Beauty Rosen für die Schönheit

Die Diva unter den Blumen lockt mit magischem Duft. Und liefert kostbare Essenzen, die unsere Haut taufrisch aussehen lassen.

Frau mit Rosen Rosen für die Schönheit © iStockphoto

Sie fasziniert und erinnert uns an den Sommer. Sie verführt mit ihrem subtilen Duft und ihren tollen Eigenschaften. Bekommen wir rote Rosen geschenkt, schmelzen wir immer noch dahin und das Leben ist auf einmal rosig und schön. Ein bisschen jedenfalls… Aber diese Blume ist viel mehr als ein Liebesbeweis, mehr als nur dekorativ: Sie ist auch die Basis für zahlreiche Beauty-Produkte – und zurzeit die Lieblingszutat vieler Parfum- und Creme-Hersteller.

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Kein Wunder, denn in ihren Blüten steckt ein kostbares Öl, das „Herz“ fast aller edlen Düfte, selbst wenn diese am Ende gar nicht mehr nach Rosen duften. Im Hintergrund verleiht das ätherische Öl jedem Parfum eine weiche Note, verstärkt alle übrigen Aromen und macht die Komposition dauerhafter.

Parfümeure geraten bei Rosen ins Schwärmen

Gewonnen werden ihre Duftstoffe mit Hilfe von Wasserdampf oder speziellen Lösungsmitteln. Das ist aufwendig und teuer: Für ein Kilo Rosenöl braucht man vier bis fünf Tonnen Blüten, die alle von Hand gepflückt werden. Entsprechend liegt der Kilopreis bei mehreren Tausend Euro. Trotzdem oder gerade deshalb – ohne diese Essenz wären selbst die besten Parfümeure der Welt nicht in der Lage, so einzigartige Kreationen hervorzubringen wie „Chanel No. 5“ oder „L’ Air du Temps“ von Nina Ricci. In diesen legendären Parfums stecken viel Liebe und die mit Abstand wertvollsten Öle aus der „Rosa Damaszena“ und „Rosa Centifolia“. Ihre Duftnoten sind von einer Zartheit, die kaum je von anderen Rosen übertroffen wurden. Und es gibt immerhin über 20.000 Züchtungen!

Ihr Aroma wirkt direkt auf die Gefühle

Bei dieser unglaublichen Vielzahl vergisst man leicht die Schwestern der Rose: die Hecken- und Teerosen, deren Blüten zwar schlichter sind, die ihre Knospen dafür aber weit öffnen und uns reich mit ihrem Wohlgeruch beschenken. Gern werden sie von Parfümeuren mit Veilchen, Litschi und Erdbeeren kombiniert. Oder raffiniert gemixt mit herb-würzigen und moosigen Noten von Engelwurz und Patchouli. Egal, welche Rosensorte man nimmt: Ihr Duft löst eine Flut an Gefühlen aus und wird deshalb auch gern in der Aromatherapie und zu Wellness-Zwecken eingesetzt – er entspannt und beruhigt, hilft bei seelischen Tiefs und weckt die Lust auf mehr Lust. Das gelingt am einfachsten, wenn man mit Rosenessenzen baden geht oder sie in den Körper einmassiert und ihn somit toll vitalisiert. Durch Wärme entfaltet sich die Wirkung des ätherischen Öls besonders intensiv.

Ihre Essenz beruhigt und regeneriert die Haut

Die Extrakte aus den Rosenblüten haben jedoch noch ganz andere Talente: Mit ihrer geballten Wirkstoffladung sind sie einer der effektivsten Schönmacher für die Haut. Längst sind nicht alle Substanzen erforscht und analysiert. Im Öl stecken unter anderem Citronell, Geraniol, Nerol, Ethanol, Linalool, diverse Antioxidantien, zahlreiche Vitamine (A, B5, E, F und C) und wertvolle Spurenelemente. Manche wirken nachweislich entzündungshemmend und beruhigend, da sie zum Beispiel die Aktivität der Mitochondrien, der Energie-Kraftwerke in den Hautzellen, steigern und somit die Regeneration beschleunigen.

Anti-Aging-Spezialist: echtes Rosenöl

Andere Substanzen glätten, durchfeuchten, straffen die Konturen und schützen vor den aggressiven freien Radikalen, indem sie die hauteigenen Abwehrkräfte steigern. Das gilt jedoch nur für 100 Prozent natürliches Rosenöl. Die synthetischen Nachbauten duften zwar auch und geben entsprechende Impulse ans Gemüt, haben aber viel weniger Pflege-Potenzial. Beachtung verdienen darüber hinaus zwei Nebenprodukte, die bei der Herstellung des Öls entstehen: Rosenwasser und Rosenwachs. Rosenwasser wirkt antibakteriell, kräftigt und vitalisiert die Haut und findet sich deshalb häufig in Reinigungsprodukten und Tonics. Als stabilisierender Roh stoff ist es aber auch in vielen Naturkosmetika vorhanden. Rosenwachs versorgt die Haut mit Fett und bewahrt sie vor dem Austrocknen. Gleichzeitig unterstützt es die regenerierende Wirkung von Rosenöl. Ganz schön viel Power für so ein zartes Gewächs!

Zum Ausprobieren

Für ein erfrischendes Tonic je 50 ml Rosenwasser und Calendula-Tinktur mit 4 Tropfen Sandelholzöl verrühren und täglich mit einem Wattepad auf den Teint tupfen. Oder je 2 Tropfen Rosen- und Neroliöl mit 50 ml Jojobaöl in einer Flasche vermischen und damit das Gesicht sanft massieren – ein Luxus-Feeling.

Schon die Inkas nutzten die Heilkraft der Pflanze

Und die hat die Rose nicht nur, wenn sie blüht: Im Herbst läuten wild lebende Exemplare eine zweite Runde der Pflegewirkungen ein. Ihre Früchte, die Hagebutten, sind nicht nur als Juckpulver zu gebrauchen, sondern auch noch sehr vitaminreich. Und das Öl aus ihren Kernen enthält jede Menge mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die die Kollagenproduktion der Haut fördern. Ideal deshalb bei sehr trockener, strapazierter und sonnengeschädigter Haut. Schon die Inkas wussten um die Heilkraft und nutzten es als Narbenöl. Wer Spaß am Selbermixen hat: ätherisches Rosenöl und Rosenwasser eignen sich prima für einfache Hautpflege-Rezepte. Die Zutaten gibt’s in Apotheken, Reformhäusern und bei Online-Versendern, wie www.meinekosmetik.de. Also, nichts wie ran an Tiegel, Tuben und Flakons – ihre duftenden Inhalte sorgen garantiert für rosige Stimmung!