Wirkstoffe Hautcremes Inhaltsstoffe in Cremes

DMAE, Urea, Retinol – immer mehr Tiegel und Tuben enthalten jede Menge Inhaltsstoffe, die man als Käuferin meist gar nicht kennt. Hier die zehn wichtigsten Inhaltsstoffe in Cremes.

Inhaltsstoffe in Cremes Inhaltsstoffe in Cremes © Olga Ryabtsova - iStockphoto

Alpha-Liponsäure

Ein natürlicher Wirkstoff, der vor allem in der Medizin eingesetzt wird, etwa bei Diabetes. In Anti-Age-Cremes („Skin Eternal“ von Source Naturals) verhindert er vorzeitige Zellalterung und glättet die Konturen.

Retinol

Besser bekannt unter der Bezeichnung Vitamin A1. Der Inhaltsstoff ist in vielen Hautpflegeprodukten dafür verantwortlich, dass Fältchen wieder aufgepolstert werden. Diese Fähigkeit hat Retinol in wissenschaftlichen Studien unter Beweis gestellt. Das Vitamin kurbelt die Kollagenproduktion an, aktiviert zahlreiche Enzyme und kann sogar kleine Sonnenschäden reparieren. Auf der Verpackung ist Vitamin A meist als Retinol, Retinyl oder Retinal deklariert (z. B. in „Anti Age Tagespflege“ von frei).

Niacin

Wie Retinol ein Vitamin, und auch hier gibt es mehrere Bezeichnungen: Vitamin B3 oder auch Nikotinsäure. Es sorgt für die Erneuerung der Hautzellen und schützt zugleich vor Feuchtigkeitsverlust. Mit seiner Hilfe beruhigt sich selbst sensible Haut, denn Niacin wirkt mit bei der Bildung von Fetten und Kittsubstanzen (Ceramiden). Bewiesen ist: Ab einer Konzentration von 5 Prozent Vitamin B3 werden Pigmentflecken, Hautverfärbungen und Rötungen gemindert. Kleine Falten glätten sich und Poren werden sichtlich feiner (z. B. „Total Effects“ von Olaz).

Vitamin E

Kein einzelnes Vitamin, sondern ein Sammelbegriff für sogenannte Tocopherole. Wird aus Pflanzen gewonnen, reguliert Feuchtigkeit, unterstützt die Kollagenproduktion. Dafür brauchen Cremes 2 Prozent Vitamin E (z. B. in „Anti-Falten“, Nivea Visage).

Polypeptide

Diese Eiweißketten können in der Natur oder auch im Labor hergestellt werden. Mit ihrer Hilfe läuft die Zellerneuerung der Haut doppelt so schnell, Falten werden von unten aufgepolstert. Auf Cremetiegeln werden diese Wirkstoffe als Acetyl-Hexapeptide oder Palmitoyl-Pentapeptide gekennzeichnet. Ihr Anti-Age-Effekt steigt im Zusammenspiel mit Zellschützern wie Vitamin A und E (z. B. in „Vitalisante“ von Louis Widmer).

Vitamin C

Das am besten erforschte Anti-Aging-Vitamin wirkt gleich dreifach gegen vorzeitige Hautalterung: Die Ascorbinsäure (deklariert als Ascorbic Acid oder Ascorbyl) unterstützt die Kollagenbildung, wirkt als Fänger von freien Radikalen und hellt zusätzlich Pigmentflecke auf. Außerdem ist es entscheidend an der Bildung von neuen kollagenen Fasern beteiligt und sorgt für straffe Haut (z. B. in „Revitalift“ von L’Oréal Paris). Das Vitamin zerfällt leicht bei Wärme und Licht, deshalb die Pflegeprodukte am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Hyaluronsäure gegen Falten

Chemisch gesehen ist „Hyaluronic Acid“ ein Vielfachzucker, der auch im Bindegewebe vorkommt. Er nimmt Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf – die wichtigste Voraussetzung für einen straffen, prallen Teint. Mit dem Alter sinkt der Hyaluronanteil in der Haut immer mehr ab. Studien haben gezeigt, dass sich dies durch Cremes mit sehr feinen Hyaluronsäure-Fragmenten ausgleichen lässt (z. B. in „Hyaluron-Filler“ von Eucerin). Messungen ergaben: Die Haut wird bei regelmäßiger Anwendung merklich dicker.

Phytohormone

Das Hormon Östrogen hält die Haut jung. Mit den Wechseljahren – und sinkendem Östrogen- spiegel – verliert sie an Spannkraft. Pflanzliche Hormone aus Soja und Rotklee gleichen dies aus, kurbeln die Zellerneuerung an (z. B. „Phyto Solutions“, Dr. Scheller).

Urea

Urea ist eine organische Verbindung, die als idealer Helfer bei trockener Haut gilt. Urea füllt die körpereigenen Feuchtigkeitsspeicher wieder auf. Ergebnis: ein pfirsichweicher Teint (z. B. „Bodyurea Creme Milk“ von Garnier).

DMAE

Abkürzung für den Zungenbrecher Dimethylaminoethanol und zuständig für den Schutz der Haut sowie der empfindlichen Nervenzellen vor aggressiven Sauerstoffradikalen. Gewonnen wird der Inhaltsstoff DMAE aus Fisch, zum Beispiel aus Lachs und Sardinen. Studien der Uni Stuttgart belegen: Die Lebensdauer menschlicher Zellen lässt sich durch DMAE um bis zu 50 Prozent verlängern. Der Teint profitiert von Produkten, die mindestens 3 Prozent DMAE enthalten: Die Haut hat sichtbar weniger Falten, die Kontur ist gefestigt (z. B. „Perfect Cream“ von 3Lab).

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