Autor: Kerstin Conrad
Rosen für die Schönheit
Die Diva unter den Blumen lockt mit magischem Duft. Und liefert kostbare Essenzen, die unsere Haut taufrisch aussehen lassen.Sie fasziniert uns. Verführt mit ihrem subtilen Duft. Und ihrer vielblättrigen Blüte, die das Innere vor dem Betrachter verschließt. Bekommen wir rote Rosen geschenkt, schmelzen wir immer noch dahin. Ein bisschen jedenfalls … Aber diese Blume ist viel mehr als ein Liebesbeweis, mehr als nur dekorativ: Sie ist auch die Basis für zahlreiche Beauty-Produkte – und zurzeit die Lieblingszutat vieler Parfumund Creme hersteller. Kein Wunder, denn in ihren Blüten steckt ein kostbares Öl, das „Herz“ fast aller edlen Düfte, selbst wenn diese am Ende gar nicht mehr nach Rosen duften. Im Hintergrund verleiht das ätherische Öl jedem Parfum eine weiche Note, verstärkt alle übrigen Aromen und macht die Komposition dauerhafter.
Parfümeure geraten bei Rosen ins Schwärmen
Gewonnen werden ihre Duftstoffe mit Hilfe von Wasserdampf oder speziellen Lösungsmitteln. Das ist aufwendig und teuer: Für ein Kilo Rosenöl braucht man vier bis fünf Tonnen Blüten, die alle von Hand gepflückt werden. Entsprechend liegt der Kilopreis bei mehreren Tausend Euro. Trotzdem oder gerade deshalb – ohne diese Essenz wären selbst die besten Parfümeure der Welt nicht in der Lage, so einzigartige Kreationen hervorzubringen wie „Chanel No. 5“ oder „L’ Air du Temps“ von Nina Ricci. In diesen legendären Parfums stecken die mit Abstand wertvollsten Öle aus der „Rosa Damaszena“ und „Rosa Centifolia“. Ihre Duftnoten sind von einer Zartheit, die kaum je von anderen Rosen übertroffen wurden. Und es gibt immerhin über 20 000 Züchtungen!
Ihr Aroma wirkt direkt auf die Gefühle
Bei dieser unglaublichen Viel zahl vergisst man leicht die Schwestern der Rose: die Hecken- und Teerosen, deren Blüten zwar schlichter sind, die ihre Knospen dafür aber weit öffnen und uns reich mit ihrem Wohlgeruch beschenken. Gern werden sie von Parfümeuren mit Veilchen, Litschi und Erdbeeren kombiniert. Oder raffiniert gemixt mit herb-würzigen und moosigen Noten von Engelwurz und Patchouli. Egal, welche Rosensorte man nimmt: Ihr Duft löst eine Flut an Gefühlen aus und wird deshalb auch gern in der Aromatherapie eingesetzt – er entspannt und beruhigt, hilft bei seelischen Tiefs und weckt die Lust auf mehr Lust. Das gelingt am ein fachsten, wenn man mit Rosenessenzen baden geht oder sie in den Körper einmassiert. Durch Wärme entfaltet sich die Wirkung des ätherischen Öls besonders intensiv.
Quelle: Für Sie, Ausgabe 15/2011


