Frisur

Haare zu Hause färben

Mit unserer Tipps können Sie Ihre Haare zu Hause selber perfekt färben. Es ist fast so einfach wie Haare waschen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie beim Colorieren den richtigen Ton treffen.

Haare selber färben Haare zu Hause färben © IStock/Thinkstock

Wie funktioniert die neue Glossy-Technik?

Wenn die Farbe fade oder stumpf wirkt, ist eine Gloss-Behandlung eine glänzende Idee. Dabei werden glanzfördernde Moleküle ins Haar eingeschleust, gleichzeitig glätten pflegende Substanzen die Oberfläche und versiegeln sie. Die Anwendung ist leicht. Das Tönungs-Fluid gibt es pur oder mit einem Hauch Gloss. Es wird wie ein Shampoo benutzt, wirkt aber 10 bis 15 Minuten ein. Strähnen, Colorationen und auch unbehandeltes Haar glänzen bis zu 30 Prozent intensiver (z.B. „Color Touch Relights“ von Wella, „Casting Crème Gloss“ von L’Oréal, „Phyto Gloss“ von Phyto). Tipp: Verzichten Sie bei gefärbten Haaren auf stark reinigende und Schuppen-Shampoos, sie spülen Pigmente aus dem Haar.

Wie gelingt eine vollständige Grauabdeckung?

Normale Tönungen haben nur eine 30-prozentige Deckkraft. Die Farbe legt sich um das Haar, dringt aber nicht ein, und der Naturton schimmert durch. Am besten zaubern Intensiv-Tönungen und Colorationen (stärkste Stufe) die grauen Haare weg. Achtung: Graue Haare nehmen die Farbe anders an  als der Naturton. Also die Farbe erst an einer unauffälligen Stelle testen. Hat das geklappt, die grauen Haare immer von oben nach unten in den Nacken färben.

Mousse oder Farbe: Was wirkt besser?

Mit Creme-Farbe erzielt man ein gleichmäßigeres Ergebnis, aber Mousse-Tönungen sind ideal für Anfängerinnen und Frauen mit langem Haar. Colorieren ist damit so einfach wie Haare waschen. Der Schaum ist schnell aufzutragen und in vielen verschiedenen Tönen zu haben (z.B. von L’Oréal Paris oder von Schwarzkopf).

Bio-Haarfarben: Wie unterscheiden sie sich von konventionellen?

Sie enthalten kaum Chemie, sind aber nicht so berechenbar, und Aufhellungen sind unmöglich. Braune und rötliche Nuancen entstehen mit Rinden-, Walnussschalen- oder Henna-Extrakten, Blond- und Goldtöne mit Kamille, Weizen oder Kurkuma. Das Pulver wird mit heißem Wasser zu einem Brei verrührt, die Farbe lagert sich in der äußeren Schicht des Haars an. Haken: Je öfter man Bio-Farben benutzt, desto dunkler wird der Ton. Gelingt eine Nuance nicht gut, muss diese Farbe herauswachsen, Überfärben oder Aufhellen mit konventionellen Farben funktioniert meist nicht.

Wie finde ich den Optimalen Farbton passend zum Teint?

Am besten bleiben Sie nah an der natürlichen Haarfarbe und verändern sie nur um ein oder zwei Nuancen heller oder dunkler. Das lässt die Augen strahlen, den Teint ebenmäßiger erscheinen. Bei olivem Hautton und dunklen Augen darf die Farbe nicht zu blond sein. Errötet die Haut schnell, sind warme Töne unvorteilhaft, weil sie den Rotstich verstärken. Besser: aschige Nuancen. Dunkelhaarige sollten bei Rotfärbungen die Brauen ein bis zwei Nuancen heller färben, damit es natürlich aussieht.

Haare färben ganz ohne Ammoniak?

Mittlerweile bieten alle Hersteller Colorationen ohne die scharf riechende Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff an (einen entsprechenden Hinweis finden Sie auf den Verpackungen). Ersatzstoffe, wie etwa Monoethanolamin, erledigen den Job ebenso gut, öffnen die Schuppenschicht des Haars, damit die Farbpigmente eindringen können. Gleichzeitig wurde bei den Produkten auch der pH-Wert gesenkt, das Haar quillt weniger auf.

SOS! Ich habe mich verfärbt, was nun?

Ist der Ton zu dunkel, experimentieren Sie lieber nicht mit Entfärber-Lotion. Lassen Sie eine Haarkur lange einwirken, das schleust Pigmente aus dem Haar. Bei Blondierungen wichtig: Nerven behalten. Je dunkler die Naturfarbe, desto mehr Farbstufen durchläuft das Haar. Wer beim Farbcheck Orange sieht, sollte abwarten. Bloß nicht in Panik ausspülen. Das unterbricht den chemischen Prozess – und den Karottenton kann nur der Friseur ausgleichen.

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