Kleine Heilpflanzenkunde
Traubensilberkerze
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) gilt auch als „Indianerpflanze“
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) gilt auch als „Indianerpflanze“. Die nordamerikanischen Ureinwohner haben als Erste ihre Heilkraft entdeckt. Nach Überzeugung der Indianer war der Zeitpunkt der Ernte entscheidend für die Wirkung: Wurde die Wurzel vor Sonnenaufgang geerntet, half sie gegen Menstruationsbeschwerden. Wurde sie erst mittags aus dem Boden gezogen, setzten sie die getrockneten Wurzeln gegen Rheuma, Asthma und Schlangenbisse ein. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten auch westliche Ärzte die entzündungshemmende Wirkung der Pflanze und brachten die Erkenntnisse nach Europa. Die moderne Phytotherapie hat nachgewiesen, dass Trockenextrakte der Traubensilberkerze (z. B. in „Remifemin Plus“, Apotheke) gut bei Wechseljahrsbeschwerden wirken – und das unabhängig von der Erntezeit.
Quelle: Für Sie, Ausgabe 23/2009

