Schminktipps

Dauerhaft schön: Permanent Make-Up

Roter Kussmund, dichte Augenbrauen und perfekter Lidstrich - das verspricht uns das Permanent Make-Up. Nicht nur Zeit vor dem Spiegel können wir uns dadurch sparen, auch schweißtreibender Sport kann unserem Look nichts mehr anhaben. Wir verraten Ihnen alles, was Sie über das Permanent Make-Up wissen sollten.

Eine dunkelhaarige Frau mit rot geschminkten Lippen trägt Wimperntusche auf - Wir verraten Ihnen alles, was Sie über das Permanent Make-Up wissen sollten Dauerhaft schön: Permanent Make-Up © Thinkstock

Wie funktioniert's?

Permanent Make-Up, auch Couture Make-Up genannt, ist eine kosmetische Tätowierung im Gesicht. Hierbei werden feine Farbpigmente mit Hilfe von hauchdünnen Nädelchen in die oberste Hautschicht mikroimplantiert. Die Nadel dringt hierbei weniger als einen Millimeter tief in die Haut ein und hebt sich somit deutlich von einem richtigen Tattoo ab, bei welchem die Farbe bis in die zweite Hautschicht gestochen wird. Dadurch hält ein Permanent Make-Up anders als ein Tattoo nicht lebenslang, sondern muss nach spätestens fünf Jahren nachpigmentiert werden.

Warum Permanent Make-Up?

Sinn und Zweck des Ganzen ist eine natürliche Unterstreichung der optischen Vorzüge. So werden gekonnt Wimpernkränze verdichtet, Lidstriche und Lipliner aufgezeichnet, Augenbrauen neu geformt oder betont, die Farbe der Lippen aufgefüllt oder Schönheitsfleckchen angebracht. Bei der Pigmentierung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, so kann auch eine Brustwarzenneugestaltung durchgeführt werden. Und es funktioniert: Besonders für Frauen mit schmalen, farblosen Lippen oder lückenhaften Augenbrauen oder Wimpern ist das kleine Gesichtstattoo die ideale Alternative zum zeitinsentiven Schminken am Morgen. 

Wie läuft eine professionelle Behandlung mit Permanent Make-Up ab?

Um eine typgerechte und wunschgemäße Veränderung zu erzielen, wird nach einer umfassenden Beratung das optimale Behandlungsziel festgelegt. Fragen Sie im Vorfeld nach den verwendeten Farben. Sie sollten aus Mineralien hergestellt und allergiegetestet sein und auf keinen Fall krebserregende Azofarbstoffe oder Konservierungsstoffe enthalten. Außerdem ist es wichtig, dass die Farben untereinander gemischt werden können, um einen individuellen Ton anfertigen zu können. Haben Sie genau beschrieben, was Sie sich wünschen und die passende Farbe ausgewählt, findet eine Vorzeichnung statt. Die gewünschte Farbe wird an entsprechender Stelle in besprochener Form aufgetragen. Wenn Sie zu 100 Prozent zufrieden sind, wird mit der Pigmentierung begonnen. Nach der Behandlung bleicht die Farbe noch etwas aus, sodass der Look schön natürlich wirkt.

Was gilt es beim dauerhaften Make-Up zu bachten?

In den ersten Tagen sollten Sie unbedingt Sonne, Solarium, Sauna, Meer- und Chlorwasser meiden. Nutzen Sie die Zeit, sich an den neuen Look zu gewöhnen und sich bis zur zweiten Sitzung zu überlegen, ob noch etwas verlängert, breiter oder kräftiger gemacht werden soll.

Schmink- und Make-Up-Tipps
schminken

Und wenn es doch nicht gleich die permanente Pigmentierung sein soll und eine Schminkschule Ihnen zu zu zeitaufwendig ist, schauen Sie sich unsere Schmink- und Make-Up-Tipps an.

Denn beim Permanent Make-Up reicht eine Behandlung in der Regel nicht aus. Wie lange die Pigmentierung anhält ist von Frau, Alter und Hauttyp abhängig und variiert. Denn Aspekte wie Hautstoffwechsel, Lebensumstände und das Pflege-Verhalten beeinflussen die Haltbarkeit der Zeichnung. Als Faustregel gilt: Etwa zwei bis fünf Jahre dauert es, bis die Konturen endgültig verblasst sind. Dann kann problemlos eine neue Behandlung an Lippen, Augenbrauen oder Haut vorgenommen werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Natürlich ist der kleine Beautyeingriff auch mit Risiken behaftet. Neben Spannungsgefühlen, Rötungen und Schwellungen der bearbeiteten Hautregionen können bleibende Narben und allergische Hautreaktionen die Folge der Verschönerungsmaßnahme sein. Bei Augenbrauen ist das zwar nicht so schlimm wie auf dem Augenlid, da man beispielsweise eine Narbe unter den Brauen nicht richtig erkennt. Trotzdem sollte man nichts überstürzen. faAchten Sie also unbedingt darauf, dass sowohl das Arbeitsumfeld- als auch die Haut desinfiziert sind.

Typberatung

Sie wollen sich verändern? Wir haben vielen Frauen gezeigt, wie sie das Beste aus sich herausholen. 

Ein weiteres Risiko welches Sie bedenken sollten, ist der ästhetischen Aspekt: Ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis wie eine verrutschte Linie oder eine falsche Farbe können nicht rückgängig gemacht werden. Wurde der Eingriff verpatzt, kann das Ergebnis lediglich durch Aufhellung minimal korrigiert werden. Auch wenn die Pigmente zu hoch oder zu tief gestochen sind, verblassen sie entweder sehr schnell oder bleiben dauerhaft sichtbar. Wichtig ist es also, sich mit der Kosmetikerin genau abzustimmen, um solche unangenehmen Überraschungen zu vermeiden.

Allgemein gilt: Personen, die an Infektionskrankheiten (HIV) oder Diabetes erkankt sind, Allergiker oder solche, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten aus gesundheitlichen Gründen auf ein Permanent Make-Up verzichten.

Das richtige Studio

Die Wahl des Kosmetikstudios ist für das Ergebnis absolut entscheidend. Denn wie bei allen kosmetischen Eingriffen spielen auch bei dem Permanent Make-Up die Themen Hygiene und Know-How eine entscheidende Rolle. Fragen Sie hierfür im Vorfeld unbedingt nach dem Erfahrungsreichtum, nötigen Informationen und der Ausbildung des Behandelnden. Denn neben schwarzen Schafen in der Branche gibt es auch große Unterschiede bei der Qualität und Dauer der Permament Make-Up Kurse. Und Sicherheit geht schließlich vor!

Um die nötige Hygiene zu garantieren, sollte nicht ohne Handschuhe, Mundschutz und Arbeitskleidung gearbeitet werden. Ein unverbindliches Beratungsgespräch, bei dem die Pigmentierung genauestens besprochen wird und auch die Belehrung vor möglichen Risiken ist ebenso ein Muss. Bevor es dann an die Nadel geht, ist eine Vorzeichnung mit der entsprechenden Farbe wichtig, um wirklich sicher zu sein, dass das Ergebnis gefallen wird. Auch das Arbeiten mit Schablonen ist tabu, denn nur wer frei Hand arbeitet kann die individuellen Wünsche tatsächlich umsetzen und dem Gesicht passend aufzeichnen. Ein detaillierter Kostenvoranschlag und ein im Preis enthaltener Nachbehandlungstermin sollten selbstverständlich sein.

 

 
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