Pflegetipps

Jetzt ein heißes Bad

Hektik, Kälte, Verspannungen? Bei einem heißen Bad löst sich alles in wohlgefälligen Dampf auf. Noch eine Handvoll duftende Essenzen dazu und die Welt ist in Ordnung.

Frau in der Badewanne Jetzt ein heißes Bad © iStock/Thinkstock

Von meiner Wanne aus schaue ich in die Krone einer riesigen Birke, in der zwei Eichhörnchen tollen. Ich lächle entrückt und wackle im gut 38 Grad warmen Nass mit den Zehen. Meine Atmung wird tiefer, die Welt leiser. Allein im Schwebezustand – da ist der Körper in seinem Element, schließlich besteht er zu rund 70 Prozent aus Wasser, und als Embryo ist er überhaupt nur geschwommen. Stieg das Leben nicht aus dem Ozean?

Vielleicht liegt es daran, dass ich mein Bad am liebsten mit Meersalz würze, und zwar ein volles Pfund aus dem Toten Meer. Der Stoff, aus dem die Wellen sind, füllt den Körper mit Mineralstoffen und Spurenelementen auf. Auch die Haut mag es gern salzig: Sie quillt weniger auf und übersteht schadlos eine ausgedehnte Entspannungssession im Wasser. Manchmal mache ich aus meiner Wanne auch einen Whirlpool: Ich versenke großzügig gleich zwei Sprudeltabletten und genieße das prickelnde Gefühl auf der Haut.

Die Kohlensäure steigt wie Champagner an die Oberfläche und setzt die gut verpackten Duftmoleküle frei. Ätherische Öle von Bergamotte, Lavendel oder Rosmarin wirken im warmen Wasser besonders intensiv, sie beruhigen oder beleben. Im Orient hütete früher jede Frau ihr duftendes Geheimrezept, so sagt man. Es sollte gute Geister anziehen, Glück bringen und es erhalten. Eine schöne Tradition, die ich ganz luxuriös mit meinen Lieblingsdüften zelebriere. Zu fast jedem Parfum gibt es ja den passenden Badezusatz.

Beim Einlaufen ins Wasser gegossen umwabern mich duftende Schaumberge, die nebenbei den Vorteil haben, dass das Wasser nicht so schnell abkühlt. Auch eine schöne Abwechslung: Duft- und Farbwechsel- Bäder wie „Indian Summer“. Ich hab zwar nicht verstanden, wie die funktionieren, aber tatsächlich: Das Wasser schimmert erst hellgelb, dann satt orange, zuerst duftet es nach Lavendel, dann nach Zitrone, Orange und Mandel. Köstlich. Seit sie keine hässlichen Ränder in der Wanne mehr hinterlassen, mache ich übrigens auch sehr gern Ölbäder. Da kann ich mir nämlich das Eincremen hinterher glatt sparen. Schade eigentlich, dass man nach 20 Minuten wieder aus dem Wasser und zurück in die Welt soll …

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