Anti-Schmerz-Übungen
Physiotherapie: Die besten Anti-Schmerz-Übungen
Nacken und Schultern, Kreuz und Knie – das sind typische Schmerzzonen. Diese Übungen lindern und beugen vor, stärken und schützen.
Man kennt den Anblick: Da fasst sich jemand ans Kreuz, drückt die Hände in den Rücken, der Kopf ist geneigt, das Gesicht leicht verzogen, die Stirn in Falten. Der Anblick sagt: Ich habe Schmerzen. Bei vielen sind sie zum ständigen Begleiter geworden, irgendwann versucht man nicht mal mehr, sie loszuwerden. Egal ob im Kreuz oder im meist völlig verspannten Schulter-Nacken-Bereich oder im Knie – man erträgt sie, verdrängt sie. Doch wir sollten sie nicht einfach hinnehmen als Begleiterscheinung unseres Alltags, als unumgängliche Folge von falschen Haltungen, Belastungen und fehlender Bewegung.
Denn es gibt effektive Anti- Schmerz-Mittel. Die Übungen auf den folgenden Seiten haben wir gemeinsam mit zwei Physiotherapeuten zusammengestellt. Uwe Harste und Nilüfer Özkanli beschäftigen sich schon lange mit Übungen gegen Schmerzen: Harste leitet seit 20 Jahren ein Fortbildungsinstitut und betreibt in Hamburg zusammen mit anderen Experten eine Privatpraxis, die sich auf die Behandlung von Schmerzpatienten spezialisiert hat. Özkanli ist dort Trainingstherapeutin. „Alle diese Übungen sind ideal, um Schmerzen zu lindern und um ihnen vorzubeugen. Denn durch diese Bewegungen werden die Gelenke mobilisiert, das Gewebe wird besser durchblutet, Sehnen werden gedehnt, Muskelverhärtungen gelöst“, erklärt Nilüfer Özkanli. Und Uwe Harste fügt hinzu: „Die meisten Menschen befinden sich tagtäglich in Zwangshaltungen. Mit diesen Übungen kann man den Körper entlasten.“ Sein Tipp: dreibis viermal täglich ein paar Minuten lang die Übungen durchführen, die für die eigenen Beschwerden geeignet sind. Aufwärmen ist nicht erforderlich, das Programm ist also auch ideal für zwischendurch. Wichtig: „Ein ‚wohliger‘ Schmerz darf zwar entstehen, aber es darf nicht unangenehm sein“, so Uwe Harste. Das bedeutet: Wenn eine Übung wehtut, zwingen Sie sich zu nichts. Es geht darum, sich und dem Körper Gutes zu tun!
Quelle: Für Sie, Ausgabe 18/2009

