Hautpflege Optimale Pflege für empfindliche Haut

Wenn der Teint SOS funkt, ist Spezialpflege gefragt, die ihn beruhigt und schützt. Erfahren Sie hier, wie man empfindliche Haut richtig pflegt.

Optimale Pflege für empfindliche Haut © iStockphoto

Empfindliche Haut ist so was wie eine Prinzessin auf der Erbse. Sie stört sich an Dingen, die normale Haut gar nicht wahrnimmt, zum Beispiel an Duftstoffen, auf die sie ziemlich gereizt reagiert.

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Kein Wunder – schließlich ist sie auch besonders dünn und trocken und neigt zu einem hochgradig ausgeprägtes Frühwarnsystem. Sobald die Nervenfasern einen Reiz von außen bekommen, alarmieren sie die Hautzellen und lösen Reaktionen wie Juckreiz, Prickeln und Hitzegefühl aus. Dagegen helfen nur zwei Strategien. Erstens: Immer schön mit Samthandschuhen anfassen. Und zweitens: die Barriere-Funktion der Haut stärken, damit Reizauslöser an ihr abprallen. Das beginnt mit der Reinigung. Um ihren angeschlagenen Säureschutzmantel nicht zusätzlich zu belasten, sollten Hautsensibelchen auf alle Saubermacher verzichten, die zu viele Tenside (Waschsubstanzen) enthalten. Ebenso auf heißes Wasser, alkoholhaltiges Tonic und Peelings.

Stattdessen sollten sie extra sanft reinigen, zum Beispiel mit Reinigungsmilch, die beruhigendes Thermalwasser enthält und nicht abgespült werden muss. So wird eine zusätzliche Belastung der Haut durch Kalkrückstände aus dem Leitungswasser verhindert. Dermatologen sagen übrigens: Wer zweimal täglich das Gesicht reinigt, überfordert seine Haut. Denn dabei werden immer auch Lipide (Hautfette) mit entfernt. Das macht die Hornschicht durchlässig, und Reizstoffe haben leichtes Spiel. Ihre Empfehlung: Morgens reicht klares Wasser fürs Gesicht. Damit das Make-up-Entfernen nicht ins Auge geht, am besten Mandelöl (z. B. von Weleda) oder Produkte benutzen, die auf den pH-Wert der Tränenflüssigkeit abgestimmt sind (z. B. „Pureté“ von Vichy aus der Apotheke).

Auch bei der Pflege gilt: Bloß nicht reizen! Deshalb enthalten Cremes für sensible Haut auch möglichst wenig Inhaltsstoffe. Vor allem keine Duft-, Konservierungs- und Farsstoffe. Dafür aber eine Kombination aus neutralen Inhaltstoffen, Fetten und Feuchtigkeit, weil dies Mangelware bei empfindlicher Haut ist. Im Klartext heißt das: Naturkosmetik eignet sich hervorragend zur Pflege empfindlicher Haut. Ob sie gut versorgt ist, verrät sie selbst: Auch drei Stunden nach dem Eincremen fühlt sie sich im Idealfall noch angenehm glatt und geschmeidig an. Beauty-Profis gönnen sich morgens nach dem Duschen ab und zu eine beruhigende Feuchtigkeitsmaske, die mit einem Fächerpinsel aufgetragen wird und 15 Minuten lang einwirkt. Hyaluronsäure entspannt die Haut, polstert sie auf und macht sie fit. Hinzu kommt noch ein weiterer Effekt: Die sanfte Berührung der feinen Pinselhaare fördert die Ausschüttung entspannender Endorphine.

Stress zehrt schließlich nicht nur an unseren Nerven. Er ist auch ein echter Beauty-Feind. Sobald wir unter Druck stehen, produziert der Körper mehr Stresshormone. Adrenalin heizt den Stoffwechsel an. Die Gefäße erweitern sich, der Blutfluss wird verstärkt. Das kann Entzündungen auslösen. Auch der Botenstoff Histamin wird ausgeschüttet. Folge: Die Haut juckt. Was hilft? Ruhe bewahren. Zum Beispiel mit der so genannten „Harmonieschaukel“: Auf dem Boden sitzend die Arme um die angezogenen Knie schlingen. 20-mal langsam vorund zurückwippen. Entstresst auch: Die Hände zusammenlegen und alle Fingerkuppen gegeneinanderpressen, bis man spürt, wie der Puls zu pochen beginnt. Dabei tief ein- und ausatmen. Nach zwei Minuten wird der Pulsschlag deutlich ruhiger, der Stress lässt nach.