Beauty-Tipps

Blumen-Extrakte: Blüten als Multitalente für die Haut

Blumen sehen nicht nur schön aus, ihre Extrakte zählen zu den wichtigsten Beauty-Wirkstoffen mit viel Anti-Aging-Power.

Natürliche Extrakte Blumen-Extrakte: Blüten als Multitalente für die Haut © iStockphoto/Thinkstock

Natürliche Inhaltsstoffe spielen eine immer größere Rolle in der Pflege der Haut. Dabei stellt sich heraus, dass insbesondere die Extrakte aus Blumen und Blüten eine besonders hohe Pflegewirkung aufzeigen. Erfahren Sie hier, wie genau, welche Blüte, Ihre Haut schön pflegt.

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Echinacea regt die Zellerneuerung an

Eigentlich ist die krautige Pflanze aus Nordamerika ja vor allem dafür bekannt, Schnupfenwehwehchen zu lindern. Die Anti-Aging-Wirkung des Sonnenhuts wurde erst kürzlich entdeckt. Der Durchbruch gelang Forschern aus Frankreich mit einem neuartigen Gewinnungsverfahren. Dadurch kann man der Sorte Echinaceaangustifolia stabile und wirksame native Pflanzenzellen entnehmen. Diese Zellen werden verwendet, um die Haut zu regenerieren. Sie können die DNA der Hautzellen schützen, stimulieren und verbessern so die natürliche Zellerneuerung.

Malve hilft gegen Couperose

Wilde Malve

Wilde Malve

In den zartrosa Blütenblättern stecken alle Eigenschaften, die unsere Haut mag: der zellschützende Pflanzenfarbstoff Malvin, geschmeidig haltende Schleimstoffe und reizlindernde Gerbstoffe. Die guten Inhaltsstoffe der Malve verengen außerdem die Poren und gelten deshalb als beste Hilfstruppe gegen Couperose.

Lupine bügelt Fältchen glatt

Ihr hoher Proteingehalt macht sie für reife Haut interessant. Eiweiß ist ja der wichtigste Baustein unserer Kollagenfasern. Eingearbeitet in Cremes, täuscht Lupinenextrakt den Hautzellen eine Art Verletzung vor, da es sie an „defektes“ Kollagen erinnert, und das spornt an, neues Bindegewebe zu bilden.


Rotklee macht die Haut ab 40 jünger

In der Natur zeigt sich der von Juni bis Oktober blühende Klee mit kugeligem Blütenköpfchen in Rosarot. Wer ahnt schon, dass das unscheinbare Wiesenkraut voller regenerierender Pflanzenhormone steckt - ein Jugendelixier für die Haut ab 40, das voller guter Wirkstoffe steckt. Regelmäßig aufgetragen schafft sie es nach und nach, wieder mehr Feuchtigkeit zu speichern. Auch die hauteigene Kollagen-und Hyaluron-Produktion wird angeregt.

Quitte wirkt gegen trockene Haut

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie ein Apfelbaum, und auch die Quittenfrüchte sind einem Apfel nicht unähnlich. Für Cremes werden vor allem die Quittenblütensamen verwendet. Ihr Wachs beruhigt, stärkt die Barriereschicht der Haut und sorgt so dafür, dass Feuchtigkeit viel länger ge speichert werden kann. Produkt: „Gesichtscreme Quitte“/Dr. Hauschka, 30 ml ca. 17 Euro

Kornblume lässt die Augen strahlen

Wir kennen sie als zarte Gartenblume und stellen sie auch gern mal in die Vase. In der Naturkosmetik wird der Extrakt des Kornblumenwassers schon seit dem 17. Jahrhundert gegen entzündete Augen eingesetzt. Doch der blaue Farbstoff aus der Blüte, das Cyanin, kann noch mehr. Als sekundärer Pflanzenwirkstoff (Flavonoid) ist es in der Lage, die Haut vor freien Radikalen zu schützen. Diese aggressiven Moleküle greifen permanent unsere Zellen an und zerstören sie. Neben dieser Schutzfunktion entstaut Kornblumenextrakt das Gewebe rund um die Augen. In Make-up-Entferner reinigt er sanft und beruhigt.

Stiefmütterchen schützt vor Hautunreinheiten

Vor allem das Wilde Stiefmütterchen besitzt eine starke Heilwirkung und hemmt sogar Entzündungen. Was die Blume zum Beauty-Experten macht: In den Blütenblättern steckt Salicylsäure, die sanft die Hornschicht peelt. So kann Talg besser abfließen, und es entstehen weniger Unreinheiten, die stressbedingt auch in reiferem Alter auftreten können. So wird die Blüte selbst zu einer wirk samen Waffe gegen Fältchen. Denn ihre Bestandteile regen den Stoffwechsel an und helfen, Feuchtigkeitsdepots in der Haut wieder aufzufüllen.

Calendula glättet sogar bis in die Tiefe In den orangefarbenen kräftigen Blüten der Ringelblume steckt ein einmaliger Mix guter Substanzen: sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme, ätherische Öle und Gerbstoffe – ein ganzes Wirkstoffpaket zum Schutz der Haut. Vor allem die entzündungshemmende und wundheilende Wirkung ist wissenschaftlich bewiesen. Deshalb kommt Ringelblumenextrakt auch gern in Babyprodukten zum Einsatz. Besonders wichtig für die Haut ab 40 sind vor allem die Karotinoide. Sie stimulieren die Zellerneuerung in der Basalschicht, regen die Durchblutung an und glätten langfristig die Oberfläche.

Wildrose schützt vor Pigmentflecken

Wildrose

Wildrose

Ihre Schönheitskräfte sind noch längst nicht erforscht. Mehr als 400 Wirkstoffe vermutet man in der Wildrose. Glättendes Geranium-Öl zum Beispiel oder antibakteriell wirkendes Farnesol. Vor allem ihr hoher Gehalt an verschiedenen Vitaminen macht sie zum Zellschutz-Wunder.

Mohn strafft Hals und Kinn

Bei Mohn denkt man zuerst an Brötchen und Kuchen. Extrakte aus der üppigen Blüte können aber noch viel mehr. Durch den Pflanzenstoff Glaucin, der aus den Blättern gewonnen wird, hilft Mohn, die Dicke des Unterhautfettgewebes zu reduzieren und so die Haut an Hals und Kinn zu straffen. Das eingelagerte Fett wird in Fettsäuren und Glycerol gespalten, sodass unser Körper es leichter abbauen kann.