Pflege & Styling
Tipps für sexy Sommer-Haare

Glänzend und lässig gestylt – so lieben wir unser Haar. Hier gibt es die besten Pflegetipps, Stylingideen und -produkte. Let the sun shine!

1. Erblonden – wie von der Sonne geküsst

Ganz natürlich aufgehelltes Haar – wer hätte das nicht gern? Aber leider scheint die Sonne nicht jeden Tag, und im Büro sieht man sie auch eher selten. Deshalb lautet das Motto: Unauffällig nachhelfen! Blonde Strähnchen, am besten in zwei verschiedenen Farbtönen, zaubern Lichtreflexe ins Haar und hellen es dezent auf. Vorteil gegenüber einer Komplett-Blondierung: Das Haar erscheint nicht so schnell stumpf, der Ansatz wird viel langsamer sichtbar. Wer den sonnigen Glow selbst kreieren will, kann die Haare alternativ mit einem Spray nach und nach aufhellen , zum Beispiel mit „Sheer Blonde Go Blonder Aufhellungsspray“ von John Frieda (100 ml ca. 9 Euro). Zitronensaft als „natürliches Bleichmittel“ sollten Sie besser nicht versuchen, davon trocknen Haar und Kopfhaut aus.

2. Beim Waschen gilt: Weniger ist mehr

Ein walnussgroßer Klecks reicht, um die Haare zu säubern. In den Händen mit etwas Wasser verteilen, dann auf dem Kopf aufschäumen und gründlich ausspülen. Machen die Haare schnell schlapp, haben sich zu viele Pflegestoffe angelagert. Dann hilft es, einfach das Shampoo zu wechseln oder Rückstände mit einem speziellen Tiefenreinigungs-Shampoo zu lösen. Kein fettiges Haar und trotzdem tägliche Wäsche? Die muss nicht immer mit Shampoo sein, zwischendurch nur mit klarem Wasser ausspülen schont die Mähne. Grauschleier durch kalkhaltiges Wasser? Den entfernt zum Beispiel „Fructis Kräftigendes Glanz-Shampoo“ von Garnier (250 ml ca. 2,50 Euro).

3. Verlockung für glatte Mähnen

Lust auf einen wilden Look? Dann her mit der Lockenzange! Dafür die trockenen Haare partienweise abteilen und vor dem Aufdrehen Strähne für Strähne mit Föhnlotion leicht anfeuchten. Am Oberkopf beginnen, dann am Hinterkopf und seitlich von oben nach unten eindrehen: Die Spitze der jeweiligen Strähne mit der Lockenzange festclippen und zum Ansatz hin aufrollen. Zehn Sekunden warten, den Stab vorsichtig herausziehen und die eingedrehte Strähne zum Auskühlen feststecken. Die Locken anschließend nur mit den Fingern auseinanderziehen oder für weiche Wellen mit einer Paddle-Brush durchbürsten. Sind die Haare zu kurz für die Lockenzange, einzelne Strähnchen mit Föhnlotion einsprühen, um den Zeigefinger rollen, festclippen und kurz anföhnen.

4. Tolles Volumen für haarige Fälle

Ein platter Haaransatz kann einen manchmal zur Verzweiflung treiben. So bringen Sie ihn in Hochform: Ansatzspray oder Schaumfestiger nur am Ansatz – nicht auf die Kopfhaut! – verteilen und über Kopf kreuz und quer trocken föhnen. Dabei den Föhn von unten gegen die Haare halten. Feine Spaghetti-Haare bekommen mit Kollagen-Komplex-Pflege mehr Kraft und kriegen so auch mehr Fülle. Etwa mit „Schauma Push-Up Volumen Aufpolster-Lotion“ von Schwarzkopf (150 ml ca. 4 Euro).

5. Flechten und Hochstecken ist Trend

Lässige Knoten, doppelte Chignons, Zopfkränze – diese Styles sieht man derzeit auf den Catwalks. Guido Palau, Creative Consultant von Redken, kreierte sie für Prada, Jill Stuart und Emanuel Ungaro. Für den Knoten einen Pferdeschwanz machen, ihn im Kreis um das Haargummi legen, feststecken und für den „Undone“-Effekt einzelne Haarspitzen mit den Fingern rauszupfen. Der Doppel-Chignon geht so: Haare tief im Nacken in zwei Partien abteilen, beide Strähnen so lange fest in sich drehen, bis sie sich einrollen, dann festnadeln. Für den Zopfkranz Haare von der Stirn bis zum Nacken in der Mitte scheiteln, beidseitig einen Zopf flechten. Zöpfe zum Kranz um den Kopf legen, feststecken.

6. SOS-Pflege mit Masken und Kuren

Strohiges Haar? Jetzt bloß nicht gleich zur Schere greifen! Haare können sich zwar nicht allein regenerieren, aber Hilfe von außen saugen sie gierig auf. Kuren und Masken enthalten spezielle Pflegestoffe, die am Haarschaft an docken, gezielt poröse Stellen kitten und kleine Löcher füllen. Je nach Produkt 5–10 Minuten lang unter einem vorgewärmten Handtuchturban einwirken lassen und anschließend gut ausspülen. Danach ist das Haar wie versiegelt, weich und geschmeidig mit einem gesunden Glanz. Trockene Schöpfe werden mit Arganöl seidig glänzend, zum Beispiel mit „Arganöl Haarkur“ von Swiss-O-Par (200 ml ca. 3 Euro).

7. Mehr Glanz ins Haar spülen

Die Sonne bringt an den Tag, wie gesund unser Haar wirklich ist. Schmiegt sich die Schuppenschicht fest an den Haarschaft wie bei einem Tannenzapfen, werden die Lichtstrahlen reflektiert und das Haar glänzt. Ist dieser Schutzmantel dagegen aufgeraut, kann kein Licht reflektiert werden, das Haar wirkt matt und stumpf. Pflegestoffe im Conditioner sorgen nach dem Waschen ruck, zuck für eine geschmeidig glatte Hülle. Wer zusätzlich mit intensiverer Farbe glänzen will, trägt eine auswaschbare Tönung auf, die etwa acht Wäschen lang hält. Für extra viel Glanz sorgt auch folgender Kniff: Beim Föhnen die Haare leicht gespannt über eine Bürste ziehen und die warme Föhnluft vom Ansatz zu den Spitzen führen.


Schlagwörter: frisuren, haare
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Quelle: FÜR SIE, Ausgabe 10/2011

Autor: Gaby Hink