Handpflege Pflege für die Hände

Unsere Hände verraten viel über Alter, Persönlichkeit und Lebensstil. Schon deshalb sollten wir ihnen reichlich Pflege gönnen.

Pflege für die Hände Pflege für die Hände © volff - Fotolia

Dynamischer Schraubstock oder schlapper Lappen: Ein Händedruck reicht schon, damit sich unser Gegenüber ein Bild von uns machen kann. Und natürlich wird nach dem Schütteln auch geschaut – wie sehen Fingernägel und Haut aus? Gepflegt? Mitgenommen? Eher jünger? Eher reifer? Denn hier gibt es nichts zu kaschieren. Im Grunde sind die Hände die geschwätzigsten Körperteile. Sie verraten eine Menge über Alter, Lebensweise, ja auch über den Charakter. Nervöses Knibbeln hinterlässt ebenso Spuren wie anstrengende körperliche Arbeit. Aber was können wir alles tun, wenn wir unsere Finger nicht unbedingt in Watte packen wollen?

Waschen, schützen, cremen

Das Schönste, was einer Hand passieren kann: Fett und Feuchtigkeit. Sobald der Babyspeck verschwunden ist, liegen alle Sehnen, Nerven und Blutgefäße, von wenig schützendem Muskelgewebe bedeckt, direkt unter der Haut, die sich ausgerechnet an dieser empfindlichen Körperstelle am freizügigsten zeigt. Einen natürlichen Schutz vor Wind, Kälte, Sonne gibt es kaum, da Talgdrüsen auf dem Handrücken gar nicht und in den Handflächen in nur geringer Anzahl vorhanden sind. Fürs Händewaschen sollte deshalb stets eine milde, rückfettende Seife verwendet werden. Sehnen, Nerven und Blutgefäße, von wenig schützendem Muskelgewebe bedeckt, direkt unter der Haut, die sich ausgerechnet an dieser empfindlichen Körperstelle am freizügigsten zeigt. Einen natürlichen Schutz vor Wind, Kälte, Sonne gibt es kaum, da Talgdrüsen auf dem Handrücken gar nicht und in den Handflächen in nur geringer Anzahl vorhanden sind. Fürs Händewaschen sollte deshalb stets eine milde, rückfettende Seife verwendet werden. Übrigens: Neue Studien der Uniklinik Essen haben bewiesen, dass eine kurze alkoholhaltige Desinfektion die Haut weniger strapaziert als Seife.

Je älter, desto öfter

Eine Handcreme ist natürlich unverzichtbar – je nach Hauttyp und Belastung sollte das passende Produkt ausgewählt werden. Speziell reifere Haut benötigt ordentlich Zuwendung. Denn mit den Jahren verlangsamt sich die Bildung des Spannkraft-Proteins Kollagen, die Haut lässt mehr Wasser verdunsten, wird trockener und nach den Wechseljahren auch dünner. Spätestens ab 50 zeigen sich UV-Schäden wie Falten und Pigmentflecken. Auch die Nägel werden trockener und bekommen manchmal Längsfurchen. Damit sie nicht splittern, ist es wichtig, sie mit Nagelöl oder Nagelbutter schön geschmeidig zu halten.

Extra-Behandlung

Sind die Hände besonders trocken, lohnt der Einsatz von Peelings und Handmasken. Gegen Pigmentflecken helfen vorbeugende Tages-Handcremes mit UV-Filtern und Wirkstoffen, die die Bildung der Pigmente verlangsamen. Schuppige Haut und Juckreiz lindern reichhaltige Balsame (z. B. „SOS Repair“ von Nuxe). Intensive Pflege beugt auch einem Handekzem vor – der häufigsten Berufskrankheit in Deutschland. Besonders gefährdet sind Friseurinnen, Floristinnen, Bäckerinnen sowie medizinisches Personal, weil diese Berufsgruppen mit Stoffen zu tun haben, die Reizungen verursachen oder die Haut auslaugen können.

Ein Tipp für natürliche Pflege bei extrem strapazierten Händen: Mit Olivenöl einreiben, das über Nacht unter dünnen Handschuhen einwirkt.

Sanftes Lifting

Die frühzeitige Verwendung von Pflegeprodukten mit Anti-Age-Wirkstoffen wie Q10 zögert Alterungserscheinungen zwar hinaus, kann aber keine Wunder vollbringen. Deshalb wurde die sanfte Chirurgie für die Hände entdeckt: Fruchtsäurepeeling oder Mikrodermabrasion straffen und lindern Pigmentflecken, Laser entfernt Altersflecken, Eigenfettunterspritzungen polstern erschlaffte Handrücken auf. Und hervortretende Venen können mit der Sklerotherapie verödet oder mit Laser „geglättet“ werden (http://www.ratgeber-schoenheit.com/Koerper/Handverjuengung.htm).

Effektive Fingermassagen

Doch nicht immer brauchen wir Pflegeprodukte oder Behandlungen, um unseren Händen ein paar Streicheleinheiten zu verpassen. Wie wär’s denn mal mit einer kleinen Massage? Mit Daumen und Zeigefinger die Finger der anderen Hand kreisend von der Handwurzel zum Nagel hin einige Minuten lang kneten. Das entkrampft und bringt im Nu neuen Schwung. Gedanke der chinesischen Medizin ist, dass in den Händen Anfangs- und Endpunkte von Energiebahnen liegen, die mit allen Organen verbunden sind. Die jahrtausendealte Lehre der Chirologie geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie unterscheidet Luft-, Feuer-, Wasser- und Erdhand. Letztere zeichnet sich durch kurze Finger und eine quadratische Handfläche aus. Und steht für eine praktisch veranlagte Persönlichkeit. Ein handfester Beweis.

 
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