So vermeiden Sie Dickmacher
Die Zucker-Fett-Falle

Wer genussvoll und ohne Hunger schlank bleiben will, sollte seinen Stoffwechsel schonen. Lesen Sie, wie das am besten geht
Schokoloda

Sie lauert überall: in Schokoriegeln, in Nudeln mit Sahnesoße und in schnellen Fertiggerichten aus der Tiefkühltruhe. Keine andere Kombination scheint so beliebt wie die aus Zucker und Fett. Und wohl nichts anderes ist so schädlich für die Figur. Zwar braucht unser Körper für seinen Energiehaushalt regelmäßig Fett und Zucker. Nimmt er jedoch von beidem zu viel auf, speichert er den Überschuss in seinen Depots, den Fettzellen. Ähnliches gilt für Kohlenhydrate – zu denen neben Zucker etwa auch Nudeln oder Weißbrot zählen. Das Fatale: Fettzellen haben die Fähigkeit, sich auf das 200-Fache ihrer ursprünglichen Größe aufzupumpen – und das in fast allen Körperteilen.

Fettabbau? Fehlanzeige

Normalerweise schmelzen diese Reserven, sobald weniger Energie zugeführt wird, als der Stoffwechsel verbraucht. Wer jedoch Zucker und Fett gleichzeitig isst, der bremst diesen natürlichen Fettabbau drastisch: „Wenn jemand Zucker zu sich nimmt, schüttet seine Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus“, erklärt Dr. Thorsten Siegmund, leitender Oberarzt der Endokrinologie am Klinikum Bogenhausen in München. „Das Insulin braucht der Körper, um den Zucker in die Zellen der Organe zu schleusen. Gleichzeitig blockiert es aber den Fettabbau.“ Und was passiert mit dem Fett, das man mit Zucker isst? „Das Insulin verhindert, dass der Stoffwechsel es verarbeitet“, sagt Siegmund. „Es wandert direkt in die Depots.“ Die Zucker-Fett-Falle schnappt zu.


Schlagwörter: abnehmen
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© Burkhard Zimmermann
Quelle: Für Sie, Ausgabe 11/2010