Schönheit Beauty-Mythen

In Sachen Schönheit gibt es viele alte Glaubenssätze. Wir sagen Ihnen, was heute noch stimmt – und was ein Irrtum ist.

Nägel feilen Beauty-Mythen © iStockphoto

1 Nagellack verursacht Hautreizungen

Durchaus möglich. Viele Lacke enthalten Substanzen wie Formaldehyd, Toluol und Kolophonium, die allergische Reaktionen auslösen können. Vor allem im Gesicht, wenn man sich die Augen reibt oder oft ans Kinn fasst. Alternative: hypoallergener Nagellack, der ohne Reizstoffe auskommt (in Apotheken, Bioläden).
 

2 Geschminkte Lippen wirken voller
Lippenstift von Catrice

Kräftig geschminkte Lippen

Das kommt darauf an. Dunkle Töne lassen schmale Lippen noch dünner erscheinen und machen älter, genauso wie dunkle Lippenkonturen. Mit sanften, matten Tönen, passend zum Hautton, Pastellfarben oder rosenholzfarbenem Gloss kann man Volumen dazumogeln.
 

3 Nägel soll man immer in eine Richtung feilen

Dieser Grundsatz gilt nur, wenn Sie eine grobe Metall feile benutzen. Die raut die Nagelspitze auf und macht sie anfällig für Spliss. Bei einer feinen Sandpapier- oder Glasfeile besteht diese Gefahr nicht. Besonders lange einsatzfähig bleiben sie, wenn man die Glasfeile nach Gebrauch unter fließendem Wasser, die Sandpapierfeile mit einem Streifen Tesafilm reinigt. Maniküre-Experten raten übrigens dazu, vor dem Feilen auf ein Handbad zu verzichten: Aufgeweicht sind Nägel nämlich besonders empfindlich.
 

4 Tägliches Peeling macht schöne Haut
Frau benutzt selbstgerechtes Peeling

Ein Peeling sorgt für weiche Haut

Auf keinen Fall! Diese Aussage ist falsch und veraltet. Die Haut erneuert sich bis zum 30. Lebensjahr ungefähr alle 28 Tage, danach verlangsamt sich dieser Prozess. Einmal in der Woche peelen reicht also vollkommen aus. Zu häufiges Rubbeln reizt die Haut nur unnötig. Besser: Beim täglichen Reinigen mit den Fingern oder einem Bürstchen sanft kreisend massieren. Das regt die Durchblutung an, und die Haut sieht frischer und glatter aus.
 

5 Buttermilch macht schön

Stimmt! Oma hatte also recht, denn diese Milch enthält kaum Fett, dafür viel Eiweiß, B-Vitamine, Mineralstoffe und etwa 90 Prozent Wasser. Dieser Mix strafft die Haut und lässt sie glatter wirken. Ihr Milchzucker pusht außerdem die Verdauung und damit den Abtransport von Schadstoffen, die den Teint müde aussehen lassen.
 

6 Bei reifer Haut bloß kein Lidschatten!
Lidschatten auftragen

Dunkler Lidschatten wirkt dramatisch

Stimmt, für knallige und glänzende Farben, die Fältchen noch betonen. Viele Lidschatten enthalten aber mittlerweile reflektierende Pigmente, die Fältchen sogar kaschieren. Auch gut: Lidschatten-Grundierung, die verhindert, dass sich die Farbe absetzt. Ideale Anti-Age-Töne sind Beige, Apricot, Hellbraun und Taupe.
 

7 Wasserfester Mascara hält auch nicht immer

Jein: Eine „Waterproof“-Mascara übersteht alle wässrigen Attacken wie Lachen, Weinen und Schwimmen. Sobald allerdings Öl ins Spiel kommt, beispielsweise durch eine sehr fetthaltige Gesichtscreme, kann sich die Tusche auflösen und unter oder über den Augen absetzen. Da hilft nur: rund ums Auge fettfreies Pflege-Gel auftragen.
 

8 Zitrone + Sonne = Sommerblond
Frau auf einer Wiese

Blondes Haar, wie von der Sonne geküsst

Der Tipp ist von gestern und somit ein Mythos. Mit Zitronensaft behandeltes Haar in der Sonne trocknen zu lassen wirkt zwar auf hellend, aber nur minimal und ist äußerst strapaziös. Schonender ist eine Spülung mit Zitronenwasser. Sie hat zwar keinen bleichenden Effekt, doch die Schuppenschicht der Haare schließt sich, das Haar glänzt mehr und wirkt dadurch heller. Intensive Pflege braucht jedes blonde Haar trotzdem!

 
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Autor:
Ute Hartmann