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Geschäftsidee: Mini-GmbH

Geschäftsidee: Mini-GmbH

RABEA ALI, 34: „Ich war mein allererster Kunde“

Die Agentur für Wanderreisen mit Hund (www.hundewandern.de) war eine Marktlücke. Dass sie Chefin eines großen Ladens ist, merkt Rabea Ali auch daran, dass sie kaum noch Touren selbst leitet – nur Elba lässt sie sich nicht entgehen.

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Eine Firma gründen? Ausgerechnet jetzt? Frauen, die momentan den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, werden nicht selten gewarnt, als würden sie eine Urlaubsreise in ein Krisengebiet planen. Dabei ist eine wirtschaftlich raue Stimmung nicht unbedingt schlecht für Gründungsvorhaben. „Wer in schwierigen Zeiten gründet, muss im Vorfeld präziser planen und auch bei der Umsetzung hartnäckiger sein“, sagt die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert.

Genau das hat Rabea Ali aus Extertal beherzigt, als sie ihre Agentur für Wanderreisen mit Hund ins Leben rief. Die Marktlücke entdeckte die 34-Jährige, als sie den ersten Urlaub mit ihrem Jack- Russell-Terrier plante und vergeblich nach Angeboten suchte. Kurzerhand organisierte die Touristikmanagerin die erste tierische Gruppenreise selbst. Weil die Nachfrage groß war, kündigte Rabea Ali ihren Job bei einem Reiseveranstalter, machte sich selbstständig und gab alles: präsentierte ihre Idee auf Messen, fuhr mit dem Mountainbike Routen ab, ließ Kataloge drucken. Ihr Engagement zahlte sich aus: 2009 haben Ali und ihre Mitarbeiter 250 Wanderungen durchgeführt. Weil ihr Geschäft immer größer wird, hat sie es jetzt in eine Mini-GmbH umfirmiert: Denn je größer ein Unternehmen, desto größer auch die Risiken.


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© Anne Otto
Quelle: Für Sie, Ausgabe 06/2010