Seite 3 aus dem Artikel: Schnarchen
Schluss mit Ruhestörung

Schluss mit der Ruhestörung im Bett

Und was hilft gegen „harmloses“ Sägen? Davon sind immerhin 70–80 Prozent der Schnarcher betroffen. Mittelchen gibt es in Massen. Auf dem Markt tummeln sich Kopfbandagen, Nasenpflaster, Halsbänder, Rachenkanülen, Brillen oder Schnuller. Einiges davon ist laut Möckel durchaus einen Versuch wert. So können Nasenklemmen und abschwellende Nasentropfen helfen, wenn eine behinderte Nasenatmung die Geräusche verursacht. Wer nur in Rückenlage schnarcht, kann es mit einem Anti- Schnarch-Rucksack, -T-Shirt oder - Kissen probieren. Schon unsere Großmütter nähten ihren Männern kleine Bälle in den Schlafanzug, damit sie nicht auf dem Rücken schliefen. „Sogenannte Rückenlagenverhinderer sind sehr unbequem“, warnt Möckel. „Sie werden daher selten regelmäßig benutzt.“

Buchtipp

Buchtipp

Sabine Krüger: „Schnarchen oder das Konzert der geschluckten Kröten und wie man sie zum Schweigen bringt“, Felicitas Hübner Verlag, 9,90 Euro.


Der Experte empfiehlt, verstärkt auf natürliche Mittel zu setzen. Zum Beispiel Übergewicht reduzieren, auf Schlaf- und Beruhigungsmittel verzichten und zwei Stunden vorm Schlafengehen keinen Alkohol trinken. Möckel: „Allein dadurch ist bei der Hälfte aller Schnarcher das Problem gelöst.“ Darüber hinaus empfiehlt Sabine Krüger regelmäßiges Singen, um die Rachenregion zu stärken der positive Einfluss auf nächtliche Geräusche ist durch eine Studie des Royal Exeter Hospitals bestätigt. Krüger: „Das sorgt wieder für einen ruhigen Schlaf und Harmonie in der Beziehung.“ 


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© Uta König
Quelle: Für Sie, Ausgabe 11/2010