Beauty-Ratgeber Milien vorbeugen und behandeln

Milien, auch Hautgrieß oder Grießkörner genannt, sind kleine weiße Punkte, die hauptsächlich im Gesicht auftreten. Mit unseren Tipps können Sie den unschönen Pickeln vorbeugen und diese behandeln.

Frau untersucht ihr Gesicht auf Millen und Pickel Milien vorbeugen und behandeln © Christopher Weidlich/Corbis

Was sind Milien?

Milien sind kleine, weiße, mit Talg oder verhornten Hautzellen gefüllte Zysten. Sie wirken auf der Haut ähnlich wie Mitesser und sind aufgrund ihrer weißen Farbe meist gut von anderen Unreinheiten zu unterscheiden. Sie können am ganzen Körper auftreten, bei den meisten Menschen entwickeln Sie sich allerdings hauptsächlich im Gesicht. Die kleinen Punkte sind zwar nervig. Aber keine Angst: Es handelt sich nicht um eine Hautkrankheit. Milien sind ein rein kosmetisches Problem, das problemlos behandelt werden kann.

Erste Schritte

Zunächst ist es wichtig zu erkennen, um welche Art von Milien es sich bei Ihnen handelt. Es wird zwischen primären und sekundären Milien unterschieden. Als primär werden solche Milien bezeichnet, die sich nicht mehr von allein zurückbilden, was eine Behandlung notwendig macht. Sollten Sie allerdings von sekundären Milien betroffen sein, die zum Beispiel als Folge von Verbrennungen auftreten, müssen Sie nichts weiter tun. Diese Milien verschwinden in den meisten Fällen von ganz allein. Ratsam ist es, einen Arzt aufzusuchen, der die Art der Milien bestimmen und Ihnen Auskunft geben kann, ob eine Behandlung nötig ist oder nicht.

Behandlungsmethoden

Hautunreinheiten
Frau mit unreiner Haut - So werden Sie Ihre Unreinheiten schnell und einfach los

Hautunreinheiten sind lästig und unangenehm. Erfahren Sie mehr über die Ursachen und wie Sie Pickelchen, Mitessern und Co. vorbeugen können.

Milien können ohne Probleme entfernt werden. Allerdings sollten Sie das nicht selbst in die Hand nehmen, sondern sich in professionelle Hände begeben. Kleine Milien außerhalb des Augenbereiches können in einem Kosmestikstudio behandelt werden. Dabei werden die Milien in der Regel mit einem kleinen Messer angeritzt und die Talg-Füllung entfernt. Für die Behnadlung größerer Milien und solcher unter den Augen sollten Sie in jedem Fall einen Hautarzt aufsuchen. So können Sie sicher sein, dass die Behandlung professionell durchgeführt wird. Leider wird der Eingriff nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten, die Ihnen so entstehen, können zwischen 20 und 80 Euro liegen. Sie können sich auch einer Lasertherapie unterziehen, die allerdings in der Regel kostspieliger ist als der konventionelle Eingriff.

Milien vorbeugen

Eine Garantie für das Ausbleiben von Milien gibt es leider auch bei sorgsamer Vorsorge nicht. Allerdings können Sie das Risiko reduzieren. So sollten Sie Ihr Gesicht täglich gründlich waschen, insbesondere nach dem Abschminken. Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihr Gesicht nach dem Waschen nur sanft trocken tupfen, um ein Aufreiben der Haut zu vermeiden. Es empfiehlt sich außerdem, regelmäßig feuchtigkeitsspendende Peelings zu verwenden, um eine gründliche Reinigung der Poren zu gewährleisten.

Die Sonne ist bei der Vorbeugung von Milien nicht Ihre Freundin. Zu starke Sonneneinstrahlung und vor allem Sonnenbrände begünstigen das Auftreten von Milien. Bleiben Sie also möglichst oft im Schatten.

Zu guter Letzt: Tragen Sie regelmäßig Retinol auf Ihre Haut auf. Es wirkt ähnlich wie ein Peeling und wird auch häufig zur Behandlung von Akne eingesetzt. Tragen Sie die Lotion gezielt auf die Hautpartien auf, die von Milien betroffen sind.

Sollten Sie trotz aller Vorsorge doch einmal von Milien betroffen sein, denken Sie immer daran: Die kleinen Punkte sind nicht gefährlich.