Haare färben Farbe ins Haar

Wie trifft man den richtigen Ton? Frauen erzählen, Styling- Experten geben Antworten. Tipps und Tricks rund ums Färben.

Farbe ins Haar Farbe ins Haar © Jalag Syndication

Wie finde ich die passende Haarfarbe? „Idealerweise sollte man nah an der natürlichen Farbe bleiben und die Coloration wie ein Make-up betrachten“, rät Christophe Robin, Colorations-Experte für L’Oréal Paris. „Am besten ist eine Farbe, die nur ein bis zwei Töne heller oder dunkler ist als die natürliche Haarfarbe.“

Sind die Inhaltsstoffe von Farben gesundheitsschädlich? „Haarfarben sind sicher!“, davon ist Martin Uellner, Category Manager Farbe bei Goldwell, überzeugt. „Staatliche Stellen und die Hersteller kontrollieren sie regelmäßig.“ Studien können Spekulationen zur Erhöhung von Krebsrisiken durch Haarfarben nicht belegen. Wie viele andere Verbrauchsgüter können sie aber allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb wird vor dem Gebrauch ein Verträglichkeitstest empfohlen.

Wie verhindert man einen Gelbstich beim Blondieren? Andrea Bennett, Aveda Hair Color Development Manager: „Indem man die Blondierung perfekt aufträgt, lange genug einwirken lässt und das Haar entsprechend nachbehandelt, zum Beispiel mit gezielter Pflege wie Shampoos und Spülungen mit violetten Pigmenten gegen Gelbstich.“

Beim Selberfärben wird das Ergebnis oft anders, als man es sich vorgestellt hat. Warum? Britta Klebon, wissenschaftliche Abteilung Garnier: „Eventuell wurden die Anwendungshinweise nicht genau beachtet. Wurde die Einwirkzeit eingehalten? Sieht die Grundhaarfarbe wirklich so aus wie auf der Packung? Wurde die Tönung/Coloration auf eine Naturhaarfarbe oder auf vorcoloriertes Haar aufgetragen?“ Alle diese Punkte können das Farbergebnis beeinträchtigen. „Mein Tipp: Wenn man zwischen zwei Tönen schwankt, bei der Farbauswahl lieber zu der helleren Nuance greifen und alle Anwendungshinweise befolgen.“

Strapazieren 10-Minuten-Colorationen das Haar mehr als eine klassische Farbe? „Nein, bei 10-Minuten-Colorationen wird eine stärkere Chemie benötigt, dafür ist die Einwirkzeit kürzer“, erklärt Dr. Lutger Neumann, L’Oréal Professionnel Produkte. „Normale Colorationen wirken länger ein, sind aber schwächer in der chemischen Zusammensetzung. Sicher ist, dass die 10-Minuten-Farben nicht strapazierender wirken.“ Einige Blitz-Colorationen belasten das Haar sogar weniger, weil bei ihnen nur mehr Pigmente eingesetzt werden. Dafür sind den Möglichkeiten der Farbgebung aber Grenzen gesetzt.

Ist es möglich, die Chemiekeule zu reduzieren? Ja, mit Colorationen, die auf das Bedürfnis nach Natürlichkeit eingehen, wie „Essensity“ von Schwarzkopf Professional ohne Duftstoffe, Silikon, Paraffin- und Mineralöle, Parabene und Formaldehyd-Derivate. Oder mit der physikalischen Permanentfärbung „Elumen“ von Goldwell. Martin Uellner, Goldwell: „Wer partout keine klassische Coloration mag, kann auf Pflanzenfarben zurückgreifen.“
 

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