Sehnsucht nach Stille
Hilfe bei Tinnitus

Bei jedem piept oder zischt es ab und an mal in den Ohren. Gefährlich ist es erst, wenn die Geräusche dauerhaft und quälend werden. Warum besonders Frauen betroffen sind und welche Therapien helfen
Hilfe bei Tinnitus

Nervige Ohrgeräusche – Pfeifen, Brummen, Klingeln, Sausen, Zischen, Knacken oder Rauschen. Der Selbsthilfeorganisation Deutsche Tinnitus Liga zufolge leiden drei Millionen Deutsche unter Tinnitus – das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Klingeln“. Die Geräusche können ein- oder beidseitig auftreten, laut oder leise sein. Meist stören sie nur kurz. Manchmal nisten sie sich ein, halten längere Zeit an und verschwinden dann wieder. Aber sie können auch für immer bleiben. Der Leidensdruck ist unabhängig von der Intensität. Viele können gut mit den Tönen leben, ein knappes Drittel empfindet sie als Belastung, ein weiteres Drittel treiben sie an den Rand des Wahnsinns. Die Patienten können nicht schlafen, sich nicht konzentrieren, werden depressiv, manche berufsunfähig.


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© Uta König
Quelle: Für Sie, Ausgabe 11/2009