Parfum

Kleiner Duft-Guide

Lassen Sie sich verführen: Die neuen Düfte locken mit betörenden Vintage-Blüten wie Lilien und Orchideen oder köstlichen Gourmetnoten wie Basilikum und Anis. Wie Sie Ihren künftigen Traumpartner finden, verrät unser kleiner Duft-Guide.

Immer der Nase nach Kleiner Duft-Guide © PR

Wer versteht, wie und warum Düfte wirken, findet viel leichter sein persönliches ideales Parfum. Riechen Sie mal rein! Kein Zweifel, Düfte sind geheime Verführer. Mit ihnen lassen sich gezielt Stimmungen beeinflussen. Der Grund: Die Riechzellen der Nase aktivieren direkt das limbische System – jenen Bereich unseres Gehirns, der Gefühle und Erinnerungen aufbewahrt. Die individuelle Datenbank der Gerüche wird schon vor der Geburt eröffnet: Ab dem siebten Monat sind Ungeborene fähig, Duftwellen über das Fruchtwasser aufzunehmen und zu speichern. Im Laufe des Lebens kommen ungezählte Daten hinzu. Riecht man etwas, das mit einer bestimmten Situation oder Person verbunden ist, werden die je nach Erlebnis positiven oder negativen Gefühle wieder wach. Deshalb kann, egal was Trend ist oder wie toll ein Flakon auch aussehen mag, nie ein einziger Duft alle glücklich machen.

Immer der (eigenen) Nase nach!

Morgens sind die Riechzellen in Hochform, dann ist der beste Zeitpunkt, ein neues Parfum auszuwählen. Nach vier bis fünf Düften verliert die Nase allerdings ihren Feinsinn. Damit sie nicht vorzeitig schlappmacht, beim Probeschnuppern mit den leichtesten Düften anfangen, dann die Intensität steigern. Zwischendurch an Kaffeebohnen riechen, das klärt die Sinne. Um in Ruhe zu entscheiden, welches Parfum das richtige ist, ein paar Probestreifen in getrennten Taschen (damit sie sich nicht vermischen) mitnehmen und zu verschiedenen Tageszeiten beschnuppern. Später den Test auf der Haut machen.

Eine Frage der Konzentration

Jedes Riechwasser ist ein Mix aus Alkohol, Wasser und Duftstoffen. In Parfums und Extraits ist die Duftstoffkonzentration mit bis zu 30 Prozent am höchsten. Deshalb sind sie auch am teuersten. Eau de Parfum (EdP) enthält bis zu 15 Prozent, Eau de Toilette (EdT) bis zu 10 Prozent. Der geringste Anteil steckt in Eau de Cologne mit bis zu 5 Prozent und Body-Splash mit 1–3 Prozent. Ein EdT ist spätestens nach drei, ein EdP nach fünf Stunden verflogen. Intensive Düfte sparsam auftragen: Die eigene Nase gewöhnt sich dran, doch andere nehmen „Duftschleppen“ wahr. Übrigens: Auf fettiger Haut riecht jeder Duft stärker und länger als auf trockener.

Von Herzen mit Köpfchen

Fast alle Düfte sind wie eine Pyramide aufgebaut. Die Kopfnote bildet die Spitze, sie ist der erste Eindruck eines Parfums. Diese meist frischen, fruchtigen oder blumigen Noten verflüchtigen sich nach etwa einer Minute und machen den Weg frei für die intensiveren Mixturen der Herznote. Sie ist charakteristisch für ein Parfum. Damit die entsprechenden Blüten, Früchte oder Gewürze intensiver duften und nicht so schnell verfliegen, stecken in der Basisnote Duftstoffe, die sie fixieren, wie etwa Moschus, Vanille, Hölzer und Gewürze.

 
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