Wie die Tochter, so die Mutter?

Viele Mütter sehen ihrer Tochter heute zum Verwechseln ähnlich. Und haben den gleichen Lifestyle. Die Grenzen verwischen. Wir fragten Frauen, wie sich das für sie anfühlt.

Früher kamen uns unsere über 40-jährigen Mütter alt vor. Wir trugen Jeans, sie Bundfaltenhosen. Mütter waren dafür da, genervt in der Tür zu stehen, wenn man weit nach Mitternacht von der Party nach Hause kam. Sie sollten um Himmels willen nicht mit auf die Party gehen! Guckt man sich heute Demi Moore an, hat man das Gefühl, die 48-Jährige will ihrer Tochter Rumer (23) optisch den Rang ablaufen. Und fühlt sich in der gleichen Welt zu Hause wie ihr Kind. Doch was passiert, wenn die Generationengrenze verschwimmt und wir als die besten Freundinnen unserer Töchter durchgehen könnten?

Vorbildlich jung geblieben

„Mädchen beginnen in der Pubertät, sich abzugrenzen. Und das ist gut so“, sagt Familientherapeutin Gisela Storz (61), selbst Mutter von vier Kindern. Sie glaubt aber, dass die neuen „Ich bin wie du“-Mütter trotzdem eine Riesen - chance für junge Frauen sind. Mütter, die nicht nur für ihre Kinder leben, sondern einen gesunden Egoismus pflegen und stolz auf ihr eigenes Aussehen sind. Sie seien ideale Vorbilder. „Sogar bessere als früher! Wenn Mütter und Töchter ihre eigenen Weg gehen und dabei glücklich sind, kann man sich doch ganz entspannt wieder irgendwo treffen“, so die Therapeutin. „Eine aktuelle Studie besagt, dass 75 Prozent der jungen Erwachsenen ihre Kinder genau so erziehen würden, wie sie selbst erzogen wurden.“ Ein so tolles Zeugnis haben wir unseren Bundfalten-Müttern damals nicht ausgestellt, oder?


Schlagwörter: frauen, gesellschaft, kinder
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Quelle: Für Sie, Ausgabe 20/2011