Test

Bräunungsdusche im Test

Wer im Winter nicht wie Frischkäse aussehen will, hat eine Alternative: die Bräunungsdusche. FÜR SIE-Autorin Susanne Kaloff hat sie ausprobiert.

Schön gebräunte Haut Bräunungsdusche im Test © istockphoto

Entweder man kann sich in der kalten Jahreszeit drei Wochen Barbados leisten oder nicht. Letzteres sieht man einem an: Der käsige Hautton ist der Verräter. Eigentlich mag ich keinen Schwindel, meine Studien mit Selbstbräunungsmittel aus der Tube liegen lange zurück – es gelang mir nie, den Rücken streifenfrei einzufärben. Aber so ein kleiner Frischekick aus der Düse wär schon hübsch, oder? Man bekommt ihn in vielen Kosmetikstudios für rund 30 Euro. Ich gehe zu „bellapelle“ in Hamburg, wo man mit der manuellen Spraytanning-Methode von BeauBronz arbeitet. Darauf vertrauen auch Stars – ein Satz, mit dem man mich immer kriegt. Den Victoria’s-Secret-Models werden vor der Show damit sogar Muskeln aufgesprüht. Angeblich sieht man danach gleich fünf Pfund leichter aus.

Umhüllt von feinem Nebel

So schnell war ich noch nie ausgezogen! Sekunden später stehe ich, bis auf den Schlüpper nackig, in einem Tipi-Zelt, dann geht’s los: Wie eine alte Karre bei „Pimp My Ride“ werde ich in gleichmäßigen Bahnen von oben nach unten mit feinem Nebel aus der Airbrush-Pistole getunt. Das ist angenehm kühl und völlig harmlos. Man muss ein paar Posen einnehmen, damit die Farbe gleichmäßig überall verteilt werden kann. Man steht wie ein Hampelmann in diesem kleinen Zelt und kichert.

Ein neues Ritual ist geboren

Zum Schluss kommt noch eine Art Finish, ein pflegender „Überlack“, drüber, der gut riecht. Das mindert den typischen Selbstbräunungsduft nach sehr reifer Walnuss. „So, und nun müssen Sie alles fünf Minuten antrocknen lassen. Bitte nirgendwo anlehnen!“, warnt die Fachfrau. Braun gesprayt stehe ich nackig vor einem Tischchen mit Tee, mümmle einen Keks. Das Ergebnis? Hammer! Eine wie mit dem Lineal gezogene Linie, dort wo das Höschen saß, kein Streifenhörnchen-Look, nur „fresh“ und natürlich braun wie, na ja, nicht Naomi Campbell, aber wie nach einer Woche Fuerte. Am anderen Tag rufen mir die Menschen auf der Straße zu: „Du siehst blendend aus. Warst du im Urlaub?“

Bräune aus Flasche oder Tube

Es geht auch ohne Karibik und Kosmetikerin: Die neuen Selbstbräuner für zu Hause sind auch für empfindliche Hauttypen geeignet.

  • „Eau Thermale Selbstbräuner“ von Avène verleiht zarte Bräune und beruhigt die Haut ohne Konservierungsstoffe, 100 ml ca. 15 Euro.
  • „Easy Bronze Milky Spray“ von Lancaster lässt sich ultraleicht verteilen und hat zusätzlich den Lichtschutzfaktor 6, 150 ml ca. 29 Euro.
  • „Sunless Bronze“ von Annemarie Börlind spendet intensiv Feuchtigkeit, 75 ml ca. 13 Euro.
 
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