trage ich gern einen Zopf.“ Also begradigt der Haarstylist nur die Spitzen, föhnt Strähne für Strähne über eine Rundbürste und zieht das Haar danach partienweise durch ein Glätteisen. „Wichtig ist, dass man in Wuchsrichtung föhnt.  

„Dieses Kleid ist genau mein Stil“

So schließt sich die Schuppenschicht, und das Licht wird besser reflektiert. Wenn man dann noch ein Glätteisen verwendet, glänzen die Haare besonders schön.“ Der neue Mittelscheitel ist für Annette gewöhnungsbedürftig, lässt ihr schmales Gesicht aber jünger und frischer wirken. Für die Abend-Variante frisiert der Profi die Haare mit Stylingcreme aus dem Gesicht und fixiert sie mit Spray. Annettes Make-up: Klingt paradox, stimmt aber: Wer eher blass ist, sollte die Foundation im Hautton oder sogar eine Nuance heller wählen. „Viele Frauen verwenden eine dunklere Grundierung, um gebräunt auszusehen“, sagt der Visagist. „Auf der Haut dunkelt diese aber etwas nach, und man wirkt angemalt.“

Für einen frischeren Teint fixiert er das helle Make-up stattdessen mit passendem losem Puder und trägt Bräunungspuder unterhalb der Wangenknochen als Rouge auf. Dann tupft er roséfarbenes Rouge auf den höchsten Punkt der Wangen und unter die Brauen. Schwarze Kajal-Lidstriche entlang dem oberen und unteren Wimpernkranz – weich gezeichnet mit einem kurzhaarigen Pinsel – lassen Annettes Augen größer wirken. Ein weiß schimmernder Lidschatten auf dem Oberlid öffnet den Blick. Ihre Brauen werden mit einem Augenbrauenstift zart nachgestrichelt, die Wimpern schwarz getuscht. Apricotfarbenes Gloss rundet das Make-up ab. Diese Variante ist für Annette ungewohnt: „Sonst benutze ich nur Wimperntusche und Kajal, betone meine Lippen mit einem dunklen Ton.“ Annette wirft noch einen Blick in den Spiegel: „Jetzt kommt meine neue Figur noch besser zur Geltung.“