Schädliche Inhaltsstoffe

Das macht unsere Haut krank

Make-up macht mehr aus Ihrem Typ, Cremes und Lotionen unsere Haut zart und Deos helfen gegen Körpergeruch. Jedoch vergessen die meisten, dass in vielen Produkten auch gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe versteckt sind. Wir verraten, auf welche Inhaltstoffe Sie beim nächsten Kauf Ihrer Kosmetika unbedingt achten und verzichten sollten.

Inhaltsstoffe die krank machen Das macht unsere Haut krank © AdamGregor/iStock

Chemiekeule statt Pflege: Was steckt in unserer Kosmetik?

Das Haar glänzt, das Make-up sitzt – dass solche Ergebnisse oft durch Chemie in Kosmetika erzielt werden, liegt auf der Hand. Viele würden jedoch gerne darauf verzichten. Denn einige der Substanzen stehen unter Verdacht, gesundheitsschädigend und sogar krebserregend zu sein. Wir geben Tipps, auf welche Stoffe Sie in Kosmetika besonders achten müssen und wie Sie diese auf der Packung schnell und sicher erkennen können. An bestimmten Silben oder Endungen kann der Konsument unerwünschte Inhaltsstoffgruppen entlarven und somit bewusst vermeiden:

Silikone – Die Verwandlungskünstler unter den Inhaltsstoffen

Silikone treten unter verschiedenen Namen auf und versiegeln so gut wie kaum ein anderer Stoff. Daher werden sie vielfältig eingesetzt, wie zum Beispiel zum Abdichten von Fugen oder zur Produktion von Autolacken. Aber auch in Cremes, Make-ups oder Shampoos sind sie sehr oft enthalten, weil sie als ölige Komponente dienen und hochwertige pflanzliche Öle ersetzen. Die Substanzen glätten jedoch nur oberflächlich Haut und Haare, die natürliche Regeneration wird durch den hautfremden Film beeinträchtigt. Tipp: Der Verbraucher erkennt Silikone anhand der Inhaltsstoffe (INCIs) mit den Endungen „-cone“ oder „-xane“. Hier gilt: Je weiter vorne der Stoff aufgelistet ist, desto höher ist die Konzentration. Bewertungsportale wie Codecheck.info empfehlen hier Alternativprodukte ohne Silikone.

Infografik

Nitrosamin – Krebserregender Schädling in Leber und Niere

Nitrosamine gehören zu den stark krebserregenden Stoffen und werden leicht über die Haut aufgenommen. Sie entstehen entweder aus Nitrosamin-Verunreinigungen, u.a. während der Kosmetik- Lagerung, oder bilden sich erst dann, wenn das Produkt in Berührung mit der Haut kommt – in diesem Fall können die Nitrosamine vorher gar nicht nachgewiesen werden. Einmal in Niere und Leber eingenistet, richten sie großen Schaden an. Schon vor einiger Zeit hat Öko-Test herausgefunden, dass in einigen Mascaras Nitrosamine enthalten sind – und zwar höher konzentriert als die gesetzlich zugelassene Höchstmenge. Diejenigen, die Kosmetik ohne diese Rohstoffe benutzen möchten, erkennen einen Großteil der Substanzen an den drei Buchstaben DEA, MEA oder TEA. Als Alternative können Verbraucher Naturkosmetik benutzen.

Sulfate – Die aggressive Reinigungskraft

Sulfate sind Salze der Schwefelverbindungen und werden in sehr vielen Lebensbereichen angewendet. Als waschaktive Substanzen findet man Sulfate auch in zahlreichen Shampoos, Dusch- sowie Gesichtsgels. Für die sehr gründliche Reinigung und den vielen Schaum werden vor allem Sodium Lauryl Sulfate sowie Sodium Laureth Sulfate in kosmetischen Produkten eingesetzt. Als aggressive Substanzen können sie Haut und Haare stark austrocknen und sogar Allergien auslösen. Vor allem für kleine Kinder stellen sie eine Gefahr dar. Wer SLS/Sodium Lauryl Sulfate oder SLE/Sodium Laureth Sulfate auf der Packung entdeckt, sollte sich lieber nach Alternativprodukten umschauen.

Polyethylenglykole – Der maßgeschneiderte Eindringling


Polyethylenglykole werden in vielen Kosmetikprodukten verwendet, da sie vielseitig einsetzbar und vor allem preisgünstig sind. Sie sind ein effektives Mittel, um Fett und Feuchtigkeit miteinander zu verbinden. Doch der Einsatz von den synthetisch hergestellten Substanzen ist bedenklich: Dadurch, dass sie den Membranschutz der Haut schädigen, können andere unerwünschte Schadstoffe durch die geschwächte Hautbarriere in die Blutbahn und den gesamten Körper gelangen. Dies kann zu einer Immunreaktion führen. Ein weiteres Risiko ist die Austrocknung der Haut. Verwendet man häufig Cremes, Shampoos und Duschgels mit dem Stoff, wird der schützende Talgfilm angegriffen und es kommt zum sogenannten Auswaschungseffekt. Polyethylenglykole erkennt man meist an den Großbuchstaben PEG in Kombination mit einer Zahl, z.B. PEG-8. Außerdem gehören viele Substanzen mit der Silbe „eth“ zu dieser Stoffgruppe, z.B. Ceteareth-15. Alternativen sind auch hier in der Naturkosmetik zu finden.

Wer mehr über die Inhaltsstoffe in Kosmetik oder Lebensmitteln erfahren möchte, kann mit der Codecheck-App einfach den Barcode scannen und sehen, was darin enthalten ist.

Downloads
 
Schlagworte: