Hautpflege Was tun bei eingewachsenen Haaren?

Glatte, makellose Haut ist zu einem Schönheitsideal geworden. Beine, Arme, Achseln und der Intimbereich werden von Stoppeln befreit, damit die Haut glatt und fein aussieht. Doch Haarentfernung birgt das Risiko von eingewachsenen Haaren. Beugen Sie vor!

Frau sitzt am Wasser und blickt auf ihre Beine Was tun bei eingewachsenen Haaren? © AZarubaika/iStock

Wie sehen eingewachsene Haare aus?

Von diesen kleinen Härchen, die die Haut nicht durchstoßen und deshalb unter der Haut weiterwachsen, ist nahezu jeder Mensch betroffen. Manche haben sehr selten damit zu tun, andere immer wieder. Wer mit gelockten oder sehr dicken Haaren gesegnet ist, kennt das Problem oftmals besonders gut. Die Haare liegen unterhalb der Haut, häufig bilden sich deshalb kleine Hubbel oder pickelähnliche Rötungen. Das kann jucken oder sogar weh tun. Entzündet sich die Haarwurzel, kann es sogar zu einem Abszess mit Eiterbildung kommen.

Warum entstehen eingewachsene Haare?

Im Normalfall wachsen Haare gerade aus der Haut heraus und machen dann auch keine Probleme. Verläuft der Haarfollikel, in dem sich die Haarwurzel befindet, allerdings schräg zur Haut, kann es schnell zu eingewachsenen Haaren kommen. Auch Haare, die sich locken, können in die Haut hinein wachsen. Besonders häufig kommt es nach dem Wachsen oder Epilieren zu eingewachsenen Haaren. Manchmal wird durch diese Methoden der Follikel verschoben, sodass die Haare danach schräg aus ihm herauswachsen. Auch verstärkte Reibung aufgrund zu enger Kleidung kann zu eingewachsenen Haaren führen. Empfindliche Hautpartien wie die Achseln und die Bikinizone sind besonders häufig betroffen. Bei Männern entstehen eingewachsene Haare häufig im Gesicht oder am Hals.

Das hilft wirklich gegen eingewachsene Haare

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Die Debatte um die Haarentfernung ist wieder entbrannt. Wohin geht der Trend? Haare ab oder lieber doch nicht?

Die effektivste Methode zur Vorbeugung eingewachsener Haare ist, die betroffenen Körperstellen nicht mehr zu enthaaren. Das ist oftmals natürlich leichter gesagt als getan: Wir haben uns daran gewöhnt, die Haut zu enthaaren und wollen wegen einiger widerspenstiger Härchen nicht damit aufhören. Wollen Sie also weiterhin Ihre Beine epilieren oder Ihre Bikinizonne wachsen, können Sie den eingewachsenen Haaren dennoch zu Leibe rücken.

Effektiv aber schonend sind zunächst warme Kompressen. Legen Sie dazu einen frischen Waschlappen in heißes Wasser und drücken ihn anschließend auf die betroffene Körperstelle. Diesen Vorgang sollten Sie zehn Minuten lang wiederholen. Die Poren öffnen sich, und sowohl das Haar als auch die Haut werden etwas weicher. Nach mehrmaliger Anwendung bildet sich eine leichte Rötung. Dann können Sie die Haut an der betroffenen Stelle mit einer desinfizierten Nadel ganz vorsichtig einstechen und das Haar aus der Haut herauslösen.

Eingewachsenen Haaren vorbeugen

Am besten aber wäre es natürlich, die Pickelchen und Rötungen würden gar nicht erst entstehen. Folgende Maßnahmen bei der Haarentfernung können aber vorbeugen:

  • Peelen Sie vor der Haarentfernung die entsprechende Körperstelle.
  • Entfernen Sie die Haare immer in Wuchsrichtung.
  • Benutzen Sie bei einer Rasur stets scharfe Klingen.
  • Versorgen Sie die Haut nach der Haarentfernung mit Pflege, Kälte und Feuchtigkeit.
  • Machen Sie auch nach der Haarentfernung regelmäßig Peelings.

SOS! Eingewachsene Haare gefährden die Gesundheit

Das Beautyproblem kann auch ernste Schwierigkeiten mit sich bringen. Entzündet sich das Haar, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Unbehandelte Entzündungen können zu einem Abszess im umliegenden Gewebe werden, bei dem sich auch Eiter bildet. Bis zu einer Blutvergiftung kann sich ein harmloses eingewachsenes Haar ausweiten. Deshalb ist es enorm wichtig, Hygiene und Sauberkeit im Umgang mit eingewachsenen Haaren walten zu lassen. Ist Ihnen die Methode mit der sterilen Nadel zu unsicher, sollten Sie das eingewachsene Härchen einfach in Ruhe lassen. Meist kommt es von selbst wieder unter der Haut hervor.