Strahlende Zähne Tipps für die Zahnpflege

Harte oder weiche Bürste, elektrisch oder von Hand – was ist besser? Hier alle Antworten. Außerdem Tipps zu Putztechnik, Zahnseide und Kaugummi.

Zahnpflege Tipps für die Zahnpflege © iStockphoto

Sind harte Borsten besser?

Wenn es um die Entfernung von Zahnbelag geht, auf jeden Fall. Das ergab eine Studie der Uni Witten/Herdecke: 120 Probanden bekamen weiche, harte oder mittelharte Bürsten und mussten acht Wochen lang zweimal täglich zwei Minuten putzen.

Unser FÜR SIE Zahnpflege-Thema
Zähne reinigen

Ein schönes Lächeln öffnet Türen. So bleibt auch Ihres schön und strahlend:

Das große Zahnlexikon
Kronen, Brücken, Zahnersatz und Co.
10 Tipps für den Besuch beim Zahnarzt

Viele weitere Tipps rund um das Thema Zähne finden Sie hier >

Das Ergebnis: „Harte Bürsten schrubbten den Zahnbelag am besten runter“, erklärt Studienleiter Professor Dr. Stefan Zimmer. Sie reduzierten Plaque um 14 Prozent, die Mittelharten schafften rund acht Prozent, weiche Borsten gerade mal zwei. Aber: Wer statt in sanften, kreisenden Bewegungen horizontal oder zu fest bürstet, riskiert Verletzungen im Schmelz und am Zahnfleisch. „Diese Schäden sind schlimmer als ein bisschen Restbelag“, sagt Zimmer.

Und wie gut putzt Schall?

Schallzahnbürsten schwingen mit sehr hoher Frequenz. Die Bürstenköpfe bewegen sich bis zu zehnmal häufiger auf und ab als bei herkömmlichen Elektrozahnbürsten. Sie sollen so die Beläge gründlicher entfernen. Doch auch hier gilt: Die richtige Technik macht’s – Zahn für Zahn, nicht zu viel Druck. Dann putzen Schall- und herkömmliche Elektrozahnbürsten sehr gut. Allerdings nicht unbedingt besser als eine normale Handzahnbürste.

Wo lauern die „Problemzonen“?

Beläge halten sich bei Rechtshändern hartnäckiger in der rechten Kieferhälfte, bei Linkshändern in der linken – weil sich die gegenüberliegende Seite kontrollierter putzen lässt. Beläge zwischen den Zähnen beseitigen Zahnseide (für einfache Anwendung als Sticks) und Interdentalbürste, eine wohl tuende Ergänzung sind Mundduschen. Selbsttest: Fährt man mit der Zunge über die Zähne, müssen sie sich so glatt anfühlen wie nach der professionellen Zahnreinigung in der Praxis (1- bis 2-mal im Jahr).

Reicht nicht auch Kaugummi?

Für die Zahnpflege zwischendurch ist es sinnvoll. Natürlich nur zuckerfrei. Das Kauen sorgt dafür, dass mehr Speichel fließt und die Zähne umspült. Folge: Beläge bilden sich nicht so schnell. Kaugummis mit dem Süßstoff Xylit haben ein großes Plus: Sie hemmen das Karieswachstum.

Was muss die Zahnpasta können?

Alle Zahncremes, die Fluorid enthalten, stärken den Schmelz und hemmen das Bakterienwachstum. Wer empfindliche Zähne hat, wählt eine Spezialcreme: Sie enthält Substanzen, die frei liegende Kanälchen im Dentin (Zahnbein) schließen und so die Reizleitung verhindern.

Nach dem Essen immer gleich putzen?

Nein! Nach säurehaltigen Mahlzeiten wie Obst und Saft lieber eine halbe Stunde warten. Säure greift den Zahnschmelz an, und wer dann putzt, kann die Zahnoberfläche schädigen. Erst nach 30 Minuten hat der Speichel den Schmelz ausreichend remineralisiert.

 

Sind Ihre Zähne gesund? Machen Sie hier den Test!

 
Schlagworte: