Haarstyling Pomade: vielseitiges Styling-Produkt mit Tradition

Schon seit dem 18. Jahrhundert wird Pomade für Frisuren verwendet. Wir erklären, wie Pomade richtig angewendet wird und welche Pomade die beste ist.

Frau mit Pomade im Haar Pomade: vielseitiges Styling-Produkt mit Tradition © g-stockstudio/iStock

Pomade ist im Badezimmerregal heute eher unterrepräsentiert. Dabei bietet das Styling-Produkt gegenüber Wachs, Gel und Mousse viele Vorzüge. Es besteht meist aus Vaseline, Parfüm, Olivenöl, Kokosnussöl, Lanolin und Bienenwachs. Diese hochwertigen Inhaltsstoffe machen die Pomade auch so pflegend für das Haar, da kein Alkohol verwendet wird und das Haar so nicht ausgetrocknet wird.

Geschichte der Pomade

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Schon im 18. Jahrhundert wurde Pomade benutzt, um die Haarpracht zu bändigen. Damals war das Produkt allerdings nur dem Adel vorbehalten. In den 1920er Jahren wurde Pomade dann unter Afroamerikaniern populär. Krauses Haar wurde durch die Pomade geschmeidig und leicht zu stylen. In den 30er und 40er Jahren gehörte die Pomade für eine breite Masse zum täglichen Pflegeprodukt. Und natürlich krönte Elvis Presleys Haartolle in den 50ern die Karriere der Pomade und machte sie zum Kassenschlager.

Die richtige Anwendung

Pomade lässt sich am besten im leicht flüssigen Zustand verteilen. Ist die Pomade zu kalt und fest, einfach ein wenig mit dem Föhn erwärmen. Nun eine haselnussgroße Menge mit dem Finger entnehmen, zwischen den Handflächen verreiben und sparsam im Haar verteilen. Anfangs lieber zu wenig als zu viel Pomade benutzen und im Zweifel nachnehmen. Übrigens können nicht nur Männer das Produkt verwenden. Wer einen hohen Pferdeschwanz besonders elegant und ohne fliegende Haare tragen möchte, kann einen kleinen Klecks Pomade benutzen, mit dem nach dem Verreiben in den Händen vorsichtig das Haar am Kopf glattgestrichen wird. So erhält die Frisur einen besonders schönen Glanz.

Auswaschen von Pomade

Pomade lässt sich wegen der hohen Fett- und Bienenwachsbestandteile nur sehr schwer wieder auswaschen. Manch Pomadennutzer schwört darauf, die Haare normal mit Shampoo zu waschen, um die Kopfhaut zu reinigen, den Pomadenfilm aber im Haar zu belassen, da fürs Styling ja sowieso wieder neue Pomade ins Haar kommt. Wer aber nur ab und zu und bei besonderen Anlässen Pomade benutzen möchte, für den ist dies natürlich keine Lösung. Ein Geheimtipp in der Rockabilly-Szene: Vor dem Waschen das nasse Haar mit Olivenöl tränken und anschließend zwei Mal mit Shampoo auswaschen. Hier nutzt man den Effekt, dass Fett Fett löst und spült anschließend mit dem Tensid des Shampoos nach.

Die beste Pomade

Eine Pomade für alle und jeden Haartyp gibt es leider nicht. Als Einsteiger sollte man eine mittelweiche Pomade wählen und dann experimentieren. Sehr weiche Pomade mit hohem Ölanteil gibt mehr Glanz als feste Pomade, die dafür mehr Halt gibt. Hier kommt es darauf an, welchen Style man mit Pomade erreichen möchte und wie dick oder dünn das Haar ist. Also: ausprobieren!

 
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